Mittwoch, Dezember 31, 2008

genetisch bedingte Endzeitpanik

In ungefähr einer Stunde kommen meine Gäste und eine boshafte kleine Stimme redet mir gerade ein, dass ich viel zu wenig zu Essen eingekauft habe, meine Freunde deswegen heute Nacht hungrig nach Hause fahren müssen und mir ewig böse sein werden.

Oh Gott, ich glaub' ich werd' wie meine Mutter! (deren inoffizielles Motto lauten könnte: Unter drei Portionen verläßt hier keiner das Haus)

Donnerstag, Dezember 25, 2008

Fröhliche Weihnacht überall....

Auch wenn's schon fast zu spät ist: Frohe Weihnachten euch allen!

Netterweise sind die Feiertage in diesem Jahr angenehm still, gemütlich und zu 100 % stressfrei gelaufen. Heiligabend haben wir, nach langjähriger - *hüstel* ok, zweijähriger - Tradition, wieder mit einem geliehenen Beamer und leckerem Essen verbracht. Genauer gesagt in diesem Jahr mit dem "Herrn der Ringe" und "Terry Pratchetts - The Colour of Magic" im Großformat und einem ganz unweihnachtlich bayrisch-lüneburgischem Krustenbraten, der trotz einiger Rezeptverwirrungen sehr gut geworden ist.
Gestern haben wir dann einen kleinen Abstecher zu meinen Eltern nach Hamburg gemacht und heute gab es, nach dem traditionellen (jawoll, die besagte zweijährige) Karpfenessen mit Js Vater bei uns, noch eine weitere Runde "Herr der Ringe". Also alles ganz ruhig und unspektakulär und trotzdem schön und nach all dem Streß in diesem Jahr genau so, wie ich es mir gewünscht habe.
Sehr schade, dass morgen schon wieder die Silvestervorbereitungen starten - wenn es nach mir ginge, könnten es ruhig noch ein paar Tage mehr bis zum Jahreswechsel sein.

Montag, Dezember 22, 2008

Jahresrückblick 2008

1. Zugenommen oder abgenommen?
Ein bisschen zugenommen, leider.

2. Haare länger oder kürzer?
Seit 3 Wochen wieder etwas kürzer (nicht, dass es groß auffallen würde).

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weder noch, Gott sei Dank.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Gefühlt weniger.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Im Vergleich zu 2007 natürlich viel weniger ausgegeben. ;-)

6. Mehr bewegt oder weniger?
Was mein Arbeitsleben betrifft, eindeutig mehr.

7. Der hirnrissigste Plan?
Die Zusage ein Seminar abzuhalten.

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Mich mit bestimmte Leuten anzulegen.

9. Die beste Party?
Eindeutig die Halloween-Feier.

10. Die teuerste Anschaffung?
Das war wohl leider die super-duper-hightech-Wurzelfüllung nach meiner Zahnbehandlung im Sommer.

11. Das leckerste Essen?
Och, da waren so einige, deswegen wohl auch die bei 1 erwähnte Zunahme *g*.

12. Das beste Buch?
Neil Gaiman: Coraline
Peter S. Beagle: Tamsin

13. Der beste Film?
Schwer zu sagen, ich mochte auf jeden Fall Sweeney Todd.

14. Die beste CD?
Derzeit läuft bei mir Amy McDonald: This is the life rauf und runter.

15. Das schönste Konzert?
Eindeutig das Nena-Konzert in Winsen.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
arbeiten, grübeln

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
J, den Katzen, meinen Freunden

18. Vorherrschendes Gefühl 2008?
Verdammt, warum geht eigentlich alles schief?

19. 2008 zum ersten Mal getan?
Heiße Maronen gegessen (eben gerade), einen Rechtsanwalt beauftragt, Vorhänge genäht

20. 2008 nach langer Zeit wieder getan?
Blumenzwiebeln gesetzt, Konzepte geschrieben, mich gewehrt

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Die fast 9 Monate Rückenschmerzen, die Schließung meiner Bibliothek, Aufstehen um 4.30 Uhr

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich so bin wie ich bin und nicht so, wie er denkt, dass ich bin.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Zeit.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
An mich zu glauben.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
"Gute Idee!"

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
"Klar, kein Problem."

27. 2008 war kurz gesagt…?
eher eins der schlechteren Jahre

Mittwoch, Dezember 17, 2008

Gott, die Schnitzelbäume und ich

Gewisse Leute behaupten ja, ich könne immer und überall schlafen und würde das auch tun; eine Aussage, die ich jetzt gerne abstreiten würde, wenn nicht gewisse andere Leute Beweisphotos hätten. Also sage ich mal, dass ich fast überall schlafen kann. Meistens. Auf jeden Fall morgens im Metronom, denn in meiner kleinen Welt ist 6.30 Uhr defenitiv noch keine Zeit zum Wach- und Fröhlichsein.
Und so kuschle ich mich auch am Dienstag wieder gemütlich in meinen Sitz, schließe die Augen und sinke langsam gegen die Lehne, als ich plötzlich eine ruhige angenehme Stimmt höre.
"Gott möchte nicht, dass wir Tiere essen!"
Wow, denke ich mir ganz beeindruckt im Halbschlaf, meine erste Epiphanie; und ausgerechnet morgens um halb Sieben im Metronom nach Hamburg. Mit geschlossenen Augen lausche ich aufmerksam, wie es weitergeht.
"Gott möchte nicht, dass wir Tiere essen, denn auch sie sind seine Schöpfung und sollten mit uns auf einer Stufe stehen."
"Wenn Gott wollte, dass wir Fleisch essen, hätte er Schnitzelbäume erschaffen. Das ist was er kann, denn er ist allmächtig. Und allmächtig sein heißt, dass man Schnitzelbäume erschaffen kann, wenn man möchte."
Hä??????? Ein bisschen irritiert von der Wendung meiner Offenbarung öffne ich nun doch mal vorsichtig ein Auge und schaue mich um. Und sehe, dass der Sprecher nur ein relativ durchschnittlich aussehender Typ ist, der einen Sitz weiter sitzt und dort auf einen anderen Mann einredet. Dem scheint die ganze Schnitzelbaumtheorie irgendwie auch nicht so ganz einzuleuchten, denn er kuckt ein bisschen irritiert und gibt ein fragendes Ahäää von sich. Für den anderen ein ausreichender Ansporn weiter zu reden.
Für einen kurzen Moment überlege ich, ob ich fragen sollte, ob Gott vielleicht auch nicht möchte, dass Löwen Fleisch essen, denn immerhin hat er ja darauf verzichtet die Savannen mit Antilopenschenkelbüschen vollzustellen. Aber mein Sinn für Realität weist mich dann doch rechtzeitig genug darauf hin, dass ich um die Uhrzeit definitiv nicht in der Lage bin eine Diskussion zu führen.
Also schließe ich wieder die Augen und versuche das weitere Gespräch über Gott, Tiere und Schnitzelbäume auszublenden und döse noch ein bisschen vor mich hin. Eine gute Entscheidung, denn als wir alle in Hamburg aussteigen, sieht der arme Zuhörer doch ein bisschen so aus, als hätte ihn die sprichwörtliche Dampfwalze überrollt.

Und da sag noch mal einer, Bahnfahren sei langweilig.

Montag, Dezember 15, 2008

Ein Jahr Lüneburg


Unglaublich wie die Zeit vergeht - heute vor genau einem Jahr war unser Umzug und ziemlich genau um diese Uhrzeit haben wir, glaube ich, das Bett zusammengezimmert, damit wir wenigstens einen vernünftigen Schlafplatz haben. Die Katzen waren noch in absoluter Panik zwischen den Umzugskartons versteckt, sämtliche Wohnzimmermöbel standen in der Mitte des Raumes zwischen unzähligen Kartons und die Küche hatte noch kein fließendes Wasser.

Mittlerweile hat sich das alles natürlich geändert - die Kartons sind, bis auf den obligarischen einen letzten, alle ausgeräumt, die Möbel stehen nicht mehr in der Mitte des Wohnzimmers (war einfach zu nervig immer drumherumlaufen zu müssen) und den Kätzchen geht es prima. Vor allem Tabs hat sich, seit wir hier wohnen extrem verändert. Aus dem leicht neurotisch-paranoiden Katzentier, das sich den halben Tag versteckt hielt, ist ein glückliches dickes Katzenmädchen geworden, das mit Begeisterung auf der Heizung im Wohnzimmer döst und sich immer öfter dazu herabläßt auch fremde Gäste persönlich zu begrüßen. Sie und Pookah haben sich also voll eingelebt, könnte man sagen.
Und ich - ach doch, ich denke, ich habe mich inzwischen auch eingelebt. Nachdem ich den Umzug überstanden und die Schließung meiner meiner kleinen Bibliothek verknust habe und sich das ganze hin und her mit meinem Job und so einigen anderen Dingen langsam eingependelt hat, beginnt sich endlich wieder so etwas wie ein Alltag breit zu machen. Eine Wohltat nach diesen letzten 12 Monaten.
So nach und nach wird die Wohnung auch immer ein bisschen fertiger - jetzt natürlich nicht mehr in Riesenschritten wie in der Renovierungsphase, sondern ganz langsam und gemütlich: hier ein paar Bilder, dort ein paar Regale und endlich hängt auch unsere Garderobe, die wir im Sommer gekauft haben.
Kleinkram
Und die größeren "Baustellen", die noch offen sind.......die kommen dann im nächsten Jahr dran. Jetzt sind wir ja glücklicherweise nicht mehr in Eile.

Montag, Dezember 01, 2008

Am Wochenende rausgefunden

Choco-Crossies sind sehr yummi. Chocko-Crossies, die man mit Marzipanstücken mischt und dann zum Füllen von Bratäpfeln benutzt, sind noch viel viel besser (und außerdem werden sie dadurch, dass man sie in den Apfel reintut, automatisch zu Obst, denn das innere von Äpfel gehört ja zum Obst).

Die Tatsache, dass der elektronische Auskunftsdienst der Bahn auch am Sonntag Morgen einen Zug um 9.33 Uhr anzeigt heißt nicht, dass dieser auch wirklich fährt. Es kann durchaus passieren, dass man sich durch die Eiseskälte zum Bahnhof kämpft und dann mit einem Blumstrauß in der Hand und einem fassungslosen Ausdruck auf dem Gesicht vor der Anzeigetafel steht und feststellt, dass der 9.33 Uhr-Zug nur Montags bis Samstags fährt und der nächste Metronom erst in einer Stunde kommt.

Auch ohne Glühwein getrunken zu haben, bewegen sich die Besucher auf und um Weihnachtsmäkten grundsätzlich völlig appeldwatschig und man sollte immer einen gewissen Mindestabstand zu ihnen halten, um sie nicht umzurennen, oder von ihnen umgerannt zu werden.

Tabs und Pookah beherrschen auch besuchertauglich.

Freitag, November 28, 2008

Wieder was gelernt

Gestern morgen im Metronom von der Gruppe Schüler (oder Studenten?) die schräg neben mir saßen gehört:

S1: "Du, sag mal, was ist eigentlich eine Savanne?"
S2 (völlig überzeugt): "Das ist eine Wüste!"
S1 (skeptisch): "Und was ist dann bitte eine Feuchtsavanne?"
S2: "Das ist eine Wüste mit Oase!"

Ganz logisch, oder?

Montag, November 24, 2008

Birgit im backwahn

Ich muß ja gestehen, letztes Wochenende hatte ich wirklich einen heftigen vorweihnachtlichen Aussetzer und Schuld daran ist C. Also genauer gesagt unser DVD-Abend am Freitag und die unglaublich perfekten, liebevoll verzierten, superleckeren Kekse, die sie mir da gegeben hat. Ich wusste nur noch: sowas will ich auch – und danach verschwimmt der Rest des Wochenendes dann in vage Erinnerungen an Mehlstaub, zimmerwarme Butter, Ausstech-Elche und daran, dass ich J am Samstag Abend noch mal um 19.15 Uhr genötigt habe mit mir zu Aldi zu gehen, um da Mehl und ein paar andere Dinge nachzukaufen.
Des weiteren, so befürchte ich, habe ich tatsächlich Sonntag spät nachmittags manisch nach einem Rezept verlangt, mit dem ich die letzten 100 gr Butter verbrauchen kann. Einfach nur so, weil ich wollte, dass die weg kommt. Krank, oder? Was ich auf jeden Fall sicher weiß ist, dass ich am Sonntag spät abends 7 Sorten Kekse gut verpackt auf dem Küchentisch gefunden habe und die Küche aussah, als hätten so ein bis zwei Grundschulklassen ihr Adventsbacken in unserer Wohnung veranstaltet.
Gruselig, aber ich schätze, das fällt irgendwie in die Kategorie: wehe, wenn sie losgelassen. Hoffentlich ertappe ich mich nicht irgendwann dabei, wie ich wild blinkende Weihnachtsfiguren in die Fenster hänge. Wenn das passiert, stoppt mich ja wohl hoffentlich jemand.
Aber bis dahin – will vielleicht jemand einen Keks?

