Sonntag, Juli 06, 2008

Reminiszenzen eines Nadelkissen

Im April hatte Britta darum gebeten, ich möge doch mal schreiben, wie meine Akupunkturbehandlung gelaufen ist und ob sie schlussendlich Erfolg hatte. Wenn ich ehrlich bin, tue ich mich ein wenig schwer mit der Antwort.
Zunächst mal: beim Setzen der Nadeln verspürt man wirklich nur einen kleinen Piekser und danach merkt man die Dinger schon (fast) nicht mehr. Ich kam mir lediglich ein bisschen blöde in meiner Rolle als Nadelkissen vor und habe zwei Hämatome davongetragen. Die Nebenwirkungen der Behandlung waren also wirklich verschmerzbar.

Was den Effekt betrifft, ist die Sache leider nicht so eindeutig. Ab der 4. Behandlung ging es mir eine zeitlang tatsächlich besser, ich war für ein paar Tage sogar komplett schmerzfrei. Ob das aber nun an der Akupunktur oder der allgemeinen Schonung lag, kann ich nicht so genau sagen. Auf jeden Fall haben sich die Schmerzen wieder massiv verschlimmert, als ich an meinen neuen Arbeitsplatz gewechselt bin und seitdem auch nicht wieder aufgehört. Hin und wieder sind sie zwar gedämpfter, aber wirklich weg waren sie seit Wochen nicht; eine Tatsache die mich ehrlich gesagt so langsam etwas unleidig werden lässt.
Und da mein Arzt leider weder etwas gegen die Schmerzen tun konnte, noch in irgendeiner Art und Weise versucht hat herauszufinden, wo ihr Ursprung liegt, habe ich jetzt in letzter Konsequenz den Orthopäden gewechselt und hoffe, dass sein Nachfolger erfolgreicher ist. Bisher habe ich immerhin einen ganz guten Eindruck.

Was nun aber die Akupunktur betrifft, um mal wieder zum Anfangsthema dieses Posts zurückzukommen, die würde ich schon empfehlen. Denn sie kann wirken (auch wenn man nicht dran glaubt), kostet nichts und ist vor allem (fast) nebenwirkungsfrei, was man von vielen anderen Heilmethoden ja nicht unbedingt behaupten kann. Und außerdem kann sie das Leben um ein paar skurrile Erfahrungen bereichern und allein das sollte es doch wert sein. ;-)

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