Samstag, März 29, 2008

Küchen-Happy-End

Donnerstag morgen war es endlich so weit, ganz pünktlich um 9.00 Uhr klingelten die beiden Herren von IKEA samt niegelnagelneuer Arbeitsplatte und Werkzeug an der Tür. Ich habe es dieses mal dann auch geschafft rechtzeitig aufzustehen und mich anzuziehen und war, dank eines großen Bechers Tee, sogar in der Lage unfallfrei in ganze Sätzen zu kommunizieren.

Der Austausch ging dann auch ganz fix, keine meiner bösen Vorahnungen hat sich erfüllt und da die beiden netterweise unten an der Straße gesägt haben, musste ich hinterher nicht mal einen Großputz veranstalten. Ganz klar ein Küchen-Happy-End!

Dienstag, März 25, 2008

Auto im Glück

„Woah geil, ein Ferrari!“
Ein bisschen verdutzt kucke ich aus dem Kofferraum hoch, den ich gerade entlade, und sehe zwei kleine Jungs, vermutlich Brüder, vor unserem alten Nissan stehen. „Kuck mal“ der Ältere stupst den Kleinen an „der hat Schlafaugen, die werden ausgeklappt, wenn man das Licht anschaltet und versenkt, wenn man das Licht abschaltet!“ Der Kleine nickt ernst und beide streicheln ehrfürchtig über den peinlicherweise nicht wirklich sauberen Lack. Da ich doch ein wenig das Lachen verkneifen muss, ducke ich mich schnell wieder in den Kofferraum und angle nach der nächsten Tasche. Beim Weggehen dreht sich der Ältere dann noch mal um und haucht „Man, dieser Wagen ist sooo cool!“

Das kleine Auto und ich tauschen einen kurzen Blick und ich schwör euch, seitdem es das gehört hat klingt der Motor besser als nach einer Inspektion.

Freitag, März 14, 2008

Sachen gibt's

Es gibt ja so Sachen, die gibt es einfach nicht. Und dann gibt es auch noch Sachen, die sollte es einfach nicht geben. Wie zum Beispiel übereifrige GfA*-Mitarbeiter. Die gibt es nicht? Doch doch......
Aber vielleicht fange ich lieber von vorne an:

Montag Abend komme ich von einem netten kleinen Spaziergang nach Hause und finde einen handgeschriebenen Zettel unter den Klingelschildern „Bitte geben Sie mir die Papiere und die Schlüssel für den Honda Choppper. Sie erreichen mich jederzeit unter der Handynummer 017XXXXXXXXXX Vielen Dank! (nein, kein Name, keine Unterschrift)

Hey, denke ich mir, wir haben eine Honda.......wir haben sogar einen Honda Chopper.......Oh....! Ein vorsichtiger Blick um die Ecke bestätigt dann auch den schrecklichen aufkeimenden Verdacht: Das Motorrad ist weg!
In meinem Kopf kreisen sofort wilde Gedanken und Erklärungsversuche, die aber alle irgendwie nicht passen wollen:
Niemand klaut ein Motorrad und lässt seine Handynummer zurück.....Vielleicht hat’s der Hausmeister wegen einer Beschwerde umgestellt, aber was will er dann mit den Papieren....die Polizei hat es mitgenommen, aber die hätten sicher einen offizieller aussehenden Zettel zurückgelassen.
Also gibt es nur eins, ich rufe die Nummer einfach mal an. Nur geht da niemand dran, also bin ich ebenso ratlos wie zuvor und rufe dann doch J an, der gerade in Bayern weilt und den das Verschwinden des Motorrads...... nicht gerade freut (um es mal freundlichen auszudrücken).
Aber merkwürdig ist es schon und nach einigen Telefonaten und Rücksprache mit der Polizei, trabe ich dann zusammen mit dem Zettel als Beweis und allen übrigen Unterlagen auf die Wache, um dort eine Anzeige aufzugeben. Der Polizist, der die ganze Geschichte zu Protokoll nimmt kuckt mich schon ein bisschen skeptisch an und meint, so was sei ihm noch nie untergekommen, ob das irgendwie ein Scherz sein könnte. Da man aber weiterhin niemanden unter der Handynummer erreicht und auch er keine plausible Erklärung findet, nimmt er alles auf.