Freitag, November 21, 2008

let it snow, let it snow, let it snow

Nach dem großen Kälteeinbruch letzte Nacht gab es heute, ganz pünktlich zum Winteranfang, den ersten Schnee hier in Lüneburg. Einfach schön, oder *Schnee sehr mag*?

Donnerstag, November 20, 2008

kleines Alltags-Happy End

Zu viel gearbeitet, die Zeit vergessen, U-Bahn verpaßt. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof schon überlegt, wie ich die Stunde bis zum nächsten Metronom nach Lüneburg rumbringen kann. Am Hauptbahnhof dann gesehen - der Zug hat synchron mit mir 5 Minuten Verspätung und ich kann noch mit. Doch pünktlich nach Hause gekommen.

The (happy) End

Sonntag, November 16, 2008

Blödsinn hat Pfötchen

Heute Morgen, 7.29 Uhr: ich liege noch im tiefen Schlummer, müde von dem sehr genialen Abend gestern, als mich plötzlich ein gut hörbares „Pflump“aus dem Schlaf reißt. Hmmmpf? Ich öffne ein Auge. Klingt als sei irgendwo etwas runter gefallen. Nur wo? Bei uns? Bei den Nachbarn? Und interessiert mich das wirklich genug um an einem Sonntag um diese Zeit aufzustehen?
Na ja meinetwegen - aber nur kurz. Mühsam rapple ich mich unter der Decke hervor und tapse in den Flur, wo mich zwei kleine Katzen freundlich-interessiert anschauen. Für mich ein erstes Indiz, dass das „Pflump“ nicht aus unserer Wohnung stammt, denn normalerweise sind die beiden immer blitzschnell verschwunden, wenn sie etwas angestellt haben. Also zumindest Tabs. Pookah hingegen bleibt am Tatort sitzen, maunzt anklagend und deutet mit einem Pfötchen in die Richtung, in die Tabs verschwunden ist. Ja, Pookah ist eine kleine Petze!
Aber wie schon gesagt – dieses mal nicht. Ich werde von beiden weiterhin unschuldig-fragend angeschaut und auf den ersten Blick ist auch alles noch an seinem Platz. Bis ES mir ins Auge fällt. ES ist in diesem Fall ein umgefallenes Wasserglas direkt an der Tresenkante, das gestern Abend definitiv noch aufrecht stand und einen kleinen Blumenstrauß, sowie einen Schwupps Wasser beherbergte. Ein Blick zurück zu den Katzen und Pookah erhebt sich und beginnt ziemlich zielstrebig ins Schlafzimmer zu traben. Tabs sitzt wie ein Fels in der Brandung und der Fall scheint klar.
Ich schimpfe also halbherzig in Richtung Schlafzimmertür und fange an den Tresen, den Küchentisch und den Fußboden trocken zu legen. Zum Glück geht das fix und glücklicherweise haben sowohl das Glas als auch der Blumenstrauß den Fall gut überstanden und auch nicht einmal die Papiere auf dem Küchentisch sind nass geworden. Schwein gehabt! Ich packe also die nassen Handtücher beiseite, kredenze den Blumen neues, frisches Wasser und beschließe noch eine Runde schlafen zu gehen.
Auf dem Weg zurück ins Bett stellt sich mir Tabs in den Weg, die freundlich darauf hinweist, dass ich sie doch eigentlich füttern könnte, wo ich schon mal aufgestanden bin. Mein freundlichen Hinweis auf den umgefallenen Blumenstrauß und dass ich nicht freiwillig hier herumgeistere verwirft sie mit einer lockeren Pfotenbewegung: „Ich war das nicht und hey, ist doch alles nicht so schlimm; ist ja nichts kaputt oder so. Bleib Cool!“
Doch ich bin nicht cool, ich bin nur müde und deswegen schiebe ich sie beiseite und betrete das Schlafzimmer, wo mich eine Überraschung erwartet. Mein Bett ist nämlich belegt! Und zwar von der nicht im geringsten reumütig wirkenden Poakah und mir wird schlagartig klar, dass sie vorher überhaupt nicht verschwunden ist, weil sie ein schlechtes Gewissen hatte, sondern einfach nur ausnutzen wollte, dass ich ja zufälligerweise schon mal aufgestanden bin und mein Bett jetzt frei ist. Und genau das sagt auch ihr Gesichtsausdruck: „weg gegangen - Platz vergangen“. Mein Gesicht hingegen sagt ihr „Ich - dich in Kiste – Eilexpress - nach Abu Dhabi“ und maulend gibt sie den Platz wieder frei. Beim Eindösen spüre ich dann noch den dolchartigen Blick von vier Augen auf mir ruhen und ich weiß, dass ich der gemeinste Mensch der Welt bin: faul, nur auf mein eigenes Wohl bedacht und die armen kleinen Pelzlinge sträflich vernachlässigend. Dabei war der Trick mit den Blumen echt gut.

Aber ganz ehrlich, muss ich jetzt verzweifeln, dass sie, um mich zum Aufstehen zu kriegen, solche Ideen entwickeln, oder mich freuen, dass sie dabei wenigsten so rücksichtsvoll sind und nichts kaputt machen?

Dienstag, November 11, 2008

Glück ist....

Glück ist......ein warmes Plätzchen!

(In diesem Fall ein frischgebackenes noch ofenwarmes Orangenplätzchen)

Nein, ich bin nicht besonders gut darin krank im Bett liegenzubleiben.

Samstag, November 08, 2008

Man muß auch mal was wagen...

Vertrauen in seine Katzen zu haben heißt, auf die Toilette zu gehen obwohl auf dem Küchentisch ein Käsekuchen steht.

Sonntag, Oktober 26, 2008

NBH - the day after

Gestern war sie nun endlich, die nightmare before Halloween-Party und die Vorfreude hat sich echt gelohnt. Geile Party, kann ich nur sagen, und wenn es nächstes Jahr eine Neuauflage gibt, bin ich gerne wieder mit dabei.
Leider ist mein Fotoapparat so gar nicht Dämmerungstauglich, deswegen gibt's nur ein paar Bilder von meinem Kostüm - diesmal nicht mit Kissen, sondern mit mir höchstselbst und persönlich drin. Bitte auch einen Riesenapplaus für meinen reizenden Assistenten, den Count von Count. ;-)

Edit: Da das Geziefer auf der Corsage auf den kleineren Albumbildern nicht wirklich gut zu erkennen war, habe ich die Fotos noch mal direkt im Post hochgeladen.




Samstag, Oktober 25, 2008

Samstagmorgen vor dem PC

Es ist Samstag, kurz vor 11.00 Uhr und ich sitze am PC. Auf meinem Schoß liegt eine fröhlich brömmende Pookahkatze, die von Zeit zu Zeit meinen Arm anstübert als wolle sie sagen "Ist das nicht dufte, wir beide hier zusammen vor deinem Rechner?".
Ist es ja auch....eigentlich...also zumindest theoretisch. Denn praktisch ist es so, dass ich mich dummerweise 10 Sekunden, bevor Pookah ihre Kuschelattacke gestartet hat, im Schneidersitz auf meinen Schreibtischstuhl gesetzt habe (O-Ton Mama: Kind, hampel nicht immer so viel rum) und jetzt ist mir der linke Fuß eingeschlafen - und mein Tee ist auch fast alle.
Aber ich kann die Kleine doch nicht einfach hochscheuchen, schließlich liegt sie hier so niedlich und in der Woche hab' ich ja auch nie Zeit mit ihr hier zu sitzen...... Vielleicht steht sie ja von selbst auf, wenn ich sie ein bisschen anstupse. Nein, jetzt hat sie sich zusammengeringelt und auf den Rücken gedreht. Und sieht noch niedlicher aus als vorher. Mist!
Na gut, bleib ich halt sitzen. Ich trinke meinen Rest Tee aus und versuche in bißchen mit den Zehen zu wackeln um meinen Fuß wieder zu wecken, was aber leider das kleine Tigermädchen stört. Unwillig dreht sie sich zu mir und quietscht mich empört an. So geht das nicht! Also stelle ich das Wackeln sofort wieder ein und wuschel sie ein wenig zur Beruhigung, bis sie wieder konstant vor sich hinschnurrt. Ist ja schließlich Wochenende und so und der Fuß wird's schon überleben.

Kann mir wenigstens jemand einen neuen Tee bringen? Hallo? Irgendjemand?

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Viva la Evolution

An sich bin ich ja kein großer Computerspielefan, aber ich muß gestehen, dass es mir Spore irgendwie angetan hat. Es macht einfach eine Menge Spaß sich so ein knuddeliges kleine Wesen zusammenzubasteln und dann nach einer fröhlichen Schwimmstunde in der Ursuppe endlich das Festland zu erobern. Vor allem haben es mir ja die vielen Ausbauten angetan, die man seiner Kreatur so mitgeben kann - vor allem so wichtig Dinge wie Kulleraugen, Knubbelfüßchen oder Prunkpuschel (nicht was ihr jetzt denkt). Und mein kleines Cuty Green hat auch alles, was ein knuddeliges Wesen meiner Meinung nach braucht. Und trotzdem.....und trotzdem werde ich immer wieder von den anderen Wesen des Sporelandes verfolgt, verkloppt und aufgefressen. Aber ich mag nicht vom "Knuddeligkeit siegt"-Pfad abweichen, denn der Spaß des Spiels liegt bei mir nun mal eindeutig darin, ein möglichst niedliches Wesen in die Welt zu entlassen. Und so kam es dann, dass die zweite Partei dieses Haushalts, nachdem ich das fünfte mal vom gleichen Vieh überrumpelt wurde, mir ein trockenes"Also so richtig überlebensfähig bist du irgendwie nicht!" von rechts über die Schulter zuraunte. Unverschämtheit!!!

Dass er mit der Bemerkung dann aber irgendwie doch nicht so unrecht hat, ist mir dann heute morgen bewußt (gemacht) worden. An sich ein Morgen wie jeder andere: Aufstehen um 6.00 Uhr, im Halbschlaf duschen, Tee kochen, und mich fertig machen. An der Tür dann noch mal kontrollieren, ob ich auch wirklich alle wichtigen Dinge in der richtigen Reihenfolge angezogen habe (ja, wenn ich müde bin, bin ich zu seltsamen Aktionen fähig) und dann ab in Richtung Bahnhof. Da ich ein bißchen spät dran bin, zwinge ich mich den ersten Teil des Weges zu joggen und erst an der großen Kreuzung vor der Ilmenau wieder anzuhalten. Denn selbst im übermüdeten Zustand weiß ich, dass es keine gute Idee ist während der Hauptverkehrszeit bei rot auf eine vierspurige Straße zu rennen. Aber endlich ist grün und ich trabe wieder los; schließlich habe ich es eilig. Und eilig hat es anscheinend auch der erste Linksabbieger in der Reihe, denn der gibt V0llgas und schlingert mit quietschenden Reifen direkt auf mich zu. "Oh" sage ich, während mein Verstand innerlich wild mit den Armen rudert und "ganz schlecht, ganz schlecht, weg, weg" brüllt. Irgendwann kommt dieses "weg" dann auch bei meinen Beinen an und ich versuche nach rechts auszuweichen. Dummerweise ist das aber auch die Route des Fahrers, der sich (vermutlich) gedacht hat "oh, da steht ja ein Fußgänger - fahr ich doch einfach mal außen rum" und immer noch auf mich zusteuert. Und jetzt wird hektisch, denn egal wohin ich ausweichen will, er hat dieselbe Idee und kommt mir nach. Nicht gut!
Statt mich nun einfach mit einem beherzten Actionheld-Sprung zurück auf den Bügersteig zu retten (eine Lösung, die ich sofort verwerfe, weil ich mir die Klamotten nicht einsauen will), schaltet mein Überlebensinstinkt einfach auf stur, sagt sich"nö, das ist mir jetzt echt zu blöde" und bringt mich dazu einfach an Ort und Stelle stehenzubleiben und dem Fahrer das Ausweichen zu überlassen. Hallo liebe Instinkte, was bitte ist das für eine Taktik?

