Mittwoch, Dezember 23, 2009

Vorweihnachtsidylle

Seit Tagen schon ist es draussen lauselausekalt, die Giebeldächer der Stadt tragen extrem malerische kleine Schneehauben und die Fußgänger unten in der Straße haben alle so viele Tüten, Taschen und Kram dabei, dass mich langsam ernsthaft das Gefühl beschleicht, ich hätte als einzige einen Aufruf zur Evakuierung der Innenstadt verpasst.
Pookah, die ja bekannterweise nicht so der Fan von niedrigen Temperaturen ist, bewegt sich heuer nur, um von der Schlafzimmerheizung mit kurzen Aufwärmstop auf der Arbeitzimmerheizung zur Heizung im Wohnzimmer zu pilgern, während Tabs immer aktiver wird und sich seit Tagen enthusiastische Kämpfe mit einem kleinen blauen Badezimmerteppich liefert. Eine Fehde, die vermutlich noch ein weniger länger laufen wird, denn aktuell steht es noch 3:1 für den Vorleger (Go Tabs go!).
Und ich? Ich sitze mit winterlich-weihnachtlicher roter Nase in der Mitte des Geschehens und versuche krampfhaft noch alle möglichen Dinge bis zum Ende des Jahres abzuarbeiten; ganz getreu dem Motto: "wer noch nicht genügend Stress hat, der mache sich einfach noch welchen."
Aber nicht mehr lange, dann kann ich damit aufhören und mich den netten Dingen dieser Jahreszeit zuwenden. Z.B. Geschenke einpacken gehen oder meinem alljährlichen Ritual folgen und bei Tee und Schokodingen die Muppetts-Weihnachtsgeschichte kucken (und dabei alle Lieder mitsingen, aber das ist eine andere Geschichte).

Ich wünsche euch eine frohe und entspannte Weihnachtszeit! Laßt euch nicht ärgern oder nerven, ärgert und nervt selbst niemanden und genießt die letzten Tage des Jahres!

Sonntag, Dezember 13, 2009

Jahresrückblick 2009

1. Zugenommen oder abgenommen?
Öhm.....*hüstel*....ohne meine Waage sage ich gar nichts.

2. Haare länger oder kürzer?
Ziemlich gleich geblieben zum letzten Jahr. Wirklich lang werden sie einfach nicht und abschneiden will ich sie nicht, weil ich dann fiese kleine Rauschgoldengellöckchen kriege.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleichgeblieben.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Weniger, leider.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Da weniger da war, habe ich natürlich auch weniger ausgegeben (logisch, oder ;-) ).

6. Mehr bewegt oder weniger?
Einiges bewegt unds trotzdem ist da immer dieses kleine Gefühl im Hinterkopf, das sagt: da wäre noch mehr drin gewesen.

7. Der hirnrissigste Plan?
Ein Burdaschnittmuster zu kaufen und zu glauben, dass es passen könnte, ohne dass ich vorher 3 Probeteile machen muss.

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Mal wieder eine Tür zu lackieren.

9. Die beste Party?
Darf ich das Frühlingsbordenautreffen als Party zählen? :-)

10. Die teuerste Anschaffung?
Kommt erst noch *g*.

11. Das leckerste Essen?
Die unglaublich leckere Pasta und das Eis in Rom.

12. Das beste Bücher?
China Mieville: UnLunDun
Gordon Dahlquist: Die Glasbücher der Traumfresser

Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte

13. Der beste Film?
Star Trek 2009 (meine Helden der Kindheit *seufz*)

14. Die beste CD?
The Green Day: American Idiot

15. Das schönste Konzert?
Wäre vermutlich das Amy McDonald-Konzert geworden, für das ich aber leider keine Karten mehr bekommen habe *grummel*.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
arbeiten (leider)

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
J, den Katzen, meinen Freunden (same procedure as last year)

18. Vorherrschendes Gefühl 2009?
Es könnte so einfach sein, isses aber nicht.

19. 2009 zum ersten Mal getan?
Fliederbeersaft selbst gekocht, ein Seminar abgehalten, Alltagsklamotten genäht

20. 2009 nach langer Zeit wieder getan?
Antibiotika genommen, tapeziert, Rezensionen geschrieben

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Die Sinusitis zum Herbsbordenautermin, blöde Sprüche bestimmter Mitmenschen, die kamelienfressenden Dickmaulrüssler

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass er/sie das ganz hervorragend auch alleine kann.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das mögen die Beschenkten entscheiden.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Der Rom-Urlaub.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Schön, dass du dabei bist.

