Dienstag, Oktober 23, 2007

Baustellenreport Teil II

(kaum schreibe ich, daß ich derzeit kaum an den Rechner komme und schon habe ich einen freien Abend; den Trick sollte ich öfter ausprobieren *g*)

Nachdem wir im Urlaub und während der ersten beiden Wochenenden so wunderbar spektakuläre Renovierungsfortschritte gemacht haben, geht jetzt alles ein bißchen langsamer voran und die Fortschritte sind auch nicht mehr so offensichtlich. Und so müssen wir uns ständig an die Dinge erinnern die wir gemacht und geschafft haben, damit wir nicht plötzlich in Panik geraten, weil auf den ersten Blick kaum was passiert. Und passiert ist etwas:
Die alte Badewanne ist raus, die Setzungsrisse sind gespachtelt, die neue Wand hat eine Türzarge bekommen und der Küchenfußboden ist raus. Außerdem ist schon mal ein Teil der neuen Kabel in der Wand und dank eines beherzten Einsatzes von Hammer und Meißel, lassen sich nun endlich auch alle halbrunden Fenster richtig öffnen. Die sind zwar sehr niedlich, aber von der Konstruktion her eine echte Fehlplanung gewesen.

Seit dem letzten Wochenende weiß ich nun auch endlich, warum Blitzzement Blitzzement heißt. Denn während man den ersten Kleks davon an die Wand spachtelt, wird der Rest währenddessen fest und kann dann umgehend in der Mülleimer gebröselt werden. Macht man den Zement das nächste mal flüssiger, kann man diesen Rest noch gut verarbeiten, allerding braucht man ihn dann auch, um den ersten Kleks zu ersetzen, der gleich wieder mit einem satten "flatsch" von der Wand gefallen ist. Aber ich arbeite an diesem Problem und werde es das nächste Wochenende dann hoffentlich mit Hilfe von 2 weiteren Zementsäcken lösen können.

Ein paar neue Bilder gibt es auch, und zwar am Ende des ersten Albums.

unsere Baustelle

Ich hoffe ja, daß ich ganz bald ein zweites Album mit dem Titel "unsere neue Wohnung" eröffnen kann, in das dann Bilder von fertigen Räumen kommen. Aber ein bißchen wird das wohl noch dauern. Immerhin: dieses Wochenende wird mit dem neuen Badezimmer begonnen, die Fliesen sind auch schon gekauft und wir haben ein paar (angeforderte) Angebote von Handwerkern hier liegen, aus denen wir uns nur noch die besten aussuchen müssen.

Montag, Oktober 22, 2007

Mambo Kurt spielt Engel

Da ich derzeit leider nur sehr sporadisch an den Rechner komme, gibt es heute als Pausenfüller ein kleines Netzfundstück. Hier kann man Mambo Kurt mit seiner Bontempi-Orgel-Version des Liedes "Engel" von Rammstein hören. Unfaßbar, oder? ;-)

Montag, Oktober 15, 2007

Baustellenreport, Teil I

So, nachdem ich jetzt auch endlich wieder meinen Rechner greifbar habe gibt's natürlich gleich einen kleinen Bericht zu unsere neuen Wohnu...Baustelle. Es derzeit Wohnung zu nennen wäre doch arg übertrieben. ;-)
Und dass die Wohnung derzeit so aussieht, wie sie aussieht, daran sind wir auch noch selbst Schuld. Denn wir haben beschlossen: Alles muss raus! Und daran haben wir uns die letzten 10 Tage auch gehalten.
Als erstes kamen die ekligen, nikotinversifften, latexfarbebestrichenen Tapeten dran. Die waren so dick mit Farbe eingeschmiert, dass sie beim Runterfallen teilweise geklappert haben und man sich beim Zusammenklauben daran die Hände aufschneiden konnte. Ein furchtbares Zeug, das uns gute 14 Säcke Müll beschert hat.
Auch die uralte Küche im Design "Bamberg Eiche" musste dran glauben. Die wurde mit der geliehenen Kreissäge in handliche Stücke zerlegt und dann gnädig dem Sperrmüll übergeben. Rausgeflogen ist auch der fleckige alte Teppich, der voll verklebt war und sich bei hochnehmen wirklich arg gewehrt hat. Aber genützt hat's ihm nix, wir haben ihn besiegt und jetzt ist er auch raus.

