Dienstag, November 13, 2007

Winter läßt sein blaues Set, wieder flattern durch die Lüfte...

Heute mal, statt eines weiteren Baustellenreports, eine der "blödsinnigen Begebenheiten aus dem Leben der B."

An sich hat der Morgen ganz profan mit einem guten Vorsatz angefangen. Ich bin früh aufgestanden, um endlich mal ein bisschen was von dem Chaos hier in der Wohnung zu beseitigen. Und es lief auch alles ganz prima, bis ich auf die glorreiche Idee gekommen bin, meinen vollgekrümelten Untersetzer einfach mal kurz am Küchenfenster auszuschütteln. Ok, das macht man natürlich nicht, aber der Mülleimer war voll und die paar Krümel tun dem Dach ja auch nichts.
Also stehe ich am Fenster und schüttle und schüttle, bis plötzlich eine Miniwinzwindbö kommt und den Untersetzer ganz malerisch auf das Dach flattern läßt. Meine Versuche, das Ding noch schnell zu fassen zu kriegen sind leider völlig erfolglos und sorgen nur dafür, dass das Teil gleich noch ein Stückchen tiefer rutscht.
Ich brauch also ein Werkzeug und begebe mich schleunigst auf die Suche nach einem solchen. Mit einem Regenschirm bewaffnet geht's zurück zum Fenster, wo ich mich strecke und recke um mit dem Griff nach dem Untersetzer zu angeln. Irgendwann kucke ich dann mal nach unten und sehe, dass mich die Leute an der Bushaltestelle gegenüber mit sichtlichem Spaß beobachten und zu mir hoch gestikulieren. Hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, das Fenster einfach unauffällig zu schließen und so zu tun, als wäre nichts gewesen und der Vernunft, die mir sagt, dass ich mir sonst demnächst eine Menge blöder Sprüche anhören muss, weil da ein kleiner blauer Untersetzer vor unserem Fenster liegt (ganz abgesehen davon, dass er auf die Straße und damit jemandem während der Fahrt auf die Windschutzscheibe hätte wehen können), verdopple ich noch mal meine Anstrengungen, lehne mich gaaaanz weit aus dem Fenster und kriege dann irgendwann den äußersten Zipfel des Ausreißers zu fassen und beende damit meine morgendliche Solovorstellung.

Als ich dann endlich zur Bahn gehe, sind die Gaffer von der anderen Straßenseite glücklicherweise schon weg, aber ich schätz, es hat doch irgendwie Vorteile, dass wir bald umziehen.

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