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ok, machen wir!

27. 2009 war kurz gesagt…?
irgendwie zäh

Freitag, November 27, 2009

kein Schwein ruft mich an

"Nanu" dachte ich mir schon die ganze Woche "kaum erzählt man rum, dass man wieder am Renovieren ist, traut sich keiner mehr anzurufen?" Dachte ich mir so......bis ich dann heute Nachmittag feststellen musste, dass einfach nur unser Telefon (oder die Leitung) schon wieder spinnt: man kann zwar noch raustelefonieren, aber nicht mehr angerufen werden. Bedauerlicherweise ein, wie es scheint, nicht ganz alltäglicher Fehler, denn der nette Herr von der Service-Hotline konnte leider nur eine ganze Reihe mitfühlender Laute aber keine Lösung von sich gegeben. Und so sitz ich jetzt hier und frage mich, wer vielleicht alles versucht hat mich zu erreichen. Ob ich mal rumtelefonieren und fragen sollte?

(*g* ne, keine Sorge, so schlimm ist es bei mir dann doch noch nicht)

Dienstag, November 24, 2009

weil, nicht mehr lange und so...

Und weil es für viele ja doch immer zu plötzlich kommt: in einem Monat ist übrigens Weihnachten! (eine gute Ausrede, genau heute sämtliche Bauarbeiten wegen vorrangiger Back-Aktionen zu unterbrechen)

Montag, November 16, 2009

Baustellenreport 8: Es geht wieder los


Unfaßbar, da macht man nur eine klitzkleine (öhm ok....zweijährige) Tapetenabreisspause und schwupps geht einem nach nur 1 1/2 Stunden Abgekratze die Puste aus. Zum Glück ist morgen auch noch ein Tag.

Montag, November 09, 2009

Ja ist denn heut schon Weihnachten?

Endlich ist er fertig, meiner neuer waldgrüner Wintermantel und ich bin ziemlich stolz drauf, auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich darin eine nicht zu leugnende Ähnlichkeit mit einer kleinen laufenden Douglastanne habe. Es kam auch schon der Vorschlag, ich könne ihn an den Feiertagen ja auf die Schneiderpuppe hängen und dann mit Kugeln und Lametta schmücken.
Aber egal, ich mag ihn trotzdem. Und solange mich in der Adventszeit nicht plötzlich irgendwelche Leute mit Äxten verfolgen, weil sie noch ein Bäumchen für ihr Wohnzimmer brauchen, stehe ich da voll drüber.

Mittwoch, Oktober 28, 2009

Kannibalismus pur

Heutiger Tages-Tipp in unserer Kantine:

frisches Merlin-Steak

Montag, Oktober 26, 2009

Baustellenreport 7 – Zimmer mit Aussicht

Ich gestehe, es ist in den letzten Monaten ziemlich ruhig auf unserer kleinen Baustelle geworden....was hauptsächlich daran liegt, dass sie eigentlich gar keine Baustelle mehr ist. Also zumindest keine richtige. Die Punkte auf der To-Do-Liste lassen sich mittlerweile an den Fingern einer einzigen Hand abzählen und nichts davon ist wirklich dringend (wobei na ja....die Lampe im Bastelzimmer wäre ja schon irgendwie.....egal).
Zu den definitiv wichtigen Punkten auf der Liste gehörten ganz eindeutig die alten einfachverglasten Eisenfenster in Wohn- und Schlafzimmer; Fenster, die vermutlich schon im Neuzustand nur knapp den Isolierwert einer vor die Öffnung gespannten Malerplane übertroffen hatten und inzwischen altersbedingt auch noch ein bisschen verzogen waren und rosteten. Der Austausch stand also vom ersten Tag an fest.
Und so haben wir uns dieses Jahr endlich dran gemacht eine Genehmigung vom Denkmalschutzamt und von der Hausverwaltung zu bekommen. Teilweise langwieriger als erwartet, aber zum Glück noch innerhalb diesen Jahres geschafft, so dass der Austausch noch vor dem Winter von Statten gehen konnte.