An dieser Stelle nochmal ein Riesendankeschön an unsere fleißigen Helfer, die zusammen mit uns geschuftet und erreicht haben, daß jetzt ein großer Berg Arbeit weniger da ist und wir trotzdem auch noch Spaß hatten. Und natürlich an die, die noch kommen wollen. Leute, ihr seid echt der Hammer, ohne euch würde es nicht gehen!

Wer bis hierhin mitgelesen hat, wird sich jetzt ungefähr vorstellen können wie die Wohnung aussieht: nackte Wände, nackter Boden und Küche weg. Fügt dem ganzen dann gedanklich noch ein paar gestemmte Kabelkanäle und Bohrlöcher für Steckdosen hinzu, dann habt ihr ein ungefähres Bild. Aber wer sich das nicht vorstellen möchte, der kann auch einfach hier kucken;


unsere Baustelle


so ein paar Bilder konnten wir dann doch noch retten (bei Kamera 1 hat leider die Chip-Karte den Geist aufgegeben und nun kommen wir nicht an die vielen tollen Renovierungsbilder des ersten Wochenendes :o( ).

Wer sich jetzt denkt: boah, die sind doch wahnsinnig, hat vermutlich nicht ganz unrecht, mir zumindest ist der Gedanke schon mehrfach gekommen. Aber ich habe trotzdem Hoffnung, dass es irgendwie wird, denn so langsam sind wir ja auch mit dem Kaputtmachen fertig und können mit dem "Wiederaufbau" beginnen.
Angefangen haben wir damit am letzten Wochenende, als wir uns im Trockenbau versucht und eine Wand durchs Schlafzimmer gezogen haben. Das hat nämlich ganz prächtig funktioniert und nun haben wir einen zusätzlichen kleinen Raum, der später mal ein Näh- und Bastelzimmer werden soll.
Schön finde ich auch, dass mir die ganze Renoviererei einmal die Möglichkeit gibt, diverse handwerkliche Dinge auszuprobieren. Denn wann sonst im Leben hat man mal die Chance Fliesen abzuschlagen, Steckdosenversenkungen zu bohren oder Wände zu bauen? Klar ist es anstrengend, aber insgesamt macht es auch Spaß und bisher habe ich außer mir selbst auch noch niemanden verletzt. Und das ist doch schon mal was, oder?

Donnerstag, Oktober 04, 2007

Es ist so weit

*sing* Jetzt geht's lo-hos!
*sing* Jetzt geht's lo-hos!
*sing* Jetzt geht's lo-hos!

(heute gab es endlich die Schlüssel für die neue Wohnung *glücklichgrins*)

Mittwoch, Oktober 03, 2007

mein ganz persönlicher Wochenendrückblick

(so, jetzt schaffe ich den endlich)

Freitag Abend
Ich telefoniere panisch durch die Gegend um die Verpackung für Jessis und Dirks Hochzeitsgeschenk zu organisieren und bekomme überall nur Absagen. Blöde Lieferanten! Grummle sehr, beschließe dann aber zusammen mit der Baby-Yo-Family einfach die Alternatividee umzusetzen. Geschenk ist fertig, Panik legt sich und meine Laune hebt sich wieder.