Der Fahrer wird nun langsam ein bisschen panisch und beschließt das einzige zu versuchen, dass er noch nicht ausprobiert hat - nämlich bremsen. Und das klappt dann endlich; ca. 15 cm vor mir kommt der Wagen quietschend zum Stehen. Ich sehe den Fahrer an, er sieht mich an - und dann schütteln wir synchron den Kopf, er wedelt mit den Händen, dass ich endlich verschwinden soll und ich wedle mit den Händen Richtung Ampel, dass ich ein Recht habe mich auf der Straße zu befinden, denn die Fußgängerampel ist immer noch grün. Zwei Sekunden später hören wir dann auf zu wedeln, beschließen (vermutlich) synchron, dass der andere ein Depp ist und während ich meinen Weg in Richtung Bahnhof fortsetze und leise "Schwachkopf" murmle, höre ich ihn hinter mir mit quietschenden Reifen losfahren. Hoffentlich hatten die nächsten Fußgänger genausoviel Glück.

Aber ganz ehrlich - ich frage mich jetzt doch ein bisschen, wie ich mit so miesen Instinkten die letzten 32 Jahre überleben konnte.

Montag, Oktober 13, 2008

Halloween-Nähkram WIP

The Itsy Bitsy Spider
Joey Deluxe

The Itsy Bitsy Spider crawled up the waterspout
Down came the rain and washed the spider out
Out came the sun and dryed up all the rain
And the Itsy Bitsy Spider went up the spout again

The Itsy Bitsy Spider crawled into mama's bed
Crawled up on her hubby and bit him in the head
Mamma lay there sleepin' while hubby layed there dead
And the Itsy Bitsy Spider crawled out of mama's bed



The Itsy Bitsy Spider crawled into mama's shoe
Mama worst for lawning, didn't know what to do
She tried to go for help but her foot was turning blue
And the Itsy Bitsy Spider crawled out of mama's shoe

The Itsy Bitsy Spider crawled up the waterspout
Down came the rain and washed the spider out
Out came the sun and dryed up all the rain
And the Itsy Bitsy Spider went up the spout again

Dienstag, Oktober 07, 2008

Mal wieder was Genähtes

Nachdem mir letzte Woche klar geworden ist, dass DIE Halloween-Party nicht mehr langsam, sondern erschreckend schnell, näher rückt und ich nichts anzuziehen habe, habe ich letztes Wochenende endlich mal wieder meine Nähmaschine angeschmissen und angefangen, zumindest schon mal die Corsage zusammenzustoppeln. Den Spinnennetztüll dafür hatte ich vorbildlicherweise schon vor Wochen bei diesem Händler hier bestellt, dann aber erst mal alles in die hinterste Schrankecke gefeuert, denn der Oktober ist ja noch lange hin. Nur leider gab es dann diesen dämlichen Zeitsprung, der den September einfach übergangen hat, so dass ich mich plötzlich und unerwartet im Oktober wiedergefunden habe. Und das hat mir dann endlich den nötigen Kick gegeben, den Stoff wieder herauszukramen und mit ein paar anderen Stoff- und Stäbchenbandresten zu verbinden. Blöderweise ist mir dann Sonntag mittendrin das Schrägband ausgegangen, aber zumindest sieht man schon mal, was es werden soll.
Jetzt hoffe ich bloß, dass ich bald Zeit finde weiter zu machen, damit dann auch alles so wird, wie ich mir das vorgestellt habe.

Sonntag, Oktober 05, 2008

Chim Chim Cheree, reloaded

Direkt vor meinem Fenster steht im Moment eine Combo aus 10 Schornsteinfegern, die alle trommeln und mit den Passanten tanzen - ich schätze das heißt dann wohl, dass Mary Poppins zur Zeit in Lüneburg weilt. ;-)





Donnerstag, Oktober 02, 2008

Wechselbad der Gefühle

kleiner Hinweis: falls du ein Mann bist, mußt du diesen Gedankengang nicht verstehen.

ganz schlecht: Meine Lieblingsschuhe gehen langsam kaputt.
sehr gut: Jetzt habe ich endlich wieder einen Grund neue Schuhe kaufen zu gehen!
schlecht: Im Moment gibt es nicht die Schuhe, die ich will.
gut: Ich kann die Schuhe ja auch einfach reparieren lassen und sie dann noch gaaanz lange tragen.
schlecht: Die Schuhe sind nicht dauerhaft zu reparieren.
gut: Dann muß ich wohl doch neue Schuhe kaufen und auf der Suche danach viele viele Schuhgeschäfte durchstreifen.
schlecht: Wenn ich viele Schuhgeschäfte durchstreife, laufe ich die kaputten Schuhe viel schneller ab und muß sie noch früher wegwerfen.
gut: Ich kann ja auch einfach eins meiner anderen Schuhpaare beim Shoppen tragen.
schlecht: Wenn ich das tue, bedeutet das, dass ich eigentlich schon Ersatz und damit dann gar keinen Grund mehr habe, mir neue Schuhe zu kaufen.

Mist!

Dienstag, September 16, 2008

Autsch

Vor 2 Stunden die 2007er Betriebskostenabrechnung der alten Wohnung aufgemacht und mich spontan erinnert, warum es so toll ist, dass wir diese Wohnung los sind. Ganz ehrlich - die Zahl am Ende tut verdammt weh!

Sonntag, September 14, 2008

Klassische Konditionierung

Der Russe Iwan Petrowitsch Pawlow hat vor ungefähr 100 Jahren herausgefunden, dass Hunde sehr lernfähig sind und man sie z.B. mit Hilfe eines Tonsignals auf ein bestimmtes Verhaltensmuster trainieren kann. Pawlow ließ eine Glocke ertönen, zeigte den Hunden Futter und prompt fingen diese an zu sabbern. Und ganz bald brachten die Hunde den Glockenton mit Futter in Verbindung und fingen schon an zu sabbern, sobald sie nur das Gebimmel hörten. Klassische Konditionierung halt!
Dass das nicht nur mit Hunden, sondern mit Säugetieren generell funktioniert, lässt sich sehr gut mit Hilfe von Pookah demonstrieren. Und zwar mit folgendem Trick:
Vor einiger Zeit stand das kleine Katzenmädchen mitten im Wohnzimmer und fing da lauthals an, kläglichst zu maunzen. Als gute Katzenbesitzerin bin ich, eingeklemmte Pfötchen und Schlimmeres vor Augen, natürlich sofort hingelaufen und haben gekuckt, was ihr fehlt. Es war aber nix, außer einer fröhlichen kleinen Katze, die sich sofort laut schnurrend an mich gekuschelt hat.
Einen Tag später dann das gleiche Spiel: im Wohnzimmer steht ein kleines Tigerkatz, schreit auf das kläglichste ihr Leid in die Welt, lässt sich dann aber von mir sofort beruhigen und hat äußerlich keinerlei Gebrechen.
(Um an dieser Stelle kurz mal allen die Pookah kennen das Geräusch zu beschreiben, das sie so von sich gibt: nehmt das kleine, leise, herzerweichende Mau, das sie von sich gibt wenn ihr da seid und stellt euch genau diesen Laut mit viel Nachdruck durch ein Megaphon gegröhlt vor. Dann habt ihr es ungefähr.)
Auf jeden Fall hat sich dieses merkwürdige Phänomen so oft wiederholt, bis ich mir endlich sicher sein konnte, dass Pookah gar nichts fehlt, sondern die ganze Schreierei nur ein ausgeklügelter Trick ist, um jetzt und hier und auf der Stelle meine volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Und da kommen wir zu Pawlows Experiment mit dem Tonsignal (in diesem Falle das Mau), das einen antrainierten Reflex (sofortige liebevolle Aufmerksamkeit inklusive viel Fellgewuschel) auslöst. Demütigend, oder? Ich schätze, ich sollte mich wohl langsam von dem Gedanken verabschieden, dass wir Menschen diejenigen sind, die die Katzen erziehen.

Samstag, September 13, 2008

Same procedure as every year...

Ziemlich genau ein Jahr ist es jetzt her, dass ich mich darüber ausgelassen habe, dass es quasi schon im Spätsommer die ersten Lebkuchen gibt und was soll ich sagen - der Einzelhandel hat es schon wieder getan. Während auf dem Markt noch die letzten Erdbeeren und Wassermelonen des Jahres verkauft werden, hat Penny bereits seine Sonderflächen mit Pfeffernüssen, Dominosteinen und Schokoweihnachtsmännern vollgepackt. Und das, obwohl noch nicht mal die Heizperiode angefangen hat. Vielleicht sollte ich mir für die nächsten 2 Monate eine Einkaufshilfe zulegen, dann müßte ich mir den ganzen Schmarrn wenigstens nicht mehr ansehen *trotzigeinEisess*.

Samstag, September 06, 2008

für die Einkaufsliste

Ganz frei nach Strauß: Glücklich ist, wer nicht vergisst, dass noch Fliederbeersaft einzukaufen ist.

Hoffentlich hat Edeka noch auf.

Donnerstag, September 04, 2008

gerade Gelesenes

Es war der achtzehnte Mai, der vorletzte Tag des archäologischen Ausgrabungsseminars. Ich hatte zwanzig Studenten, die eine Stätte auf Dewees, einer Barriere-Insel nördlich von Charleston, South Carolina, bearbeiteten.
Außerdem hatte ich einen Journalisten. Mit dem IQ von Plankton.
"Sechzehn Leichen?" Plankton zog einen Spiralblock hervor, während Visionen von Dahmer und Bundy durch sein Gehirn zuckten.
"Opfer schon identifiziert?"
"Die Gräber sind prähistorisch."
Zwei Augen verdrehten sich, schmal unter geschwollenen Lidern. "Alte Indianer?"
"Eingeborene Amerikaner."
"Die haben mich geschickt, um was über alte Indianer zu schreiben?" Dieser Kerl bekam keinen Preis für politische Korrektheit.

Hals über Kopf, Kathy Reichs

Montag, September 01, 2008

Angebot der Woche

Ach man, am Freitag ist die feierliche Eröffnung meiner neuen Arbeitsstelle und ausgerechnet jetzt bekomme ich eine Erkältung. Was für ein blödes Timing!
Hat nicht zufällig irgendjemand Interesse an einem kaum gebrauchten Erkältungsvirus? Ich würde auch eine Packung Taschentücher und 'nen selbstgebackenen Kuchen dazugeben.

Nein?
Niemand?

Sonntag, August 31, 2008

Wiesu tun sie su?

Laut Internet gibt es bei der Bundeswehr die Regelung "Ab einer Wassertiefe von 1 m(METER) hat der Soldat selbstständig zu beginnen, Schwimmbewegungen auszuführen". Ich persönlich würde in diesem Stile gerne ein Gesetz für die ganze Menschheit erlassen, das da lautet: "Spätestens nach Erreichen der Volljährigkeit, hat der Mensch selbständig zu beginnen, sein Gehirn zu benutzen." Denn allein an diesem Wochenende hatte ich mehrfach die Gelegenheit über das Tun und Denken meiner Mitmenschen fassunglos den Kopf zu schütteln.
Angefangen hat das am Freitag am Hauptbahnhof, als ich mich mal wieder durch eine Reisegruppe kämpfen mußte, die als Treffpunkt "direkt am Zugang zu Gleis 13 und 14" ausgemacht hat. Und weil ja gesagt wurde "direkt am Zugang", haben die sich auch brav alle daran gehalten: und zwar so, dass jede Polizei-Kette dagegen lückenhaft wirken würde. Und da standen sie nun wie die deutschen Eichen und wichen keinen Millimeter zur Seite. Feierabendverkehr? Egal! Andere Reisende würden gerne einen der einfahrenden Züge unten erreichen? Egal! Der Treffpunkt war so vereinbart und deswegen fühlte sich jeder dieser Menschen absolut im Recht da zu stehen und den Zugang zu blockieren. Ich weiß echt nicht, was schlimmer ist - Gruppenleiter, die einen Engpaß als Treffpunkt festlegen, oder Gruppenmitglieder, die sich auch noch daran halten und nicht auf die Idee kommen 2 m zur Seite zu rücken.