Fenster

Eine gute Firma war zum Glück schnell gefunden und jetzt muss jeder Besucher der vorbeikommt erst mal ausgiebig die neuen Fenster bewundern und eine ausreichende Menge begeisterter ah und oh-Laute von sich geben, ehe ich zufrieden bin. Ein bisschen albern, ich weiß, aber ich freu mich einfach so, dass die alten hässlichen Dinger endlich weg sind. Wer also demnächst vorbeikommt ist ja jetzt vorbereitet und kann schon mal üben . ;-)

Montag, Oktober 19, 2009

Erst denken, dann noch mal denken

Aus (m)einem Beipackzettel:

"Die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen wird durch XXX nicht beeinträchtigt."

"Häufige Nebenwirkungen:
....Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen......"

Ist schon klar!

Donnerstag, Oktober 15, 2009

Murphys Law

Lieber Murphy,

vielen Dank, dass ich dieses Wochenende zu Hause im Bett mit meiner Wärmflasche und dem Schächtelchen Antibiotika verbringen darf und nicht wie geplant mit großartigen Nähverrückten und Stoffbergen in Bordenau. Solltest du zufällig hier in der Gegend sein, komm doch gerne mal bei mir vorbei - ich habe da noch einen kräftigen Tritt, den du dir abholen könntest.

MfG

Donnerstag, Oktober 08, 2009

Old People rock!

Es gibt ja so Gespräche im Leben, die machen einen echt fertig:

20-Jähriger: Und, was hörst du so für Musik?
ich: Hmm, so hauptsächlich Rock, Hard-Rock, Punk-Rock, auch mal Popmusik, Folk...alles mögliche.
20-Jähriger: Ah ok, sowas hört mein Vater auch!
ich: Hrmpf! Und was hörtst du so?
20-Jähriger: Meistens House, HipHop, Techno.
ich: Ja ok, das ist nicht ganz so mein Fall, wenn ich ehrlich bin.
20-Jähriger: *wegwerfende Handbewegung* Ja, in deinem Alter hört man das nicht mehr.
ich: Waaaa????
20-Jähriger: Hey, ich kenne niemanden in deinem Alter der sowas hört. Aber ist schon ok, ich kuck einfach mal, was mein Vater noch so liegen hat und bring dann das nächste mal was mit (Musik), was dir gefällt.

Autsch!

Montag, Oktober 05, 2009

Warum denn nur?

Ok, nachdem ich gestern bei einem Mädelsbrunch 2 Stunden lang drei frischgebackenen Müttern von Schwangerschaftsbeschwerden, nicht funktionierenden PDAs, Dammrissen, Kaiserschnitten, Wochenfluss und Wehen habe erzählen hören, frage ich mich jetzt ganz ehrlich, warum in Gottes Namen man eigentlich einer Frau zu ihrer Schwangerschaft gratulieren soll*.

(*zum Kind kann ich ja nachvollziehen)

Montag, September 28, 2009

Fliederbeersaftkochen für Dummies

Montag morgen, 11.00 Uhr: nachdem ich mit meinen Einkäufen durch bin, setze ich mich ins Wohnzimmer und fange an zu strippen (also Fliederbeeren ab-), eine Tätigkeit, die fast schon etwas leichtes und meditatives hat. Ich bin ruhig, ich bin entspannt, das Leben ist schön.....zumindest so lange, bis mir die erste Spinne aus dem Haufen Fliederbeerdolden entgegenkrabbelt und mich dazu bringt hysterisch quietschend aufzuspringen und dabei mein Knie mit Schmackes gegen das Tischchen mit der Schüssel zu stoßen. Ich stelle fest: Der Tisch ist ganz schön hart und Fliederbeeren kollern richtig gut und weit auf Parkett.
Also heißt es erst mal Beeren jagen und Knie verarzten ehe es weitergehen kann. Doch nachdem ich nun weiß, dass in den Fliederbeeren Spinnen sitzen könnten, ist der Rest der 2-stündigen entstrip-Aktion leider nicht mehr so ruhig und entspannend und am Ende bin ich zittriger als nach 3 doppelten Espresso.
Zum Glück normalisiert sich mein Adrenalinspiegel aber während des Beerenkochens und –zermatschens und als ich den großen Topf vom Herd nehme, habe ich endlich meinen Elan vom Morgen zurück. Schwungvoll beginne ich die Fliederbeeren durch ein Sieb abzugießen, welches aber dummerweise schwungvoll zur Seite rutscht und dann schwungvoll einen Schwall (farbechten) Saft über die Fliesen verteilt. Ein kurzer Abgleich mit der Anleitung sagt mir, dass das nicht zum Rezept gehört und ich ganz schnell anfangen sollte zu improvisieren, ehe das Zeug auf die weniger abwaschbaren Bestandteile des Fußbodens zufließt.
Eine Küchenrolle später, sieht es glücklicherweise nicht mehr ganz so aus, als hätte ich auf den Fliesen ein Blutopfer dargebracht und ich kann mit dem Umfüllen weitermachen. Was da aus dem Beerenberg an Saft rauskommt ist zwar nicht mal ansatzweise das, was ich mir erhofft habe, aber egal, nun ist es zu spät aufzuhören.
Schnell stelle ich den Topf auf den Herd, werfe alle weiteren Zutaten hinterher und versuche schon mal alles für den Endspurt vorzubereiten:
Flaschen mit kochendem Wasser ausspülen und dann mit dem noch heißen Saft auffüllen. Spitzenidee! Zwei durchnässte Topflappen und einen verbrannten Finger später habe ich dann endlich den Dreh raus und kann mit dem Abfüllen beginnen und eine Stunde später erinnern nur noch die 6 klitzekleinen Flaschen auf der Anrichte an den ganzen Stress. Ich bin geschafft, aber glücklich!
Wehe einer wagt es jetzt mir zu sagen, dass der gekaufte besser ist........