Samstag Morgen
Es ist 10.00 Uhr morgens, ich bin allein und verschwinde so langsam mal im Bad um da das zu machen, was Frauen in Bädern halt tun (nein, nicht Putzen sondern das andere: Aufbrezeln). Danach puddel ich dann so lange in der Küche rum, bis mir irgendwann ein Blick auf die Uhr verrät, dass ich mich schleunigst umziehen sollte, wenn ich bei der Feier nicht im Jeans und Pyjamaoberteil rumlaufen will.
Das Anziehen der Korsage erweist sind dann als kleiner Alptraum; das Teil ist nämlich so konzipiert, dass mir jemand helfen muß. Nur leider sitzt meine Hilfe in einem viele Kilometer entfernten Golf und das Problem wird mir auch erst so richtig bewusst, als ich feststecke und das blöde Ding sich keine Zentimeter mehr rührt. Verzweifelt wanke ich mit den Armen rudernd durch die Wohnung, bis es mir
endlich durch halbes Ausrenken der Schultern gelingt das Teil an seinen Platz zu bugsieren. Erleichterung! Nachdem ich nun wieder freies Sichtfeld habe, habe ich einen ungehinderten Blick auf Pookah, die mich beobachtet hat und nun hysterisch lachend auf dem Kratzbaum liegt. Katzen können so unsensibel sein!
Aber weiter geht's! Alle übrigen Dinge, die sich für den Abend als nützlich erweisen könnten, werden in eine Tasche geworfen, das Geschenk kommt oben drauf und dann kommt auch schon der Anruf, dass es losgehen kann.

Samstag Mittag
Bei der Kirche angekommen stellen wir fest, dass wir zu früh sind...viel zu früh. Aber zum Glück sind wir nicht die einzigen und so geht unsere kleine Truppe
einfach noch ins nächste Restaurant um eine Cola zu trinken. So gestärkt geht's dann zurück zur Kirche, wo inzwischen schon eine Menge andere Gäste angekommen sind und zusammen mit uns den coolen alten Dodge bewundern (es war ein Dodge, oder?). Dann treibt uns aber auch schon der Nieselregen in die Kirche, wo wir uns sofort gute Plätze sichern. Der Bräutigam steht vorn und wartet, wie sich das gehört, und dann ertönt die Orgel und verkündet das Erscheinen der Braut. Und die sieht in DEM Kleid wirklich klasse aus (Jessi, ich kann gut verstehen, daß du dieses Kleid sofort als "DAS Kleid" definiert hast). Die Trauung selbst ist sehr schön und persönlich gestaltet und über den Spruch der Pastorin zum Thema Seil und Würgen hätte ich mich wegschmeißen können *g*.

Samstag Nachmittag
Nach der Kirche geht es dann ab zum Lokal. Da mein Frühstück doch etwas kurz gekommen ist, teilt Chris, ganz Kavalier, auf der Fahrt mit mir seinen Snickers um mir die Peinlichkeit zu ersparen bei der Ankunft gleich alles Essbare an mich zu raffen. So gestärkt kann ich dann bei Kaffee auch ganz damenhaft und gesittet ein *hüstel* Stückchen Kuchen knabbern (falls hier jemand mitliest, der mit am Tisch war und mitgezählt hat: ich werde alles abstreiten, jawohl, so gefräßig bin ich nicht).

Samstag Abend
Nach dem Kaffe wird dann ganz ausgiebig gequatscht und sich noch mal für den Abend aufgerüscht. Ich werde nun endgültig eingeschnürt und lasse jeglichen Gedanken an eine ausführliche Völlerei am Abend sausen. Und das ist wirklich ein Jammer, denn das Buffet das irgendwann aufgetragen wird ist wirklich superklasse und wird nur noch von der wirklich supergenialen Hochzeitstorte, die um Mitternacht reingerollt wird, übertroffen. Diese kleinen Miniaturdrachen *quietsch*! :-)
Ansonsten wird natürlich gespielt, getanzt, gequatscht und vor allem ganz viel gelacht und ich kann nur sagen, dass ich sehr viel Spaß hatte und mich freue, dass ich dabei sein konnte.

Um 2.00 Uhr sind wir dann so langsam alle völlig groggy und es beginnt der lange Aufbruch. Netterweise werde ich auch wieder direkt zu Hause abgesetzt, wo ich völlig fertig die Stufen erklimme und nur noch ins Bett fallen will. Da meine An- und Ausziehhilfe nun zwar nicht mehr weit entfernt ist, aber leider schon schläft, beginnt das ganze Korsagendrama vom Vormittag noch mal von vorn. Diesmal allerdings mit einem "Spitzen"-höhepunkt, als sich 5 Nadeln, die ich im Futter vergessen und dann beim Anziehen übersehen haben muß, plötzlich in meinen Rücken bohren. Also wanke ich nicht nur wieder blind und zappelnd durch die Wohnung, sondern schimpfe dabei auch noch wüst vor mich hin und versuche verzweifelt mich von dem pieksenden Ding zu befreien. Irgendwann schaffe ich das auch, strafe die kleine sich göttliche amüsierende Katze mit Nichtachtung und falle dann todmüde ins Bett.