Weiter ging es dann gleich gestern Abend auf der langen Open Air Rocknacht in Winsen. Auftreten sollte u.a. auch Nena und weil Nena ja auch mal Kinderalben gemacht hat, hatten nun so einige Eltern ihre Kinder mitgebracht. Ob das man so'ne gute Idee ist? War's dann irgendwie nicht, denn sämtlich Eltern mußten schon beim ersten Lied feststellen, dass Rockmusik laut ist (eine kleine Anmerkung - das was Nena live spielt hat recht wenig mit den Radioversionen gemein), und dass kleine Kinder in einer Menge tanzender, singender und springender Erwachsener nicht so wahnsinnig gut aufgehoben sind. Nennt mich besserwisserisch, aber ganz ehrlich, das hätte man sich doch vorher denken können, oder?

Unverständlich fand ich auch die 3 Raucher in meinem Umkreis, die sich doch tatsächlich bei den Unstehenden beschwert haben, dass diese nicht so viel tanzen und springen sollen, das wäre ja doch recht gefährlich, wegen ihrer brennenden Zigaretten. Bitte? Jetzt mal ganz ehrlich, neben der Tatsache, dass Rauchen in einer großen Menschenmenge ungefähr so höflich ist, wie Pupsen in Fahrstühlen, wie kommt man bitte auf die Idee, den Besuchern eines Rockkonzertes mit Stehplätzen das Tanzen und Springen zu verbieten???

Heute Nachmittag hatte ich dann noch ein tolles Erlebnis aus der Kategorie "Menschen, Tiere, Mißverständnisse". Schauplatz: Der Kreidebergsee; ein idyllischer kleiner See hier in Lüneburg. Vogelschutzgebiet, wie ich vielleicht noch dazu sagen sollte. J und ich haben das schöne Wetter genutzt, einen kleinen Bummel zum See gemacht und uns da gemütlich auf einem großen Stein nierdergelassen. Plötzlich tauchen 2 Muttis mit ihren Kinderwagen auf und lassen sich ca. 1 m neben uns nieder, denn die restlichen 800 m² Rasenflächen sind ja auch langweilig und doof. Die Kinder werden aus ihren Buggies befreit, die Muttis ziehen Brot aus 2 Brottüten aus ihren Taschen und beginnen die Enten damit zu bewerfen. Wie? Sorry, aber Leute, die ganze Brotscheiben schmeißen, füttern in meinen Augen nicht, die bewerfen! Und während sie das tun, unterhalten sie sich darüber, dass sie beim letzten mal, als sie am Kreidebergsee Enten füttern waren, ja so ganz gemein von dem dort lebenden Schwan angegriffen wurden. Ich horche auf und frage mich im Stillen, was die beiden wohl denken läßt, dass es dieses mal nicht wieder passieren wird. Denn besagt Schwan steht nur ca. 20 m von uns entfernt.
Und richtig, der King of Kreidebergsee, ein echter Koloss aus der Gattung der Höckerschwäne, sieht die mampfenden Enten und beginnt zielsicher von hinten auf Mutti 1 zuzuwatscheln. Die beginnt etwas hektischer ihr Brot unter den Enten zu verteilen, während die Kinder schon mal langsam den Rückzug antreten, was ich ganz gut verstehen kann. Ich würde schließlich auch abhauen, wenn ein schlechtgelaunter Vogel, der Problemlos über mich rüberkucken kann, auf mich zuwalzt. Und nun kommt es, wie es kommen muß, die Kinder schieben Panik, die Muttis versuchen die Kinder davon zu überzeugen, dass der Schwan ganz lieb ist, während sie gleichzeitig hektisch den Rückzug antreten und ich - ich sitze da und amüsier mich. Allerdings nur so lange, bis der Schwan beschließt, dass ich auch zur Truppe gehöre und anfängt, mich ins Bein zu zwicken *. Insofern treten wir dann mal gemeinsam mit dem Rest den Rückzug an und erkläre den lamentierenden Frauen, dass der Schwan nicht böse, gemein und gefährlich ist, sondern sich einfach nur verhält, wie wildlebenden Schwäne sich nun mal verhalten (ja, echte Tiere verhalten sich nun mal nicht, wie WAlt DIsney uns das mit seinem vielen schönen Zeichentrickfilmen glauben machen wollte). Und in einem Vogelschtzgebiet darf er das sogar. Sie hören mir sogar zu, aber ganz ehrlich? Ich bin fast bereit darauf zu wetten, dass die beiden nächstes Wochenende wieder mit ihren Kindern dort hinfahren werden, um die Enten zu füttern. Denn der Schwan hat sich falsch verhalten, nicht sie.

Kann mir mal einer die Menschen erklären?

*Ja, kleine Sünden bestraft der liebe Gott gleich.

Sonntag, August 10, 2008

muß nähen, muß Stofftruhen leer kriegen

Uff, am 13.September und am 18.Oktober kommt der Holländische Stoffmarkt wieder nach Hamburg und ich habe doch noch nicht mal die Stoffe vom letzten mal verbraucht. Ich schätze, ich sollte mich schnellstens an die Nähmaschine setzen, damit ich bis dahin wieder Platz habe.

Singing in the rain

Gestern Abend beim Beobachten einer Gruppe singender Junggesellenabschiedler mal wieder festgestellt, daß grundsätzlich die mit dem wenigstens musikalischen Talent die lauteste Stimme haben. Ich gestehe, manchmal habe ich Tagträume die Supersoaker und Wasserbomben beinhalten. ;-)

Freitag, August 08, 2008

Ganz spontan vergreist

Heute Abend im Zug: neben mir sitzt ein jüngeres Pärchen und unterhält sich lautstark über seinen Bekanntenkreis.

Er: Und, wie alt hättest du die XXX geschätzt?
Sie: Na, so mindestens 30 bis 31.
Er: Ja, hätte ich jetzt auch, die sieht ja echt schon total alt aus. Die hat hier und hier (er zeigt auf seine Augen- und Mundwinkel) auch schon superviele Falten.
Sie:Ich hab' die wirklich für über 30 gehalten, dabei soll sie erst 26 sein. Hoffentlich sehe ich in dem Alter nicht so aus.

Um das Klischee der meckernden Alten dann lieber nicht zu erfüllen, habe ich mich zusammengerissen, meinen Mund gehalten und stumm das greise Haupt in meinem Buch vergraben.
So langsam verstehe ich, warum die anderen Pendler einen IPod haben.

Mittwoch, August 06, 2008

von Ärzten und Mensch..äähhh, Patienten

Da ich seit ein paar Monaten ja nicht nur hier im Blog, sondern auch bei meinem Orthopäden über Rückenschmerzen jammere, hat dieser mich endlich, vermutlich weil er das Genöhle satt hat, zu zwei Kollegen überwiesen, mit der Bedingung, dass ich erst wiederkomme, wenn ein MRT und ein EMG gemacht wurden.
Da mir die MRT-Untersuchung vorher als relativ ätzend beschrieben wurde, war ich schon ein bisschen nervös was mich so erwartet. In der Praxis ist es dann aber sehr nett und locker und die Ärztin fragt mich erst mal, wo ich denn mein T-Shirt her hätte, das sei cool. Dann klären wir noch alles Medizinische ab und danach darf ich auf eine sehr gemütlich Bahre klettern, wo ich mehr oder minder fest fixiert werde, damit ich mich während der Untersuchung nicht zu doll bewegen kann.
Ehe es losgeht, drückt mir die Arzthelferin noch einen kleinen Ballon in die Hand mit den Hinweis, dass das eine Notfallklingel sei, bei dem Lärm könne man mich nämlich nicht hören. Und dann werde ich auch schon in eine weiße Metallröhre geschoben. In eine verdammt enge weiße Metallröhre, deren Decke nur ca. 10 am über meiner Nase hängt. Und so langsam kommt mir der Gedanke, dass ich zwei Minuten früher, als wir noch über T-Shirts geplaudert haben, vielleicht lieber hätte erwähnen sollen, dass ich ein nicht ganz so klitzekleines Klaustrophobieproblem habe. Aber wie heißt es doch If you were waiting for the opportune moment, that was it!
Ok, nur nicht nervös werden – realistisch und analytisch denken, die Situation zusammenfassen: ich liege festgeschnallt in einem superengen Raum und niemand kann mein Schreien hören, wenn es ein Problem gibt. Maaaaaami!
Der letzte Rest meiner Würde bewahrt mich dann glücklicherweise davor, noch vor Beginn die Notfallklingel zu drücken und ich beschließe, erst mal die Augen zuzumachen, damit ich das Elend zumindest nicht mehr sehen muss. Und so schlimm kann es ja nicht werden; ich muss lediglich 20 Minuten lang ganz gemütlich bewegungslos herumlungern, etwas, was ich damals im Lateinunterricht bei Hr. Dr. M. schließlich oft doppelt so lange durchgehalten habe. Und, positiv denken, diesmal darf ich dabei sogar die Augen zumachen.
Allerdings reiße ich die bei Beginn dann gleich wieder auf, da ich mich plötzlich akustisch gesehen in einem Computerballerspiel wiederfinde. Von wegen „Klopfgeräusche“, das Ding klingt original wie ein Command & Conquer Maschinengewehr – und zwar wie ein extrem laut gestelltes aus extrem schlechten Boxen. Das finde ich am Anfang erst mal ganz witzig, denn ich stelle mir einfach vor, neben einem großen Computer zu liegen.
10 Minuten später geht es mir dann allerdings nur noch auf die Nerven und auch die Liege wird seltsamerweise immer unbequemer. Noch 5 Minuten später frage ich mich, wie ich das Teil auch nur eine Sekunde gemütlich finden konnte und will einfach nur noch aufstehen und verschwinden. Geht aber nicht, weil enge Röhre und fixiert; also harre ich brav bis zum Ende aus und bekomme dann ein paar Bilder in die Hand gedrückt, die entweder meine Wirbelsäule oder auch „the most ugliest worm from outer space“ zeigen. Ist mir aber egal, ich will nur noch raus.

Nach dieser Erfahrung bin ich auf das EMG dann doppelt gespannt; eine Freundin erzählt mir, dass man mir da Nadeln in den Arm pieken würde um die Reaktion meiner Nerven zu messen. Ist ja kein Problem für mich, die letzten Nadeln habe ich schließlich auch gut überstanden. Ist doch Kinderleicht!
In der Praxis erwartet mich dann aber eine Überraschung. Eine sehr nette Sprechstundenhilfe beklebt mich mit ein paar Sensoren und teilt mir dann strahlend mit, dass sie mir gleich ein paar Stromstöße verpassen würde. Auf mein etwas irritiertes „ach, tun sie das?“ kriege ich zu hören, das sei gar nicht schlimm und würde nicht weh tun. Also sitze ich gottergeben da und frage mich, wie zum Henker ich da bloß rein geraten bin: erst foltert man mich mit Nadeln, dann sperrt man mich in eine enge Röhre und schlussendlich soll ich kleine Elektroschocks kriegen. Aber gut, ich mache ja (fast) jeden Blödsinn mit und wenn's denn schön...äh...gesund macht......
Immerhin sind die Stromstöße tatsächlich nicht schlimm, wenn auch verdammt merkwürdig. Allerdings nicht halb so merkwürdig wie der Arzt zu dem ich dann gleich ins Sprechzimmer darf. Dieser stellt mir in bestem FBI-Verhör-Ton eine Reihe von Fragen, unterbricht mich dann aber bei jeder meiner Antworten und kuckt dabei die ganze Zeit starr an mir vorbei. Als er mir dann auch noch die Frage stellt „nur kribbel kribbel oder auch aua“ (O-Ton!) steht für mich fest: der Typ hat nicht mehr alle Dosen im Sixpack!
Wenigstens erklärt mir die nette Sprechstundenhilfe dann hinterher, was das Untersuchungsergebnis genau bedeutet und wie es nun weitergeht. Und dass ich in zwei Monaten wiederkommen soll. Was das dann wohl wird?

Samstag, August 02, 2008

Yummi

An dieser Stelle mal ein Lob an den Erfinder der Blaubeeren: sehr lecker geworden!

( Nur leider immer viel zu schnell alle)

Donnerstag, Juli 31, 2008

Ups

Es ist heiß hier in Lüneburg! In meinen Augen sogar viel zu heiß; in den letzten Tagen brauchte ich nur aus dem Fenster kucken und konnte meinen Blümchen auf der Dachterrasse quasi beim Sterben zusehen. Um diesem Vorgang ein Ende zu setzen, habe ich heute Abend vor lauter Verzweiflung den Gartenschlauch rausgeholt und großzügig Wasser in die vielen Töpfe verteilt. Mit recht überraschendem Nebeneffekt, denn blöderweise hatte sich das kleine schwarze Katzenmädchen hinter mir rausgeschlichen und ihren Lieblingsplatz hinter dem Camelientopf eingenommen. Und ich habe dann.... na den Rest der Geschichte könnt ihr euch denken.