Donnerstag, September 24, 2009

Eau de Toilette

Artikelüberschrift in der gestrigen Lüneburger Landeszeitung:

Kläranlage Kinderleicht
Samtgemeinde A***hausen lädt zum Schnuppertag ein.

Ganz ehrlich, ausgerechnet schnuppern würde ich da nun wirklich nicht wollen. ;-)

Freitag, September 18, 2009

Stimmungskiller

Ähm ja, eigentlich sollte hier jetzt ein leicht larmoyanter Maulbeitrag darüber stehen, dass gestern alles schief lief und doof war und so, aber dann habe ich vorher dummerweise noch kurz in den Tagesbeitrag des Kostümkram-Forums geklickt und bin dem Gute-Laune-Fühstücks Link von Bloody nach Youtube gefolgt. Und seitdem sitze ich grinsend und mitsingend vor dem Rechner und klicke mich durch die Max Raabe Songs. ( Vor allem dieser hier ist einfach nur geil *g*) Tja und jetzt wird das nichts mehr mit dem Beitrag. Sorry! ;-)

Montag, September 14, 2009

Alle eine Spur zu seltsam

Manche Tage fühlen sich irgendwie so an, als wäre mein Leben ein Film mit Terry Gilliam als Regisseur.

Samstag, September 12, 2009

Es liegen drei flauschige Kugeln......


Wer hätte das gedacht: Tiger sind auch Herden 'tschuldigung Rudeltiere.

Montag, September 07, 2009

Essen für Anfänger

Warum gibt es statt der vielen Knigge-"und jetzt nehmen wir die Hummergabel und nicht die Salatgabel"-Kurse nicht mal einen Knigge-Kurs, in dem man lernen kann, eine türkische Pizza diskret und ohne zu schmutzen in der Bahn zu verzehren? Das wäre doch viel viel .....wirklichkeitsnäher.

(Bitte entschuldige den Anblick, liebe Sitznachbarin!)

Sonntag, September 06, 2009

Terminherden - the Day after

Es ist Sonntag Abend, die Arbeitswoche steht wieder vor der Tür und ich blicke jetzt doch ein bisschen wehmütig zurück auf einige Mitglieder meiner kleiner Wochenend-Terminherde:
die stressige, aber auch wirklich schöne Hochzeit am Freitag, den netten Berliner Besuch, den ich zwar nicht auf der Spielenacht aber dann bei Waffeln und Tee am nächsten Tag sehen konnte und die spontane Rollenspielrunde, die das Loch in meinen Schlafkontigent arg vergrößert, aber dabei viel zu viel Spaß gemacht hat, als dass ich auf sie hätte verzichten mögen. Es war einfach schön und ich hatte wunderbarerweise nicht einmal das Gefühl, dass ich etwas verpassen würde und eigentlich lieber bei einer der parallel stattfindenden Veranstaltungen wäre. Ist doch nett, dass sich manchmal aller Stress einfach in Wohlgefallen auflöst.

Noch einen schönen Sonntag Abend!

