Samstag, April 26, 2008

Tschernobyl - 26.04.1986

Die GMX-Nachrichten haben mich daran erinnert, daß die Katastrophe von Tschernobyl nun mittlerweile auf den Tag genau 22 Jahre her ist. Anlässlich dieses "Jahrestages", möchte ich einen alten link rauskramen; es ist die Seite einer jungen Ukrainerin, die mehrere Fahrten durch die "Chernobyl Dead Zone" unternommen und fotografisch festgehalten hat, wie es dort inzwischen aussieht.
Ghost Town
Ich finde die Bilder gleichzeitig erschreckend und faszinierend; ein real gewordener Endzeitfilm ohne Helden und ohne Aussicht auf ein Happy End. Denn auch wenn der Vorfall gefühlt eine Ewigkeit her ist, ist für die betroffene Zone die Normalität noch nicht einmal weit entfernt in Sicht. Und wenn man sich überlegt, daß es seitdem durchaus immer wieder kleinere Vor- und Störfälle (in Deutschland) gegeben hat, sind die Bilder doppelt bedrückend.
An das Jahr des Störfalls kann ich mich kaum noch erinnern, ich war zu dem Zeitpunkt noch in der Grundschule und weiß eigentlich nur, daß unsere Lehrerinnen ständig in heller Panik waren und wir nicht mehr in den Pausen draussen spielen durften. Meine Eltern waren relativ ruhig, haben in dem Jahr allerdings das Gartengemüse nicht gegessen, sondern komplett entsorgt. Und alle haben am Anfang immer vermieden in den Regen zu kommen, weil es vom Regen immer hieß, er würde die Strahlung mitbringen. Ich selbst konnte mir gar nicht so richtig vorstellen, daß irgendetwas, das so weit weg passiert war, überhaupt einen Einfluß auf uns haben könnte. Das Bewußtsein dafür kam erst später, als diverse Lehrer (auch später im Gymnasium) dieses Thema zu ihrem Unterrichtsfach gemacht und entsprechenende Bücher, Filme und Artikel mit uns durchgenommen haben. Ob das heute immer noch gemacht wird? Oder ist die Thematik mittlerweile "out"?

1 Kommentar:

Britta hat gesagt…

Gestern kam "Die Wolke" im Fernsehen. Ich habe ihn mir aufgezeichnet, da der Film erst um Mitternacht anfing. Ich bin recht gespannt auf den Film, denn das damalige Kathastrophenszenario habe ich ganz ähnlich wie du erlebt.