Ich schätze, es wird eine Menge Thunfisch brauchen, bis sie mir das wieder verziehen hat *beschämt wegschleich*.

Montag, Juli 28, 2008

Dieser Tag ist nicht mein Tag

Gestern noch meinen letzten Urlaubstag genossen: im Wald spazieren gegangen, Eis gegessen, Abends noch ein bißchen auf der Terrasse gelegen und mich dabei richtig gut gefühlt.
Und heute dann den halben Tag damit verbracht wilde Flüche zu verhängen und den Bau von Voodoo-Puppen ganz ernsthaft in Betracht zu ziehen. Schon faszinierend, daß es nur einen Arbeitstag braucht um die Erholung von 3 Wochen Urlaub erst einmal zu ruinieren.

Mittwoch, Juli 23, 2008

Hurra, hurra - der Kobold mit dem roten Haar...

Habe den Tag gestern spontan zum "red-Hair-Day" gemacht.

Dienstag, Juli 15, 2008

Ganz spinnerter Merksatz

Mindestens 100 mal zu wiederholen, damit er auch sitzt!

Ich soll eingefangene Spinnen nicht mehr aus den vorderen Fenstern entsorgen, denn ich wohne jetzt in einer Fußgängerzone.

Ich soll eingefangene Spinnen nicht mehr aus den vorderen Fenstern entsorgen, denn ich wohne jetzt in einer Fußgängerzone.

Ich soll eingefangene Spinnen nicht mehr aus den vorderen Fenstern entsorgen, denn ich wohne jetzt in einer Fußgängerzone.

Ich soll eingefangene Spinnen nicht mehr aus den vorderen Fenstern entsorgen, denn ich wohne jetzt in einer Fußgängerzone.

Ich soll eingefangene ..........

Sonntag, Juli 13, 2008

das Wochenende in Stichworten

- lange geschlafen
- über den Wochenmarkt gebummelt
- mich über das komische Wetter geärgert
- Besuch von netten Freunden bekommen
- einen Spieleabend gemacht, gnadenlos bei Zombies!!!4:Höllenhunde versagt
- Spargel gegessen
- einer Horde Kinder in der Heiligengeiststraße bei einer Schneeballschlacht zugesehen
- Am Sande ein Eis gegessen

Freitag, Juli 11, 2008

endlich mal wieder Kino

Gestern Abend habe ich es endlich nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder geschafft ins Kino zu gehen. Gesehen habe ich Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, denn die drei alten Filme mag ich sehr und ich dachte mir, daß der neue Teil nicht zu schlecht werden kann.
Ich gestehe, so ganz überzeugt hat mich der Film dann leider doch nicht; irgendwie hatte ich zwischenzeitlich doch arg das Gefühl, daß da hin und wieder jemand mit einer großen Universalfernbedienung in ein anderes Programm gezappt hat; zu Tarzan, zur Mumie II oder auch Akte X- oder Phase IV-Assoziationen kamen auf. Aber wenigstens gab es auch ein paar ganz klassische Indy-Verfolgungsjagden und -Wortgefechte, so daß es alles in allem doch Spaß gemacht hat.
Ein paar nette Filmvorschauen gab es auch, so daß ich mir gleich mal eine kleine "To-See-List" angelegt habe:

- Hancock, Start 03.07.2008
- Akte X - Jenseits der Wahrheit, Start 24.07.2008
- Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia, Start 31.07.2008
- Die Mumie - das Grabmal des Drachenkaisers, Start 07.08.2008
- Batman - The Dark Knight, Start 21.08.2008

Montag, Juli 07, 2008

slow down, relax, take it easy

Montag Morgen, 10.00 Uhr, mein erster Urlaubstag und ich habe bereits eine Wäsche gewaschen, die Rückseite der Küchenzeile, sowie den Torbogen im Flur neu gestrichen und gleich alles wieder aufgeräumt. Ich schätze, das heißt es wird noch ein bißchen dauern, bis ich soweit in Urlaubsstimmung bin, daß ich endlich abschalten kann.

Sonntag, Juli 06, 2008

Ich bin ein Tisch

Bisher habe ich mich ja ganz erfolgreich um diese ganzen Internet-Tests herumgedrückt, aber diesen Namensgenerator hier finde ich irgendwie niedlich.



(gefunden via Kikandrun )

Reminiszenzen eines Nadelkissen

Im April hatte Britta darum gebeten, ich möge doch mal schreiben, wie meine Akupunkturbehandlung gelaufen ist und ob sie schlussendlich Erfolg hatte. Wenn ich ehrlich bin, tue ich mich ein wenig schwer mit der Antwort.
Zunächst mal: beim Setzen der Nadeln verspürt man wirklich nur einen kleinen Piekser und danach merkt man die Dinger schon (fast) nicht mehr. Ich kam mir lediglich ein bisschen blöde in meiner Rolle als Nadelkissen vor und habe zwei Hämatome davongetragen. Die Nebenwirkungen der Behandlung waren also wirklich verschmerzbar.

Was den Effekt betrifft, ist die Sache leider nicht so eindeutig. Ab der 4. Behandlung ging es mir eine zeitlang tatsächlich besser, ich war für ein paar Tage sogar komplett schmerzfrei. Ob das aber nun an der Akupunktur oder der allgemeinen Schonung lag, kann ich nicht so genau sagen. Auf jeden Fall haben sich die Schmerzen wieder massiv verschlimmert, als ich an meinen neuen Arbeitsplatz gewechselt bin und seitdem auch nicht wieder aufgehört. Hin und wieder sind sie zwar gedämpfter, aber wirklich weg waren sie seit Wochen nicht; eine Tatsache die mich ehrlich gesagt so langsam etwas unleidig werden lässt.
Und da mein Arzt leider weder etwas gegen die Schmerzen tun konnte, noch in irgendeiner Art und Weise versucht hat herauszufinden, wo ihr Ursprung liegt, habe ich jetzt in letzter Konsequenz den Orthopäden gewechselt und hoffe, dass sein Nachfolger erfolgreicher ist. Bisher habe ich immerhin einen ganz guten Eindruck.

Was nun aber die Akupunktur betrifft, um mal wieder zum Anfangsthema dieses Posts zurückzukommen, die würde ich schon empfehlen. Denn sie kann wirken (auch wenn man nicht dran glaubt), kostet nichts und ist vor allem (fast) nebenwirkungsfrei, was man von vielen anderen Heilmethoden ja nicht unbedingt behaupten kann. Und außerdem kann sie das Leben um ein paar skurrile Erfahrungen bereichern und allein das sollte es doch wert sein. ;-)

Samstag, Juli 05, 2008

geschafft

Keine Termine, keine Verpflichtungen, keine Arbeit - einfach nur 3 Wochen Urlaub. Yeah!

Mittwoch, Juni 25, 2008

'Tschlaaand ...'Tschlaaand

Da überlege ich noch auf der Rückfahrt, daß ich ja heute vielleicht doch mal so ganz gegen meine Gewohnheit Fußball kucken sollte - und schwupps stellen mir die Wirte von gegenüber eine Riesenleinwand vor's Fenster. Ehrlich Leute, das wär doch nicht nötig gewesen *eingerührtesTränchenwegwisch*!

Dienstag, Juni 24, 2008

Frisch geliftet

Ich muss ganz ehrlich zugeben, die Falten haben mich von Anfang an gestört. Bei anderen hätte ich da komischerweise gar nicht so drauf geachtet, aber bei sich selbst ist man ja immer ein bisschen kritischer. Irgendwie hatte ich mir das halt anders vorgestellt.
Diejenigen in meinem Freundeskreis, die ich drauf angesprochen hatte, meinten, sie wüssten gar nicht, was ich hätte, man würde doch gar nichts sehen. Aber das Problem war wirklich da – ich habe es gesehen! Und zwar deutlich!

Ich habe dann lange überlegt, was ich machen kann. Nachdem ich aber allein zu keiner Lösung gekommen bin, habe ich einfach mal Bilder von der Misere ins Internet gestellt und um Hilfe und Rat gebeten. Und prompt haben sich ganz viele nette Leute gemeldet und mir Tipps gegeben:
hier ein bisschen was wegschneiden, da ein bisschen straff ziehen und festnähen und vielleicht noch ein kleines bisschen was verstärken. Und schon wäre alles glatter.
Ich gebe zu, ich habe dann noch ein paar Tage länger gegrübelt, ob ich da wirklich Lust drauf hätte, oder ob ich es lieber sein lassen und mit den Falten leben soll. Aber ein nochmaliger Blick in den Spiegel hat mir gezeigt – es geht so einfach nicht und schlimmer kann’s ja nicht werden.

Also hab ich’s gemacht und es war gar nicht so dramatisch. Hat nur ungefähr 2 Stunden gedauert und das Ergebnis ist eigentlich ganz ok. Gut, wenn ich ehrlich bin, hätte es noch ein bisschen glatter werden können, aber besser als vorher ist es allemal. Obenrum ist jetzt ein bißchen was weggeschnitten, an zwei Stellen wurde was eingesetzt und insgesamt ist alles jetzt straffer gezogen. Nicht zu viel, aber halt schon so, daß es besser aussieht. Oder?

Nachher-Foto




Jawoll, ich habe mich tatsächlich noch mal an das faltige Bordenauer Tarnkorsett gesetzt und es, dank der Tipps einiger Foren-Mädels ist es tatsächlich ein bißchen glatter geworden. Vielen Dank nochmal!

Samstag, Juni 21, 2008

Habt Mitleid mit den Männern

Ganz ehrlich, gibt es einen entwürdigenderen Anblick als einen Mann, der von seiner Freundin gezwungen wird ihr rosa Minihandtäschchen zu tragen?

(Und was war so Schweres in der winzigen Tasche, daß sie es nicht selber nehmen konnte? Bleierne Lippenstifte?)

Donnerstag, Juni 19, 2008

Mathe am Morgen

Gestern morgen in der Bahn. Da ich zum Lesen zu müde war, habe ich mich einfach in meinen Sitz gekuschelt (ja, ich weiß, an sich sind die Worte Kuscheln und Metronomsitze ein Oxymoron) und dem Gespräch der beiden Mädels vor mir zugehört. Das gehört sich natürlich nicht, aber erstens was mir das um 5.30 Uhr ziemlich egal und zweitens hätte ich sonst, um wegzuhören, das Abteil verlassen müssen.
Thema war die Geschenkidee für ein befreundetes Pärchen, beide offenbar Weinliebhaber.

M1: ...und dann besorgt jeder eine Flasche seines Lieblingsweines und gestaltet dazu eine ganz persönlich Karte.
M2: Coole Idee, die werden sich riesig freuen. Und wie machen das Paare, schenken die dann zwei Flaschen?
M1: Ne, die schenken dann auch nur eine zusammen.
M2: Hmmm, meinst du dann, das da genügend zusammen kommt?
M1: Ach klar! Es haben sie 50 Leute angemeldet und selbst wenn es alles Paare wären, würden wir immer noch 35 Flaschen zusammenkriegen.
M2: Stimmt auch wieder.
Ich: .....................?????????????

(Tja, jetzt weiß ich, wie es zu den PISA-Ergebnissen kam)

Sonntag, Juni 15, 2008

Wer hat an der Uhr gedreht..

Absolut unglaublich, heute vor genau 6 Monaten war unser Umzug nach Lüneburg. Und auch wenn in der Zwischenzeit ewig viel passiert ist, kommt es mir trotzdem noch nicht so lang vor. War es nicht erst vorletzte Woche, daß ich mich gefreut habe, daß wir nur noch einen einzigen Karton auszupacken haben ? Aber nein, der Kalender bleibt mit sturer Hartnäckigkeit bei seiner Behauptung.
Also muß ich es wohl akzeptieren und mir lieber noch mal in Ruhe vor Augen führen, was ich in diesem halben Jahr alles getan und geschafft habe. Hmmmm, ich glaube, das ist ein Glas Rotwein wert.

Prost!