Dienstag, September 01, 2009

Terminherden

Termine sind Rudeltiere, eindeutig. Sie kommen niemals alleine, fühlen sich nur im Verbund wohl und rotten sich zusammen wo es nur geht. Ein Beispiel? Dieser Freitag sah zunächst ganz harmlos aus: Lange Nacht der Spiele, die dann sogar zu Lange Nacht der Spiele mit nettem Besuch wurde. Prima, oder? Dann wurde daraus allerdings Lange Nacht der Spiele mit nettem Besuch mit parallel laufender Hochzeit und die wurde dann zu Lange Nacht der Spiele mit nettem Besuch, mit parallel laufender Hochzeit, mit morgens parallel laufender EDV-Kurzschulung bei der Arbeit. Argh! Nicht mehr prima! Und nächsten Freitag ist mein Terminkalender wieder makellos rein. Super, oder?

Zum nächsten großen Terminmagneten entwickelt sich auch gerade das Bordenau-Wochenende im Oktober. Das mutiert nämlich vom Bordenau-Wochenende, zum Bodenauwochenende mit parallelen LARPER-Flohmarkt, mit parallelem Rollenspieltermin, mit parallelem.....you got the Idea? Wieso ist das bloß immer so? Ist das vielleicht so eine Art große kosmische Lektion, dass man nicht alles im Leben haben kann? Oder nur schlechtes Zeitmanagement meinerseits? Und überhaupt, woher wissen die Termine bloß immer wo ihre Brüder und Schwestern sind?

Montag, August 24, 2009

Näh-ADS

Habe gerade, die vier Näh-UFOs* ignorierend die hier noch rumliegen, mit einem weiteren Projekt angefangen. Ich schätze damit ist es endgültig amtlich: ich habe Näh-ADS.

*UFO: Un-Fertiges-Objekt

Mittwoch, August 12, 2009

Dielentanz

Mittwoch in aller Hergottsfrühe, Flughafen Hannover: nach dem gerade mal 10-minütigen Check-in nach Budapest sitze ich am Flughafen, langweile mich und versuche ein bisschen zu lesen, als SIE kommen. SIE sind eine 6er Männergruppe, alle maximal Anfang 20, auf cool getrimmt mit einheitlichen Sonnenbrillen, tief aufs Gesäß runtergezogenen Jeans und einem dicken Ghetto-Blaster, den sie mit bemüht aufsässigem Blick vor sich aufbauen: sie werden Musik hören, hier und jetzt und gleich, und es soll bloß niemand wagen sie davon abzuhalten.
Und dann sitzen sie alle da, wippen lässig mit ihren Köpfen und Füßen im Takt (ganz typisch norddeutsches Zeichen für ausgelassene Enthemmtheit) und fühlen sich total cool.....während wir Umsitzenden uns tief in unsere Bücher und Zeitschriften vergraben um den Jungs nicht offen ins Gesicht kichern zu müssen. Denn was da durch die Halle dröhnt ist nicht die "untz-untz-untz-" Musik, die wir alle erwarten, sondern ein Song, den ich das letzte mal auf einer Diamantenen Hochzeit gehört habe: Danz op de Deel.

Schon irgendwie schräg, dass die Jugend von heute den gleichen Musikgeschmack wie meine Eltern hat, oder?

Montag, August 03, 2009

das indiskrete Mistvieh

An dieser Stelle einen gar nicht lieb gemeinten Gruß an die blöde Wespe, die sich vorhin zielsicher in meinen Ausschnitt fallengelassen und so dafür gesorgt hat, dass ich am hellichten Tage mitten in der Lüneburger Fußgängerzone einen vermutlich nicht ganz jugendfreien Jagdversuch unter meinem T-Shirt aufführen durfte. Tolle Aktion, du Mistvieh *michinGrundundBodenschäm*!

(nein, gestochen hat sie glücklicherweise nicht)

Sonntag, August 02, 2009

When in Rome do like a Roman

24.07. - 26.07. Rom
Ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk hat mich in diesem Jahr in die ewige Stadt gebracht. 3 Tage habe ich mich bemüht es "to do like the romans", was aber leider schon durch meine absolute Unkenntnis des Italienischen eher zu einem "to do like a stupid Tourist" wurde. Aber egal, es war toll.

