Mittwoch, November 07, 2007

Baustellenreport Teil III

Und wieder ist ein Wochenende vorbei; es ist wirklich erschreckend wie schnell die Tage im Moment vergehen. Wobei ich aber auch zugeben muss, dass sich mein Zeitgefühl durch die permanenten 7-Tage-Arbeitswochen inzwischen komplett verabschiedet hat. Derzeit muss ich jeden Morgen ernsthaft überlegen, welchen Tag wir haben und ob es ein Renovierungs- oder ein normaler Arbeitstag wird. Schon erstaunlich wie sehr mich da die fehlenden Wochenenden aus dem Gleichgewicht werfen, da mag ich mir gar nicht vorstellen, was Schichtarbeit mit dem eigenen Rhythmus so anstellt.

Geklappt hat dieses letzte Wochenende leider viel weniger als geplant, aber dafür habe ich ein paar wichtige Erfahrungen machen können:

- z.B. dass die Tatsache, dass ich kurzfristig einen 40 Kg-Betonsack heben kann nicht auch bedeutet, dass ich es wirklich tun sollte. Vor allem nicht, wenn ich vorher einen dreiviertel Kubikmeter Bauschutt bewegt habe (aua).

- und dass Wände, die man Abends bei Kunstlicht streicht, hinterher meist mehr Flecken haben, als ein durchschnittlicher Dalmatiner.

- und dass es ein ganz wunderbares Erlebnis sein muss Menschen bei der Arbeit zuzusehen. Die 15 - 20 Personen, die sich um unseren Wagen versammelt und gafften, als wir ihn mit Schutt und Steinen beladen haben, können doch nicht irren, oder? (Ganz ehrlich, zwischenzeitlich hatten wir wirklich das Gefühl, dass uns das Tourismusbüro Lüneburg als Attraktion angekündigt hat.)

Wenigstens erfreuen konnten wir uns dieses Wochenende an unseren frisch tapezierten Wänden, die doch gleich dafür gesorgt haben, dass die Wohnung ein kleines bisschen fertiger aussieht. Und an unseren Heizkörpern, die wie durch Zauberhand ihre Farbe wechselten, nachdem wir sie mit ein bisschen Wasser in Berührung gebracht haben. ;o)

Mit ein bisschen Glück haben wir übermorgen, wenn es wieder nach Lüneburg geht, wieder Fliesen in der Küche. Wenn ja heißt das, dass wir dann endlich auch die neue Küche bestellen gehen können *freu*.

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