Donnerstag, Juni 12, 2008

Obst ist gesund

Der Kühlschrank zeigt wieder erste Mangelerscheinungen und so begebe ich mich denn nach der Arbeit schnurstraks zu Feinkost Albrecht , um dort das ein oder anderen Leckerli zu erwerben. Wie immer ist der Laden zur Feierabendzeit ziemlich voll - und wie immer besteht der Hauptanteil der KäuferInnen aus nett aussehenden alten Omis.
Während ich im Geiste noch den zu Hause liegenden Einkaufszettel zu rekonstruieren versuche, werde ich plötzlich von meinem Unterbewusstsein unterbrochen, das links vorne günstige Ananas erspäht hat. Die stand zwar definitiv nicht auf dem Zettel, aber was soll’s - Einkaufszettel sind eh nur so etwas wie freundlich gemeinte....Richtlinien (eine Tatsache, die Männer einfach nicht verstehen wollen).
Leider wird mein Obsterwerb aber erst einmal rüde durch eine kleine Oma ausgebremst, die ihren Einkaufswagen direkt vor dem Ananaskarton geparkt hat um in Ruhe die danebenliegenden Äpfel begutachten und befühlen zu können. Und zwar alle die da sind! Ganz ausführlich!
Geduldig warte ich ein Weilchen, sehe dann aber, dass ich mich ja auch einfach kurz rechts an ihr vorbeiquetschen und zugreifen könnte. Leider wird dieser Plan durch eine zweite nett aussehende Omi vereitelt, die es auf die Nektarinen abgesehen hat und von rechts kommt. Triumphierend stellt sie ihren Wagen genau vor diesen ab, so dass ihr niemand welche vor der Nase wegschnappen kann. Ein genialer Plan! Dumm nur, dass sie sich jetzt selbst auch den Weg versperrt hat. Ihr Ratlosigkeit ist aber nur von kurzer Dauer. Beherzt wirft sie sich quer über ihren abgestellten Wagen, strampelt dabei ein bisschen mit den Beinen und angelt nach den Nektarinen. Ein Bild für die Götter und für eine Weile vergessen wir Umstehenden, wozu wir eigentlich hergekommen sind. Nach einer Weile bemerkt die Dame dann allerdings unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, lässt sich wieder auf den Boden zurück und geht beschämt mit ihrem Wagen ein kleines Stück zu Seite.
Das ist meine Chance! Blitzschnell wuppe ich in die entstandene Lücke und greife mir eine Ananas. Doch während ich da hocke, höre ich plötzlich ein seltsam kollerndes Geräusch von oben. „Apfel-Omi“ von links hat ihr Interesse inzwischen den Galiamelonen zugewandt, und weil sie an die von ihrer seitlichen Position aus so schlecht an die hinteren rankommt, hat sie nun einfach den Karton auf die Seite gekippt und sieht mit Begeisterung zu, wie die letzten 2 Melonen auf den Regalrand zukullern. Ich persönlich sehe das mit viel weniger Begeisterung, denn wenn sie es nicht schafft die Dinger rechtzeitig aufzuhalten, dürfte zumindest eine von beiden ziemlich genau auf meinem Kopf landen. Und je nach Reifegrad........autsch! Also suche ich panisch nach einer Ausweichmöglichkeit, doch keine Chance. Links von mir steht eine strahlende Oma, die ihre Hände willkommenheißend den sich nähernden Melonen entgegenstreckt, hinter mir steht plötzlich der Einkaufswagen einer jungen Frau, die die Erdbeerschalen durchwühlt und rechts ist „Nektarinen-Oma“ mit ihrem Wagen. . Die Lage scheint hoffnungslos. Doch plötzlich entsteht eine kleine Lücke, ich springe nach hinten und sehe japsend zu, wie „Apfel-Oma“ die beiden Melonen gekonnt auffängt. Bravo!
Nachdem das nun überstanden ist, orientiere ich mich erst mal und suche meinen Wagen, gut zu erkennen an meiner Tasche, von dem ich mich mittlerweile ein ganzes Stück entfernt habe. Ja, ich weiß, man soll seine Tasche nicht im Wagen lassen, aber für den Moment ist mir das herzlich egal. Erstens sind die Lüneburger ehrliche Menschen und zweitens habe ich in der Hand eine 3 Pfund schwere Flugananas und genügend Adrenalin im Blut, um diese im Bedarfsfall auch zielgerichtet einzusetzen.
Der Rest meines Einkaufes verläuft dann aber friedlich und die Ananas kann im Wagen bleiben; nur dummerweise muss ich dann zu Hause feststellen, dass ich leider doch so einiges vergessen habe und morgen noch mal los muss. Na ja – immerhin kann ich dann die Obstabeilung links liegen lassen.

Dienstag, Juni 10, 2008

Blogeintrag für Dirk

Irgendwie bin ich mir sicher, daß du den Spruch hier gut finden wirst. ;-)

(link gefunden via Anke Groener)

Sonntag, Juni 08, 2008

Forentreffen auf dem Holländischen Stoffmarkt

Wir kamen, wir sahen, wir kauften!
(die Rückbank war auch voll)

Freitag, Juni 06, 2008

Trigger

Massenhysterie ist, wenn man aufgrund der derzeitigen Schlagzeilen bezüglich der drohenden Milchknapptheit losgeht und sich einen kleinen Vorrat Milch zulegt, obwohl mal eine Lactoseintoleranz hat.

Montag, Juni 02, 2008

tückische Winde

Ventilatoren sind bei diesem Wetter toll!
Mein Brot beim Surfen vor dem Rechner zu futtern ist auch toll!
Das vollgekrümelte Brett dann am Ventilator vorbei in die Küche zu tragen ist......ähm......weniger toll.

Ich glaube, ich geh mal den Staubsauger holen.

Donnerstag, Mai 29, 2008

Sag mir wo die Tinte ist, wo ist sie geblieben?

Steuererklärung fertig gemacht, abgeschickt: Druckerpatrone leer! Dabei war die grad noch halb voll. Haben die Dinger etwa einen Dramasensor, der im unpassendsten Moment zu einer spontanen Druckerpatronenentleerung führt? Falls ja, wohin verschwindet die Tinte? In irgendein kosmisches Auffangbecken? Oder materialisiert sie sich wieder in einem geheimen Tank auf den nur die Hersteller Zugriff haben, die das Zeug dann ein weiteres mal für teueres Geld an uns verkaufen können?
Wie?
Nein, ich bin icht hysterisch......immerhin habe ich ja noch zwei Tage *irregrins*.

(Steuererklärungen sind sowas von doof!)

Dienstag, Mai 20, 2008

Was guckst du?

People of Lueneburg, little Kitty is watching you!

Pookah hat die Fenster zur Fußgängerzone für sich entdeckt, denn seit das Wetter so schön ist, gibt es da eine Menge zu sehen. Wie eine Rentnerin in Kittelschürze hängt sie dann auf dem Fensterbrett und es fehlt nur das obligatorische Kissen, das sie zum Aufstützen der Vorderpfötchen hinlegt. Hin und wieder setzt sich auch Tabs dazu; dann stecken die beiden die Köpfe zusammen und man sieht richtig, wie sie wie zwei alte Tratschweiber über die Vorbeiflanierenden lästern:

"Hey, hast du die mit dem doofen Hund und dem watschelnden Gang gesehen? Ich dachte ja schon unsere Menschen sind unelegant....."

Mittwoch, Mai 14, 2008

Vorfreude

Morgen Abend ist es endlich soweit; gestern habe ich spontan den Termin gemacht und nun kann ich es gar nicht erwarten. Wenn ich ehrlich bin, am liebsten wäre ich schon heute hin; aber das ging leider wegen eines anderen Termins nicht (der dann auf die letzten Minute abgesagt wurde).
Aber morgen ist es ja soweit und ich bin soooo happy. Ich konnte die halbe Nacht schon nicht schlafen und ich schätze, daß es diese Nacht genauso wird. Aber das halte ich schon aus.

Und so heißt es nur noch einmal wachwerden

.
.
.

und noch einmal arbeiten

.
.
.

und dann

.
.
.

kann ich endlich zu meinem Zahnarzt, der hoffentlich irgendetwas gegen diese Schmerzen tun kann, die mich seit Tagen in den Wahnsinn treiben. *jammer* Ich glaube, ich brauche noch 'ne Ibuprofen.

(wenn mir mal einer gesagt hätte, daß ich mich auf einen Zahnarztbesuch freue, hätte ich den für verrückt gehalten)

Sonntag, Mai 11, 2008

Geiz ist ungeil!

Sehr geehrtes Raum-Zeit-Kontinuum!

Falls es nicht zu viele Umstände macht, würde ich mich gestern Morgen doch lieber für den teureren und vor allem vorgeschälten Spargel vom Markstand hinten rechts entschieden haben. Ich bitte um eine möglichst zeitnahe Korrektur.


Mit freundlichen Grüßen,
Birgit S.

Hitzefrei

Es ist Feiertag, die Sonne scheint als würde sie dafür bezahlt, ganz Lüneburg sitzt in irgendwelchen Straßencafes und bruncht und ich - ich werde mich gleich wieder auf die Dachterrasse verkrümeln und mich dem allgemeinen Nichtstun anschließen! :o)



Mittwoch, Mai 07, 2008

Early Morning Wake up Call

Eine Woche ist es jetzt her, daß man meine kleine Bibliothek geschlossen und mich ins Archiv versetzt hat, wo man um 6.30 Uhr anfängt zu arbeiten. Was für mich im Klartext heißt: Aufstehen um 4.30 Uhr! Eine Uhrzeit, die in meinen Augen gegen die Genfer Konventionen verstößt und die auch nicht unbedingt meine besten Seiten zum Vorschein bringt.
An den ersten zwei Tagen konnte mein Körper es absolut nicht fassen, daß er um 4.30 Uhr wach werden und funktionieren sollte. Ähnlich fassungslos war übrigens auch Pookah, die mich mit erschreckt-erstauntem Blick anstarrte, als ich um 4.30 Uhr aus dem Schlafzimmer gewankt kam. Sie hat es nicht mal geschafft zu schnurren, als ich ihr den Rücken gewuschelt habe, obwohl ihr kleiner innerer Motor normalerweise schon anspringt, wenn man sich auf 1 1/2 m Entfernung nähert (Bewegungsmelder???). Wobei....na ja, das was mir da im Spiegel entgegengeblickt hat, hätte ich auch nicht angeschnurrt.
In der Küche habe ich dann den Wasserkocher angeschaltet, ohne Wasser einzufüllen und beim Anziehen der Schuhe mußte ich feststellen, daß ich 2 unterschiedliche Socken anhabe. Ein toller Start in den neuen Job! Zum Glück sind die neuen Kolleginnen alle sehr nett und verständnisvoll und haben auch nichts dazu gesagt, daß ich heute auf der Suche nach einer 2000er Akte im 2002er-Regal rumgeirrt bin. Ob ich mir ein "normalerweise kann ich lesen"-Schirt drucken lassen sollte?
Na ja, vielleicht kommt ja doch irgendwann der Moment, wo ich mich an die Zeit gewöhnt habe.......oder zumindest vor lauter Schlafmangel euphorisch werde. Dann bin ich zwar immer noch dauermüde, habe aber wenigstens Spaß dabei.

Sonntag, April 27, 2008

getarnte Figur

So, heute gibt es endlich Bilder vom Bordenauer-Tarn-Korsett, das zwar superbequem geworden ist, aber leider mehr Falten wirft als Jopi Hesters Gesicht. Sollte das die Rache für die nicht versäuberten Kanten sein? Wenn ja, bitte ich untertänigst um Verzeihung und verspreche, das nächste mal wieder ganz brav die Kanten zu versäubern. ;o)



Samstag, April 26, 2008

Tschernobyl - 26.04.1986

Die GMX-Nachrichten haben mich daran erinnert, daß die Katastrophe von Tschernobyl nun mittlerweile auf den Tag genau 22 Jahre her ist. Anlässlich dieses "Jahrestages", möchte ich einen alten link rauskramen; es ist die Seite einer jungen Ukrainerin, die mehrere Fahrten durch die "Chernobyl Dead Zone" unternommen und fotografisch festgehalten hat, wie es dort inzwischen aussieht.
Ghost Town
Ich finde die Bilder gleichzeitig erschreckend und faszinierend; ein real gewordener Endzeitfilm ohne Helden und ohne Aussicht auf ein Happy End. Denn auch wenn der Vorfall gefühlt eine Ewigkeit her ist, ist für die betroffene Zone die Normalität noch nicht einmal weit entfernt in Sicht. Und wenn man sich überlegt, daß es seitdem durchaus immer wieder kleinere Vor- und Störfälle (in Deutschland) gegeben hat, sind die Bilder doppelt bedrückend.
An das Jahr des Störfalls kann ich mich kaum noch erinnern, ich war zu dem Zeitpunkt noch in der Grundschule und weiß eigentlich nur, daß unsere Lehrerinnen ständig in heller Panik waren und wir nicht mehr in den Pausen draussen spielen durften. Meine Eltern waren relativ ruhig, haben in dem Jahr allerdings das Gartengemüse nicht gegessen, sondern komplett entsorgt. Und alle haben am Anfang immer vermieden in den Regen zu kommen, weil es vom Regen immer hieß, er würde die Strahlung mitbringen. Ich selbst konnte mir gar nicht so richtig vorstellen, daß irgendetwas, das so weit weg passiert war, überhaupt einen Einfluß auf uns haben könnte. Das Bewußtsein dafür kam erst später, als diverse Lehrer (auch später im Gymnasium) dieses Thema zu ihrem Unterrichtsfach gemacht und entsprechenende Bücher, Filme und Artikel mit uns durchgenommen haben. Ob das heute immer noch gemacht wird? Oder ist die Thematik mittlerweile "out"?