24.07. Anreise
Gefühlt noch Mitten in der Nacht geht's mit dem Metronom auf zum Hamburger Hauptbahnhof und von da aus Richtung Fuhlsbüttel. Krampfhaft umklammere ich mein kleines Köfferchen und versuche einigermaßen koordiniert geradeaus zu laufen. Habe ich eigentlich meinen Pass dabei?
Irgendwo sicher!
Quick-Check-Ins sind eine feine Sache und ich rolle mit meinem Koffer zu nächsten Etappe. Leider stellt dann ein ekelhaft wach aussehender Mensch an den Kontrollen fest, dass meine Bodylotion 150 ml enthält. Furchtbar, Entsetzlich. Grande Katastrophe - Koffer muss aufgegeben werden, Kontrollmann kuckt streng und alle übrigen Reisenden so, als hätte ich gerade versuche eine mittlere Menge C4 in den Flieger zu schmuggeln. Also trabe ich demütig wieder zurück zum Schalter und gebe meinen Koffer auf, während ich mich sehnsüchtig an frühere Zeiten erinnere, in denen man Flaschen mit in den Flieger nehmen durfte und die einem da richtiges Essen mit richtigem Besteck serviert haben. Schön wars damals! Heute darf man nix mit reinnehmen und es gibt an Bord höchstens noch eine klitzekleine Gummisemmel mit Gummikäse, eingewickelt in eine Art Serviette und einen Minischokoriegel.

12.50 Uhr Ankunft in Rom. Die Sonne brennt. Perfekter Sitz, Dreiwetter........ Ne Moment, jetzt schweife ich ab. Also nochmal: Ankunft in Rom, die Sonne brennt - die Sonne brennt sogar ganz schön doll und mir wird bewußt, dass der Satz "hey, wir haben gerade die heißeste Woche des Jahres" nicht nur so dahergesagt war. Übermüdet, ausgehungert und von der Hitze geplättet retten wir uns in das Flughafengebäude, schließlich gibt es da eine Klimaanlage und nach knapp 40 Minuten dann auch endlich meinen Koffer. Dann also noch schnell einen Stadtplan, Wasser und Brötchen gekauft und endlich geht es auf nach Rom.
Das Gepäck wird fix bei unseren Gastgebern abgeladen und dann geht es los, alte Steine bekucken. Erstes Ziel: das Kolosseum, das laut Karte nur einen guten Kilometer von unserer Unterkunft entfernt ist. Cool, ein Monument in gehreichweite.

Ein Kilometer ist bei über 40 ° in der Sonne übrigens mehr als man denkt und ja, ich bin so fertig wie ich auf dem Bild aussehe. Aber egal, nach einer kurzen Pause und viel viel Wasser geht es rein und dann natürlich auch bis nach oben, alles ankucken und bestaunen und mit den noch vorhandenen Wissenfragmenten aus dem Lateinunterricht abgleichen.


Auf dem Weg zurück dann noch eine alte Ausgrabungsstätte, ein paar Säulen und ein Stück Aquädukt bewundert und dann endlich ein nettes kleines Restaurant angesteuert, in dem viele Einheimische sitzen und das dementsprechend doch sicher ganz authentische italienische Küche anbietet. Jawohl, tut es auch! Und zwar so authentisch, dass mein durch diverse Besuche bei der hiesigen Pizzeria erworbener Wortschatz mir überhaupt nicht hilft. Pizza? Gibt es nicht! Pasta? Eine lange Liste aus der ich gerade mal Spaghetti Carbonara identifizieren kann. Ob mir die Leute am Nebentisch wohl verraten würden, wie das was sie da essen heißt? Zum Glück rettet uns die nette Kellnerin, die schnell merkt, dass wir depperte Touristen sind, und übersetzt die Karte ins Englische; so können wir Fiesigkeiten wie Muscheln oder Ähnliches umgehen, der Abend ist gerettet, das Essen absolut köstlich.

25.07.
Nach einem netten Frühstück mit unseren Gastgebern, geht's dann wieder ab in die Stadt, nach offenen Stoffläden fahnden. Eine echte Odyssee, die damit endet, dass wir keine finden. Also gehen wir los, echtes italienisches Eis futtern und dann den Pantheon besichtigen. Der ist immerhin sehr schön und malerisch und tröstet mich ein bisschen über die entgangenen Stoffe hinweg.
Danach gehts weiter zum Forum Romanum, bewaffnet mit viel viel Wasser, ein paar Keksen und einem Anti-Sonnenstich-Baseball-Cap, mit dem ich aussehe wie der letzte Vollpfosten. Egal! Versuche mich damit zu trösten, dass ich die Leute die über mich lachen eh nie wieder sehe.
Das Forum selbst ist absolut klasse. Kein Gedränge, kein Lärm, sondern nur viele alte Steine und Ruinen in denen man ganz gemütlich umherwandern kann. Und genau das mache ich sehr ausgiebig, bis mir irgendwann bei der dritten Runde die Puste ausgeht.

