Sonntag, Juli 01, 2007

Die lieben Nachbarn

Es gibt so Tage, da möchte man seine lieben Nachbarn am liebsten im Klo runterspülen oder wahlweise auch auf den Mond schießen. Unsere haben uns heute morgen um 7.24 Uhr durch wildes Hämmern mit einem Besen geweckt. Nach einer kurzen Phase der Irritation (was klopft da überhaupt: Poltergeister, eingesperrte Katze, Nachbar in Not???) habe ich dann auch auch so langsam die laute Hardrock-Musik registriert, die durch Haus hallte. Erster Gedanke: Mist, eine der Katzen ist auf die Fernbedienung gehopst, unsere Anlage wummert fröhlich durchs Haus und das ältere Paar unter uns haut mit einem Besen gegen die Decke. Bin also sofort mit irre schlechtemGewissen ins Wohnzimmer getapst, aber nix - die Musik, die immer noch deutlich zu hören war, kam nicht von uns.
Also - hinsetzen und nachdenken (was um die Uhrzeit an einem Sonntag morgen für mich eine schwierige Aufgabe ist). Ein Geistesblitz hat mich dann mal in den Flur gehgen lassen und siehe da - die Musik kam aus dem zweiten Stock und die Nachbarn im dritten haben nicht an die Decke, sondern auf dem Boden geklopft - was akustisch bei der kaum vorhandenen Schallisolierung hier keinen so großen Unterschied macht. Fein, habe dann also sofort mein schlechtes Gewissen gegen gerechtfertigte Empörung eingetauscht und beschlossen nach unten zu gehen und denen mal ein paar Takte zu erzählen (ja, ich neige zu gewisser Ungnädigkeit, wenn man mich weckt). Ein kurzer Stop am Spiegel hat mich dann erst mal umkehren und angemessene Klamotten suchen lassen, denn XL-Tigger-T-Shirts nehmen einem einfach jegliche Souveränität. Ausgerüstet mit Jeans und Pulli dann zur Tür gegangen und schwupps hörten Musik und Klopfen sofort auf. Beeindruckt von meiner Fernwirkung bin ich dann also wieder ins Bett gefallen, wo ich dann statt zu schlafen lieber wilde Flüche über meine Nachbarschaft ausgesprochen habe. Was für ein Sonntag Morgen!

1 Kommentar:

Britta hat gesagt…

Nachbarn können echte Monster sein!