Sonntag Mittag
Nach viel zu wenigen Stunden Schlaf wanke ich in die Küche, trinke einen Tee und versuche irgendwie meinen Körper davon zu überzeugen, daß jetzt wirklich schon Tag ist und er funktionieren muß. Es steht nämlich der verkaufsoffenen Sonntag bei IKEA auf dem Plan und rechtzeitiges Kommen sichert freie Verkäufer (oder wie das schöne Sprichwort auch immer heißt). Leider haben diese Idee auch noch entsetzlich viele andere Menschen, denn als wir um 12.08 Uhr (also 8 Minuten nach Öffnung) auf den Parkplatze fahren, ist dort schon fast alles belegt und die ersten kommen auch schon mit voll beladenen Wagen wieder raus.
Ich denke kurz daran umzukehren, aber dann siegt die Vernunft und so geht es rein in die Höhle des Löwen. Und so schlimm ist es auch gar nicht, auch wenn ich mich teilweise ganz arg zwingen muß keinen der anderen Bersucher über ein ausgestelltes Möbelteil zu schubsen, nur weil sie mir plötzlich vor die Füße springen um da dann abrupt und unwiderruflich stehen zu bleiben, oder mich zur Seite schieben um irgendwas besser ansehen zu können. Aber man ist ja höflich.
Gerettet wird mein Tag vor allem, der Durchsagen-Ansager, der sichtlich gute Laune und dazu einen wunderbar ausgeprägten breiten friesischen Akzent hat. Meine favorisierten Durchsagen sind:
"Falls hier jemand im Laden ein Kind vermißt: im Eingangsbereich krabbelt eins unsbeaufsichtigt rum: Kucken Sie doch mal ob das Ihnen gehört." und
"meine Damen und Herren, ich bitte sie um ihre Aufmerksamkeit: hat zufällig jemand von Ihnen einen Esel gesehen." Pause
"Ein kleiner grauer Esel müßte hier irgendwo im Laden sein" lange Pause
"Er ist übrigens aus Stoff und gehört einen kleinen Jungen, der sich sehr freuen würde ihn wiederzukriegen".
Daneben gibt's natürlich die klassischen Durchsagen, wer so alles jetzt wirklich ehrlich ganz dringend aus dem Smalland geret...ääähh...abgeholt werden will, wobei die Nennung des jeweiligen Namens des öfteren ein spontanes, einhelliges Lästern unter den Besuchern auslöst. Vor allem andere Eltern können da sehr gemein werden. ;-)

Unser Aufenthalt an der Kasse ist sehr kurz und schmerzlos, erstaunlich, wenn man bedenkt wie voll es ist. Dafür gibt's dann allerdings ein kleines Problem auf dem Parkplatz, von dem ich bisher nicht mal wußte, daß es auf Parkplätzen entstehen kann: Stau! Nach 20 Minuten, in denen wir uns gerade mal 2 m weit bewegt haben, beschließe ich, die Strecke abzulaufen um zu kucken, was denn da passiert ist. Ich tippe spontan auf einen Unfall: "Golf rammt Pax Birkeland" oder so, aber nix ist zu sehen. Ganz am Ende der Autoschlange sehe ich dann, was uns alle so aufhält: es ist der Reißverschluß, bzw. selbiges Verfahren, daß für 90 % aller anwesenden Autofahrer ein echtes Mysterium zu sein scheint. Und das in Verbindung mit der Tatsache, daß die Straße selbst von einer Riesenmasse nachdrängender Besucher verstopft ist, sorgt dann dafür, daß wir noch eine weitere Stunde brauchen, bis wir endlich nach Hause fahren können. Insofern sollte der Werbespruch für's nächste mal lieber lauten: Ikea: wartest du noch, oder lebst du schon?