Mittwoch, November 21, 2007

Baustellenreport 4.0

Heute gibt's mal wieder ein paar Neuigkeiten von unserem Zeitfresser. So ein bißchen was ist dann doch an den letzten beiden Wochenenden passiert und ich kann stolz verkünden, daß seit Sonntag die ersten 21 m², nämlich das Schlafzimmer und das Bastelzimmer, fertig sind. Außerdem haben wir inzwischen bis auf den kleinen Vorflur und das Badezimmer alles gestrichen, so daß jetzt im Arbeitszimmer und ich großen Zimmer nur noch die Fußleisten zur Vollendung fehlen.
Dafür gibt es allerdings eine kleine Verzögerung bei Bad und Küche, weil der Fliesenleger nicht wie abgesprochen am Freitag fertig geworden ist. Jetzt hoffen wir sehr, daß er den nächsten Termin (heute) wenigstens einhalten kann, denn inzwischen wurden die Küchenmöbel geliefert, die wir natürlich gerne aufstellen möchten. Aber ohne Fliesenschild und Fußboden geht das ja schlecht. :-/

Ein paar neue Bilder gibt es auch, nachdem jetzt doch so ein paar Fortschritte zu erkennen sind.

Der Zwischenstand

Dienstag, November 13, 2007

Winter läßt sein blaues Set, wieder flattern durch die Lüfte...

Heute mal, statt eines weiteren Baustellenreports, eine der "blödsinnigen Begebenheiten aus dem Leben der B."

An sich hat der Morgen ganz profan mit einem guten Vorsatz angefangen. Ich bin früh aufgestanden, um endlich mal ein bisschen was von dem Chaos hier in der Wohnung zu beseitigen. Und es lief auch alles ganz prima, bis ich auf die glorreiche Idee gekommen bin, meinen vollgekrümelten Untersetzer einfach mal kurz am Küchenfenster auszuschütteln. Ok, das macht man natürlich nicht, aber der Mülleimer war voll und die paar Krümel tun dem Dach ja auch nichts.
Also stehe ich am Fenster und schüttle und schüttle, bis plötzlich eine Miniwinzwindbö kommt und den Untersetzer ganz malerisch auf das Dach flattern läßt. Meine Versuche, das Ding noch schnell zu fassen zu kriegen sind leider völlig erfolglos und sorgen nur dafür, dass das Teil gleich noch ein Stückchen tiefer rutscht.
Ich brauch also ein Werkzeug und begebe mich schleunigst auf die Suche nach einem solchen. Mit einem Regenschirm bewaffnet geht's zurück zum Fenster, wo ich mich strecke und recke um mit dem Griff nach dem Untersetzer zu angeln. Irgendwann kucke ich dann mal nach unten und sehe, dass mich die Leute an der Bushaltestelle gegenüber mit sichtlichem Spaß beobachten und zu mir hoch gestikulieren. Hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, das Fenster einfach unauffällig zu schließen und so zu tun, als wäre nichts gewesen und der Vernunft, die mir sagt, dass ich mir sonst demnächst eine Menge blöder Sprüche anhören muss, weil da ein kleiner blauer Untersetzer vor unserem Fenster liegt (ganz abgesehen davon, dass er auf die Straße und damit jemandem während der Fahrt auf die Windschutzscheibe hätte wehen können), verdopple ich noch mal meine Anstrengungen, lehne mich gaaaanz weit aus dem Fenster und kriege dann irgendwann den äußersten Zipfel des Ausreißers zu fassen und beende damit meine morgendliche Solovorstellung.

Als ich dann endlich zur Bahn gehe, sind die Gaffer von der anderen Straßenseite glücklicherweise schon weg, aber ich schätz, es hat doch irgendwie Vorteile, dass wir bald umziehen.

Mittwoch, November 07, 2007

Baustellenreport Teil III

Und wieder ist ein Wochenende vorbei; es ist wirklich erschreckend wie schnell die Tage im Moment vergehen. Wobei ich aber auch zugeben muss, dass sich mein Zeitgefühl durch die permanenten 7-Tage-Arbeitswochen inzwischen komplett verabschiedet hat. Derzeit muss ich jeden Morgen ernsthaft überlegen, welchen Tag wir haben und ob es ein Renovierungs- oder ein normaler Arbeitstag wird. Schon erstaunlich wie sehr mich da die fehlenden Wochenenden aus dem Gleichgewicht werfen, da mag ich mir gar nicht vorstellen, was Schichtarbeit mit dem eigenen Rhythmus so anstellt.

Geklappt hat dieses letzte Wochenende leider viel weniger als geplant, aber dafür habe ich ein paar wichtige Erfahrungen machen können:

- z.B. dass die Tatsache, dass ich kurzfristig einen 40 Kg-Betonsack heben kann nicht auch bedeutet, dass ich es wirklich tun sollte. Vor allem nicht, wenn ich vorher einen dreiviertel Kubikmeter Bauschutt bewegt habe (aua).

- und dass Wände, die man Abends bei Kunstlicht streicht, hinterher meist mehr Flecken haben, als ein durchschnittlicher Dalmatiner.

- und dass es ein ganz wunderbares Erlebnis sein muss Menschen bei der Arbeit zuzusehen. Die 15 - 20 Personen, die sich um unseren Wagen versammelt und gafften, als wir ihn mit Schutt und Steinen beladen haben, können doch nicht irren, oder? (Ganz ehrlich, zwischenzeitlich hatten wir wirklich das Gefühl, dass uns das Tourismusbüro Lüneburg als Attraktion angekündigt hat.)

Wenigstens erfreuen konnten wir uns dieses Wochenende an unseren frisch tapezierten Wänden, die doch gleich dafür gesorgt haben, dass die Wohnung ein kleines bisschen fertiger aussieht. Und an unseren Heizkörpern, die wie durch Zauberhand ihre Farbe wechselten, nachdem wir sie mit ein bisschen Wasser in Berührung gebracht haben. ;o)

Mit ein bisschen Glück haben wir übermorgen, wenn es wieder nach Lüneburg geht, wieder Fliesen in der Küche. Wenn ja heißt das, dass wir dann endlich auch die neue Küche bestellen gehen können *freu*.

Donnerstag, November 01, 2007

I'm blue (da ba dee da ba die)

An sich wollte ich mir ja ein Beispiel an Tanja und Britta nehmen und auch mal eine Liste aller derzeit positiven Dinge schreiben. Aber wenn ich ehrlich bin, ist meine Stimmung derzeit auf einem ziemlichen Tiefpunkt und ich bekomme nichts zusammen. Die ganze Renoviererei zerrt doch mehr an meinen Nerven als erwartet und all die kleinen großen und kleinen Hindernisse, die uns in der letzten Zeit in den Weg geworfen wurden, sorgen dafür, daß mir alles, worauf ich mich die letzten Monate gefreut habe, gerade überhaupt keinen Spaß macht. Und das zieht mich zusätzlich runter.

(Sorry für den Meckerbeitrag, ich hoffe sehr, dass sich mein Optimismus oder zumindest mein Zynismus bald wieder einfinden.)