Dienstag Vormittag kommt dann ein Anruf von J. Dieser hat endlich jemanden unter der Nummer erreicht und die Geschichte, die ich dann zu hören bekomme, ist so bescheuert, dass sie einfach wahr sein muß.
Unser „Dieb“ ist ein Mitarbeiter der Müllabfuhr und war am Montag hier am Haus, um ein altes Sofa für den Sperrmüll abzuholen. Und bei seiner Ankunft, hätte ihm ein älterer Herr der wohne gesagt, dass das Motorrad auch Sperrmüll sein und mitgenommen werden könne (ok, es sind zur Zeit keine Nummernschilder dran, aber trotzdem). Und weil er die Maschine zu schade für den Müll gefunden hätte, hätte er sie für sich selbst mitgenommen.

Das klingt irgendwie merkwürdig? Ja tut es, weil

1. Das Motorrad nicht wie Sperrmüll aussieht?
2. Das Motorrad gute 15-20 m von der Straße entfernt stand und die Müllabfuhr nie Sachen mitnimmt, die nicht direkt an der Straße stehen?
3. Motorräder generell kein Sperrmüll sind? Vor allem nicht, wenn man noch das Benzin im Tank glucksen hört? Ich meine, sonst ist es doch auch immer unmöglich einen Mitarbeiter der Müllabfuhr dazu zu bewegen irgendetwas mitzunehmen, das nicht auf seinem Plan steht. Da kann man den Leuten normalerweise seine Seele, einer seiner Nieren oder das Erstgeborene versprechen und sie weigern sich! Also warum war nicht auch dieser so???


Aber ok, auch wenn die Story absolut seltsam klingt, glauben wir dem Mann dann doch irgendwie (selbst die Polizei), denn hätte er sonst seine Handynummer dagelassen? Und mal ehrlich, würde sich irgendjemand so eine Geschichte ausdenken?
Auf jeden Fall hat er die Maschine sofort zurückgegeben und dank der Polizei, die das Motorrad dann abgeholt und hergebracht hat, steht unsere Honda nun wieder da, wo sie hingehört.

Wie sagte ein Bekannter so schön zu dieser Geschichte: In Lüneburg kann man echt was erleben!

*GfA = Gesellschaft für Abfallwirtschaft, also die Müllabfuhr von Lüneburg

Montag, März 10, 2008

Horror-Streifen

Die letzten Tage waren, zwangsweise, relativ ereignislos. Ich habe mich brav an die Anweisungen des Docs gehalten, wenig gemacht und die meiste Zeit zusammen mit den Katzen herumgelegen. Die beiden Pelzlinge waren begeistert, dass ich so viel zu Hause war und haben mich die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen. Während Tabs vom Kratzbaum aus beobachtet hat, ob ich mich auch wirklich nicht überanstrenge, lag Pookah auf meinen Knien und hat zusammen mit mir ein paar Horrorfilme gekuckt. Room 1408 hat uns beiden gut gefallen, während sie bei 30 Days of Night irgendwann mittendrin gegangen ist. Vermutlich hat sie da schon geahnt, dass der Schluß so blöde wird.

Warum das kleine Tigerfräulein gruselige Filme so gerne mag, weiß ich nicht genau, ob es vielleicht an dem vielen fließenden Blut liegt, oder an der Musik? Na egal, ich finde es auf jeden Fall nett, dass ich hier nicht die einzige bin, die dem Genre etwas abgewinnen kann und verzeihe ihr deswegen auch gerne, dass sie sich hin und wieder böse erschreckt und dann alle Krallen in mein Bein schlägt. Das macht die Filme gleich noch viel spannender.

Leider habe ich es aber nicht geschafft mit meinem neuen Korsett weiter zu machen, dem ersten Nähprojekt hier in der neuen Wohnung. Im Moment fehlen noch die Ösen, aber die kann ich erst einschlagen,wenn ich dazu wieder genügen Kraft habe.
Ein paar Bilder zur Vorschau konnte ich aber, dank einer Menge Stecknadeln und mit Hilfe meiner Schneiderpuppe, doch machen. Das Verarbeiten des Streifenstoffes war für mich übrigens ein echter Horror, die dusseligen Dinger wollten nämlich einfach nicht an den richtigen Stellen aufeinader treffen und ich habe sehr geflucht, bis ich wenigstens einigermaßen zufrieden war. Hoffentlich stelle ich mich dann mit den restlichen 4 m des Stoffes besser an.

Streifen

Samstag, März 08, 2008

gleich berüchtigt

Ein kleines Interview in der Landeszeitung . Mit Foto. Man ist das ein schräges Gefühl.

Mittwoch, März 05, 2008

Dezember Deja-vu

Mein Chef hat einen gelben Schein bekommen und auf meinem Tisch liegen zwei vertraut aussehende rotweiße Tablettenpäckchen. Hmmmm, irgendwie hatte ich diese Situation doch erst.