Montag, Oktober 15, 2007

Baustellenreport, Teil I

So, nachdem ich jetzt auch endlich wieder meinen Rechner greifbar habe gibt's natürlich gleich einen kleinen Bericht zu unsere neuen Wohnu...Baustelle. Es derzeit Wohnung zu nennen wäre doch arg übertrieben. ;-)
Und dass die Wohnung derzeit so aussieht, wie sie aussieht, daran sind wir auch noch selbst Schuld. Denn wir haben beschlossen: Alles muss raus! Und daran haben wir uns die letzten 10 Tage auch gehalten.
Als erstes kamen die ekligen, nikotinversifften, latexfarbebestrichenen Tapeten dran. Die waren so dick mit Farbe eingeschmiert, dass sie beim Runterfallen teilweise geklappert haben und man sich beim Zusammenklauben daran die Hände aufschneiden konnte. Ein furchtbares Zeug, das uns gute 14 Säcke Müll beschert hat.
Auch die uralte Küche im Design "Bamberg Eiche" musste dran glauben. Die wurde mit der geliehenen Kreissäge in handliche Stücke zerlegt und dann gnädig dem Sperrmüll übergeben. Rausgeflogen ist auch der fleckige alte Teppich, der voll verklebt war und sich bei hochnehmen wirklich arg gewehrt hat. Aber genützt hat's ihm nix, wir haben ihn besiegt und jetzt ist er auch raus.

An dieser Stelle nochmal ein Riesendankeschön an unsere fleißigen Helfer, die zusammen mit uns geschuftet und erreicht haben, daß jetzt ein großer Berg Arbeit weniger da ist und wir trotzdem auch noch Spaß hatten. Und natürlich an die, die noch kommen wollen. Leute, ihr seid echt der Hammer, ohne euch würde es nicht gehen!

Wer bis hierhin mitgelesen hat, wird sich jetzt ungefähr vorstellen können wie die Wohnung aussieht: nackte Wände, nackter Boden und Küche weg. Fügt dem ganzen dann gedanklich noch ein paar gestemmte Kabelkanäle und Bohrlöcher für Steckdosen hinzu, dann habt ihr ein ungefähres Bild. Aber wer sich das nicht vorstellen möchte, der kann auch einfach hier kucken;


unsere Baustelle


so ein paar Bilder konnten wir dann doch noch retten (bei Kamera 1 hat leider die Chip-Karte den Geist aufgegeben und nun kommen wir nicht an die vielen tollen Renovierungsbilder des ersten Wochenendes :o( ).

Wer sich jetzt denkt: boah, die sind doch wahnsinnig, hat vermutlich nicht ganz unrecht, mir zumindest ist der Gedanke schon mehrfach gekommen. Aber ich habe trotzdem Hoffnung, dass es irgendwie wird, denn so langsam sind wir ja auch mit dem Kaputtmachen fertig und können mit dem "Wiederaufbau" beginnen.
Angefangen haben wir damit am letzten Wochenende, als wir uns im Trockenbau versucht und eine Wand durchs Schlafzimmer gezogen haben. Das hat nämlich ganz prächtig funktioniert und nun haben wir einen zusätzlichen kleinen Raum, der später mal ein Näh- und Bastelzimmer werden soll.
Schön finde ich auch, dass mir die ganze Renoviererei einmal die Möglichkeit gibt, diverse handwerkliche Dinge auszuprobieren. Denn wann sonst im Leben hat man mal die Chance Fliesen abzuschlagen, Steckdosenversenkungen zu bohren oder Wände zu bauen? Klar ist es anstrengend, aber insgesamt macht es auch Spaß und bisher habe ich außer mir selbst auch noch niemanden verletzt. Und das ist doch schon mal was, oder?

Kommentare:

Britta hat gesagt…

Ach, ich kann das so gut verstehen, habe ich doch selbst ein Jahr renoviert. Es fing mit der Idee des Tapezierens an... nachdem dann die 6 Schichten runter waren, von denen min. eine noch glackt und eine gestrichen war, kam der Putz von der Wand, dass man die Steine von einem Zimmer in das andere schieben konnte.

Das Renovieren hatte seinen Reiz, besonders das Einrichten, doch ich war auch sehr froh als wir es fertig hatten.

... und dann brachte ich jetzt Ende Januar die letzte noch fehlende Lampe im Flur an und zog nach Berlin um... wo ich mich darüber freute, dass unsere Wohnung dort nicht wirklich renovierungsbedürftig ist, sondern nur Übertapeziert bzw. in Farbe meiner Wahl gestrichen werden will.

Birgit hat gesagt…

Och ne, das ist wirklich ein fieses Timing. Na wenigstens profitiert kein fremder Vermieter von deiner Arbeit, das wäre noch schlimmer.