Donnerstag, April 24, 2008

Sonntag, April 20, 2008

eine kurze Durchsage

Achtung!
Der Besitzer des falsch abgestellten Erkältungsvirus' mit dem amlichen Kennzeichen SN-ÖF-0815 wird dringend gebeten seinen Schnupfen endlich wieder zu entfernen; er stört!

Freitag, April 18, 2008

Sorry, couldn't resist

Und ich schlafe in der Dusche,
weil die Dusche zu mir hält.
Sie ist der einzige Freund,
den ich noch habe auf der Welt.

Ja ich schlafe in der Dusche,
nur die Dusche ist normal
............

(Farin Urlaub:Dusche)

Mittwoch, April 16, 2008

Sind wir nicht alle ein bißchen Bordenau?*

Letztes Wochenende war es endlich soweit, das lang erwartetet zweite Nähtreffen in Bordenau fand endlich statt und nachdem schon Treffen Nummer 1 im letzten Jahr so klasse war, war ich natürlich sofort wieder dabei. Im Gepäck hatte ich alle Zutaten für ein Korsett und dazu noch eine Menge andere Stoffe, falls es aus irgendeinem Grund langweilig werden würde. Die sind(natürlich) alle wieder unzerschnitten mit nach Hause gewandert, denn auch dieser Nähtreff war wieder absolut genial, witzig, lehrreich, interessant und rundum nett und zum Langweilen war da weder die Zeit noch die Gelegenheit.
Statt mich gleich Freitag, wie im letzten Jahr, auch meine Stoffe zu stürzen, habe ich den ersten Abend erst mal ganz gemütlich zum Quatschen, Essen, mehr Quatschen und noch mehr Essen verwendet. Denn nachdem ich durch unsere Internetlosigkeit in den letzten Monaten nur ganz sporadisch im Forum vorbeischauen konnte, musste ich mich doch erst mal wieder auf den neuesten Stand bringen, wie es allen so geht und was ich verpasst habe.
Samstag Morgen ging es dann aber nach einem riesigen Frühstück auch bei mir los. Nach einer kleinen Ölung für die Nähmaschine, habe ich endlich mit dem neuen Korsett angefangen, das auch ziemlich schnell Formen angenommen hat. Und zwar dank eines kleinen Tipps von Isa. Die hat mir nämlich in meiner Vorversäuberungsverzweiflung (ich hasse Versäubern, Versäubern ist doof) so ganz leise und heimlich und teufelchen-mäßig von rechts zugeraunt, dass ich das Versäubern doch einfach lassen soll, wenn ich es so sehr hasse. Natürlich hat inneres ordentliches Engelchen diesen infamen Vorschlag sofort zurückgewiesen, denn meine Nählehrerin hat mir beigebracht, dass man immer alles versäubern soll *stolznick*. Glücklicherweise hatte Isa dann aber ganz großartige, überzeugende Argumente, warum ich mir diese Arbeit wirklich sparen kann, so dass sich am Ende sowohl mein inneres ordentliches Engelchen, als auch mein innerer Schweinhund einig waren und ich alle Teile einfach so verarbeitet habe. Und was soll ich sagen, es hat gar nicht weh getan (auch wenn mir die ein oder andere den Tag über zugeraunt hat, dass sie die Teile bisher auch immer versäubert hat). ;o) Jawoll, wieder was gelernt, ab jetzt nähe ich Korsetts und Korsagen nur noch nach der "Isa-Methode".
Dank der ersparten Zeit, ist das gute Stück dann auch den Samstag noch bis auf die Ösen fertig geworden, die ich natürlich nicht eingepackt hatte, weil ich ja nicht damit gerechnet hatte so schnell so weit zu kommen. Aber so hatte ich dann noch Zeit ganz viel mehr zu quatschen, in den vielen tollen Kostümbüchern zu blättern, die auslagen, die Werke der anderen zu bewundern und auch noch 2 Schnitte für mein zukünftiges Tornürenkleid abzupausen.
Leider kann ich gar nicht alle witzigen Gespräche (ich sach nur: Schizophrene Senfgläser), Gesangs- (mana mana…) und Tanzeinlagen (der Tanz der 10 Falten wird mir unvergesslich bleiben) beschreiben, aber ich kann euch sagen, dass ich dieses Wochenende mehr als einmal Tränen gelacht habe und fast vom Stuhl gefallen bin. Ich hoffe auf jeden Fall sehr, dass es spätestens im nächsten Jahr eine Wiederholung gibt und unsere Teilnehmer-Shirts noch viele weitere Jahreszahlen sammeln können.


Die Fotos habe ich übrigens ganz frech bei Caythlin geklaut (hab meine Kamera bisher noch nicht ausgepackt), der Urheberin und Organisatorin der "verrückten Idee", die das ganze Wochenende tapfer uns irre Näher mit allem was wir brauchten versorgt hat. Vielen Dank dafür!!!!!

*Dieses Zitat fiel nach der Fotosession, ich weiß bloß nicht mehr von wem.

Dienstag, April 15, 2008

Menschen, Monstren, Mutationen

Oder: Birgit S. das menschliche Nadelkissen

Wer jetzt bei diesem Satz an einen skurrilen Nähunfall denkt, wird hier leider enttäuscht werden. Denn seit einer Woche pieke ich mir nicht nur versehentlich selbst Stecknadeln in die Finger, sondern bekomme beim Arzt richtig echte Akupunktur für meinen Rücken. Nun muß ich gestehen, daß ich normalerweise nicht wirklich an derlei Therapiemethoden glaube, aber ich dachte mir, daß es nicht schaden und vielleicht ja auch eine interessante Erfahrung werden kann.
Und interessant ist es auf jeden Fall. Es fängt schon damit an, daß die Akupunktur zwar FÜR den Rücken ist, die Nadeln selber aber überall anders und nur nicht da gesetzt werden, wo sie schlußendlich wirken sollen. So kommen z.B. welche in die Kniekehlen....und ins Ohr......(wobei ich mir immer reichlich blöd vorkomme) und auch noch in die Hand.
Und letztere haben mir dann heute auch eine kleine Horrorfilmerfahrung verschafft, die ich so schnell nicht unbedingt noch mal haben muß. Denn nachdem die Arzthelferin die letzte Nadel aus der Hand gezogen hatte, bot sich mir ein erschreckender Anblick: rund um die Einstichstelle fing die Haut an anzuschwellen. Ein panisches Blinzeln, als Versuch die vermeidliche optische Täuschung zu verscheuchen, half überhaupt nichts, die Hand wurde vor meinen Augen dicker und dicker. Spontan flackerten entsetzliche Filmszenen a la Alien vor meinem inneren Auge auf und so bin ich hektisch auf meine Hand deutend und "äh....äh...Problem......Problem"-stammelnd zur Arzthelferin gelaufen und habe ihr meine bucklige Quasimodo-Hand hingehalten, jede Minute ein hervorbrechendes Monster erwartend.
Die Helferin hat sich die Beule dann aber ganz ruhig von allen Seite bekuckt und fachmännisch festgestellt, daß die Nadel wohl ein Äderchen getroffen hat und sich da einfach nur ein Hämatom bildet. Der herbeigeholte Doc hat mir dann auch versichert, daß das ganz harmlos sei und bald wieder verschwinden würde. Zum Trost habe ich dann noch einen Klecks Salbe und einen Verband bekommen und wurde in die große weite Welt enlassen.

Und jetzt sitze ich hier mit einer blauen Hand und frage mich, ob ich die restlichen 7 Akupunkturtermine noch gegen Krankengymnastik oder Schokolade tauschen kann.

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

...ich habe wieder Internet *blödgrins*!
(wollte ich nur mal gesacht ham)

Montag, April 07, 2008

Nadelgetreiftes

Nachdem mir das Streifenkorsett nun schon seit 3 Wochen strafend auf der Ecke zuwinkt, habe ich mich heute endlich dazu aufgerafft, ihm ein paar Ösen für die Schnürung zu verpassen. Der passenden Rock dazu ist schon vor 2 Wochen fertig geworden und somit kann ich den Punkt „Nadelstreifen-Outfit“ endlich von meiner to-sew-Liste streichen und stolz verkünden, dass immerhin schon mal 1,70m von meinem Stoffmarktstoff weg sind! Der „Stoff-Bergabbau“ geht also voran.



Das Korsett im Detail.


Korsett und Fishtail von vorn.

Und noch die Rückseite.







Samstag, März 29, 2008

Küchen-Happy-End

Donnerstag morgen war es endlich so weit, ganz pünktlich um 9.00 Uhr klingelten die beiden Herren von IKEA samt niegelnagelneuer Arbeitsplatte und Werkzeug an der Tür. Ich habe es dieses mal dann auch geschafft rechtzeitig aufzustehen und mich anzuziehen und war, dank eines großen Bechers Tee, sogar in der Lage unfallfrei in ganze Sätzen zu kommunizieren.

Der Austausch ging dann auch ganz fix, keine meiner bösen Vorahnungen hat sich erfüllt und da die beiden netterweise unten an der Straße gesägt haben, musste ich hinterher nicht mal einen Großputz veranstalten. Ganz klar ein Küchen-Happy-End!

Dienstag, März 25, 2008

Auto im Glück

„Woah geil, ein Ferrari!“
Ein bisschen verdutzt kucke ich aus dem Kofferraum hoch, den ich gerade entlade, und sehe zwei kleine Jungs, vermutlich Brüder, vor unserem alten Nissan stehen. „Kuck mal“ der Ältere stupst den Kleinen an „der hat Schlafaugen, die werden ausgeklappt, wenn man das Licht anschaltet und versenkt, wenn man das Licht abschaltet!“ Der Kleine nickt ernst und beide streicheln ehrfürchtig über den peinlicherweise nicht wirklich sauberen Lack. Da ich doch ein wenig das Lachen verkneifen muss, ducke ich mich schnell wieder in den Kofferraum und angle nach der nächsten Tasche. Beim Weggehen dreht sich der Ältere dann noch mal um und haucht „Man, dieser Wagen ist sooo cool!“

Das kleine Auto und ich tauschen einen kurzen Blick und ich schwör euch, seitdem es das gehört hat klingt der Motor besser als nach einer Inspektion.

Freitag, März 14, 2008

Sachen gibt's

Es gibt ja so Sachen, die gibt es einfach nicht. Und dann gibt es auch noch Sachen, die sollte es einfach nicht geben. Wie zum Beispiel übereifrige GfA*-Mitarbeiter. Die gibt es nicht? Doch doch......
Aber vielleicht fange ich lieber von vorne an:

Montag Abend komme ich von einem netten kleinen Spaziergang nach Hause und finde einen handgeschriebenen Zettel unter den Klingelschildern „Bitte geben Sie mir die Papiere und die Schlüssel für den Honda Choppper. Sie erreichen mich jederzeit unter der Handynummer 017XXXXXXXXXX Vielen Dank! (nein, kein Name, keine Unterschrift)

Hey, denke ich mir, wir haben eine Honda.......wir haben sogar einen Honda Chopper.......Oh....! Ein vorsichtiger Blick um die Ecke bestätigt dann auch den schrecklichen aufkeimenden Verdacht: Das Motorrad ist weg!
In meinem Kopf kreisen sofort wilde Gedanken und Erklärungsversuche, die aber alle irgendwie nicht passen wollen:
Niemand klaut ein Motorrad und lässt seine Handynummer zurück.....Vielleicht hat’s der Hausmeister wegen einer Beschwerde umgestellt, aber was will er dann mit den Papieren....die Polizei hat es mitgenommen, aber die hätten sicher einen offizieller aussehenden Zettel zurückgelassen.
Also gibt es nur eins, ich rufe die Nummer einfach mal an. Nur geht da niemand dran, also bin ich ebenso ratlos wie zuvor und rufe dann doch J an, der gerade in Bayern weilt und den das Verschwinden des Motorrads...... nicht gerade freut (um es mal freundlichen auszudrücken).
Aber merkwürdig ist es schon und nach einigen Telefonaten und Rücksprache mit der Polizei, trabe ich dann zusammen mit dem Zettel als Beweis und allen übrigen Unterlagen auf die Wache, um dort eine Anzeige aufzugeben. Der Polizist, der die ganze Geschichte zu Protokoll nimmt kuckt mich schon ein bisschen skeptisch an und meint, so was sei ihm noch nie untergekommen, ob das irgendwie ein Scherz sein könnte. Da man aber weiterhin niemanden unter der Handynummer erreicht und auch er keine plausible Erklärung findet, nimmt er alles auf.

Dienstag Vormittag kommt dann ein Anruf von J. Dieser hat endlich jemanden unter der Nummer erreicht und die Geschichte, die ich dann zu hören bekomme, ist so bescheuert, dass sie einfach wahr sein muß.
Unser „Dieb“ ist ein Mitarbeiter der Müllabfuhr und war am Montag hier am Haus, um ein altes Sofa für den Sperrmüll abzuholen. Und bei seiner Ankunft, hätte ihm ein älterer Herr der wohne gesagt, dass das Motorrad auch Sperrmüll sein und mitgenommen werden könne (ok, es sind zur Zeit keine Nummernschilder dran, aber trotzdem). Und weil er die Maschine zu schade für den Müll gefunden hätte, hätte er sie für sich selbst mitgenommen.

Das klingt irgendwie merkwürdig? Ja tut es, weil

1. Das Motorrad nicht wie Sperrmüll aussieht?
2. Das Motorrad gute 15-20 m von der Straße entfernt stand und die Müllabfuhr nie Sachen mitnimmt, die nicht direkt an der Straße stehen?
3. Motorräder generell kein Sperrmüll sind? Vor allem nicht, wenn man noch das Benzin im Tank glucksen hört? Ich meine, sonst ist es doch auch immer unmöglich einen Mitarbeiter der Müllabfuhr dazu zu bewegen irgendetwas mitzunehmen, das nicht auf seinem Plan steht. Da kann man den Leuten normalerweise seine Seele, einer seiner Nieren oder das Erstgeborene versprechen und sie weigern sich! Also warum war nicht auch dieser so???


Aber ok, auch wenn die Story absolut seltsam klingt, glauben wir dem Mann dann doch irgendwie (selbst die Polizei), denn hätte er sonst seine Handynummer dagelassen? Und mal ehrlich, würde sich irgendjemand so eine Geschichte ausdenken?
Auf jeden Fall hat er die Maschine sofort zurückgegeben und dank der Polizei, die das Motorrad dann abgeholt und hergebracht hat, steht unsere Honda nun wieder da, wo sie hingehört.

Wie sagte ein Bekannter so schön zu dieser Geschichte: In Lüneburg kann man echt was erleben!

*GfA = Gesellschaft für Abfallwirtschaft, also die Müllabfuhr von Lüneburg

Montag, März 10, 2008

Horror-Streifen

Die letzten Tage waren, zwangsweise, relativ ereignislos. Ich habe mich brav an die Anweisungen des Docs gehalten, wenig gemacht und die meiste Zeit zusammen mit den Katzen herumgelegen. Die beiden Pelzlinge waren begeistert, dass ich so viel zu Hause war und haben mich die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen. Während Tabs vom Kratzbaum aus beobachtet hat, ob ich mich auch wirklich nicht überanstrenge, lag Pookah auf meinen Knien und hat zusammen mit mir ein paar Horrorfilme gekuckt. Room 1408 hat uns beiden gut gefallen, während sie bei 30 Days of Night irgendwann mittendrin gegangen ist. Vermutlich hat sie da schon geahnt, dass der Schluß so blöde wird.

Warum das kleine Tigerfräulein gruselige Filme so gerne mag, weiß ich nicht genau, ob es vielleicht an dem vielen fließenden Blut liegt, oder an der Musik? Na egal, ich finde es auf jeden Fall nett, dass ich hier nicht die einzige bin, die dem Genre etwas abgewinnen kann und verzeihe ihr deswegen auch gerne, dass sie sich hin und wieder böse erschreckt und dann alle Krallen in mein Bein schlägt. Das macht die Filme gleich noch viel spannender.

Leider habe ich es aber nicht geschafft mit meinem neuen Korsett weiter zu machen, dem ersten Nähprojekt hier in der neuen Wohnung. Im Moment fehlen noch die Ösen, aber die kann ich erst einschlagen,wenn ich dazu wieder genügen Kraft habe.
Ein paar Bilder zur Vorschau konnte ich aber, dank einer Menge Stecknadeln und mit Hilfe meiner Schneiderpuppe, doch machen. Das Verarbeiten des Streifenstoffes war für mich übrigens ein echter Horror, die dusseligen Dinger wollten nämlich einfach nicht an den richtigen Stellen aufeinader treffen und ich habe sehr geflucht, bis ich wenigstens einigermaßen zufrieden war. Hoffentlich stelle ich mich dann mit den restlichen 4 m des Stoffes besser an.

Streifen

Samstag, März 08, 2008

gleich berüchtigt

Ein kleines Interview in der Landeszeitung . Mit Foto. Man ist das ein schräges Gefühl.

Mittwoch, März 05, 2008

Dezember Deja-vu

Mein Chef hat einen gelben Schein bekommen und auf meinem Tisch liegen zwei vertraut aussehende rotweiße Tablettenpäckchen. Hmmmm, irgendwie hatte ich diese Situation doch erst.

Donnerstag, Februar 28, 2008

mehr Gelesenes

"Der schwarze Prinz haßte Rosen. Er haßte auch Tulpen und Anemonen und Paeonien und Lilien. Er haßte sogar Veilchen und Rittersporn, er haßte alles, was blühte oder sich irgendwie kultivieren ließ. Der Prinz war Vegetarier, aber nicht, weil er Tiere liebte, sondern weil er so viele Pflanzen wie möglich vernichten wollte."

Karen Duve: Die entführte Prinzessin

Montag, Februar 25, 2008

Isch 'abe gar keine 'obel

Samstag morgen, 7.31Uhr
Mühsam robbe ich an den Rand meines Bettes und versuche wach zu werden. Um 8.00 Uhr wollen die IKEA-Mitarbeiter kommen und endlich die letzte Arbeitsplatte tauschen. Ein toller Tag!
Ein Blick in den Spiegel verrät mir, dass ich ungefähr so frisch aussehe, wie ein Klingelbällchen, das eine ganze Nacht mit Pookah gespielt hat, aber egal, ich habe ja noch ein bisschen Zeit.

7.34 Uhr
Es klingelt an der Tür. Panisch greife ich nach den nächstbesten Kleidungsstücken und versuche mich zumindest optisch in einen menschenähnlichen Zustand zu versetzen; J öffnet derweil schon mal. Frage mich, wie man an einem Samstag Morgen zu früh zu einem Termin kommen kann. Verstößt sowas nicht gegen irgendein Gesetz?

7.36 Uhr
Wir stehen alle in der Küche und starren auf die Arbeitsplatten. Während Handwerker 1 die Übergangsstellen bekuckt, beginnt Handwerker Nummer 2 mit einer Hand ein paar herumliegende Krümel zusammenzustreichen und sieht mich an, als würde er mir gleich mitteilen wollen, dass ich grade durchs Casting für „Deutschland sucht die Superhausfrau“ gefallen bin. Wäre es nicht so früh, wäre mir das jetzt glatt peinlich.

7.37 Uhr
Handwerker 1 hebt an, dass seine Vorgänger die zurechtgesägten Platten an den Nahtstellen ja sehr schön mit einem Hobel angeschrägt hätten. Ich nicke intelligent und weise drauf hin, dass die Platten an den Kanten ja an sich schon angeschrägt seien und alles andere sonst auch blöde ausgesehen hätten. Stimmt, meint er.....aber er könne das nicht. Also das Anschrägen könne er nicht machen, sie hätten nämlich keinen Hobel. Ich kucke auf seinen riesigen Werkzeugkoffer. „Sie haben keinen Hobel?“ Er nickt: „Wir haben keinen Hobel!“
Jetzt würde ich ihn gerne packen und schütteln und schreien, warum zum Geier er als Küchenbauer keinen Hobel hat. Mein Vater ist Klempner und hat so ein Ding, warum dann nicht er als Handwerker, der er ständig mit Holz zu tun hat???
Aber natürlich bin ich dazu zu gut erzogen (und auch viel zu müde) und so sage ich nur ganz eloquent „oh.....äh...und nun?“.
Und da kommen sie auch schon, DIE Sätze: „Tja, dann müssen wir wohl noch mal wiederkommen“ und "die Zentrale meldet sich dann bei Ihnen wegen eines Termins und zwar noch heute". Wir kucken uns alle an, nicken und tun so, als würden wir das wirklich glauben. Ich tue das natürlich nicht, denn nach unserer kleinen privaten Statistik dauert es nicht einen, sondern 8 Tage, bis sich jemand meldet. (Wobei das jetzt aber nicht heißen soll, dass wir generell erst nach 8 Tagen angerufen wurden, manchmal kam auch schon nach 2 Tagen ein Anruf der besagte, dass leider derzeit noch nichts über einen neuen Termin gesagt werden könne, man sich aber später noch mal melden würde.) Hurra, es heißt also wieder: Warten auf Godot 'tschuldigung IKEA.

7.48 Uhr
Die Tür fällt ins Schloss. Ich beginne hysterisch zu lachen und male mir schon mal aus, was dann beim nächsten Termin schiefgehen könnte.

a. Die Handwerker kommen, haben einen Hobel dabei, aber die Platte, die sie mitbringen hat von vornherein eine Macke und wird deswegen gar nicht erst eingebaut.

b. Sie haben eine heile Platte dabei, sägen die auch richtig zurecht, aber beim Einsetzen beschädigen sie dummerweise eine der anderen Platten, so dass die dann wieder ausgetauscht werden muss. Oder

c. Wir kriegen eine neue, heile, passende Arbeitsplatte und alles wird gut, aber beim nächsten IKEA-Besuch stellen wir fest, dass überall in der Filiale unsere Bilder hängen, wir zu Unkunden erklärt wurden und lebenslang deutschlandweit Hausverbot bekommen haben.


Wetten hierzu werden gerne entgegen genommen.

Mittwoch, Februar 20, 2008

Tür zu, es zieht!

Dank der derzeit doch recht frostigen Temperaturen werde ich im Moment regelmäßig mit eben diesen "freundlichen" Worten abends von Pookah empfangen. Wobei das eigentlich gelogen ist, denn sie empfängt mich gar nicht. Statt an der Hautür in einen beglückten Freundentaumel ob meiner Wiederkehr auszubrechen, bleibt sie lieber da, wo sie schon den Rest des Tages verbracht hat; nämlich in einer von ihr zurechtgekuschelten warmen Mulde unter meiner Bettdecke. (wie sie da Luft bekommt weiß ich nicht, eventuell atmet sie durch das Pfötchen, das sie von Zeit zu Zeit rausstreckt)

Wenn sie mich also begrüßen will, muss ich (!) einmal quer durch die Wohnung laufen und ihr meine Heimkehr mitteilen. Mit etwas Glück kommt sie dann hervor, streckt sich einmal und kuschelt sich an mich. Aber wenn es wirklich kühl ist, bleibt sie doch lieber da wo sie ist und ich darf dann nur mit dem kleinen Deckenhügel kommunizieren, (Decke anheben und die Miez womöglich wecken ist übrigens verpönt und wird mit Schmollen nicht unter einer halben Stunde bestraft). Habe ich Pech, stelle ich dann nach einiger Zeit fest, daß die Katze gar nicht da ist wo ich sie vermute, sondern tatsächlich die ganze Zeit hinter mir gesessen und zugesehen hat, wie ich ein angeregtes Gespräch mit meiner Bettdecke führte. Ganz ehrlich: wenn Blicke telefonieren könnten, wäre ich schon längst in Ochsenzoll. Ich hoffe auf jeden Fall sehr auf den Frühling, dann liegt sie nämlich auf der Decke und ich kann mir diese Szenen sparen.

(An alle Nichtkatzenbesitzer: Nein, es ist keine Option Katzen nicht zu begrüßen. Man ignoriert ja schließlich auch nicht den Chef, wenn man morgens ins Büro kommt *g*)