26.07.
Der letzte Tag in Rom. Leider können wir gar nicht mehr alles schaffen und so entscheiden wir uns nach kurzer Konsultation der Karte für den Petersdom und den Vatikan. Also genau so, wie gefühlte 3 Millionen andere Touristen mit uns; die Schlange vor den Sicherheitsschleusen des Doms reicht tatsächlich halb um den Petersplatz herum und für einen kurzen Moment überlege ich, ob es nicht vielleicht doch reicht den Dom von Aussen gesehen zu haben. Aber mei...wenn man denn schon mal da ist.
Nach einer kleinen Ewigkeit, sowie einem Taschen- und Züchtigskeits-Checkup dürfen wir dann auch endlich rein. Glücklicherweise lösen sich im Inneren die Menschenmassenschlangen sofort auf und man kann relativ entspannt sowohl den Dom, als auch die Grabgewölbe darunter besichtigen.
Die Kuppel, sowie der Rest des Vatikans müssen dann allerdings aus Zeitmangel ausfallen und nach einem letzten Eis und einer kurzen Stippvisite beim Trevi-Brunnen geht es dann auch wieder zum Flughafen. Dieses mal gebe ich meinen Koffer lieber gleich auf und ohne Zwischenfälle geht es dann zurück nach Hause.
Mein Fazit von Rom: Zu kurz, zu heiß, sehr schön und hoffentlich irgendwann wieder.

Mittwoch, Juli 29, 2009

Die Tochter meiner Mutter

Es gibt vermutlich keine einzige Frau auf diesem Planeten, die nicht irgendwann in ihrem Leben wie vom Blitz getroffen mit dem was sie gerade tut innehält und dann ein wenig in sich zusammensackt, weil ihr plötzlich dieser eine Gedanke kommt: Oh mein Gott, ich bin schon genauso wie meine Mutter!
Ich gestehe - um mich hier mal ganz öffentlich zu outen – dieser Gedanke trifft mich sehr sehr regelmäßig. Ehrlich! Zum Beispiel wenn mich urplötzlich die Panik befällt meine Gäste könnten nicht satt werden, oder wenn ich in letzter Minute noch Staub wische, weil Freunde zu Besuch kommen, von denen ich eigentlich ganz genau weiß, dass es ihnen so was von egal ist, ob irgendwo in den untersten Fächern meiner Bücherregale eine Fluse liegt. Aber so sehr ich mich auch wehre, ich kann einfach nicht anders.
Und auch heute Abend haben mich meine Gene wieder überlistet. Angefangen hat alles um Viertel vor Sieben, als ich hungrig und müde von der Arbeit heimkam. Ein Blick in die Obstschale im Vorbeigehen sagt mir – die Zitronen sahen schon mal besser aus. Ein weiterer viel ausgiebigerer Blick in den Kühlschrank zeigt mir 1. , dass da gerade nichts drin ist, was mich interessiert und 2., dass da noch ein Joghurt rumsteht, der dringend weg muss. Und wie ich da stehe und schaue, verbindet mein Gehirn auf einmal zielsicher die Gegenstände Joghurt und Zitrone und verkündet: Das muss weg, du musst Kuchen backen. (Die gleiche Schlussfolgerung zieht mein Gehirn übrigens auch bei zu vielen Eiern, zu vielen Äpfeln, oder zu viel Butter.) Verwendungsalternativen gibt es nicht mehr, die werden komplett ausgeblendet und wie ferngesteuert fange ich quietschvergnügt an Mehl, Zucker, Backpulver und was sonst noch alles dazugehört zusammenzurühren und einen Kuchenteig zu produzieren.
Am Ende, als ich dann glücklich den Teig in die Kuh-chenform umfülle, sehe ich plötzlich meine Mutter vor mir, die kurz in ihren Kühlschrank blickt, den Kopf schüttelt und dann fröhlich verkündet: die Eier müssen dringend weg, ich werde wohl einen Kuchen backen müssen. Und in diesem Moment trifft sie mich dann wieder, die eine immer wiederkehrende Erkenntnis: ich bin und bleibe die Tochter meiner Mutter.

(Mama, solltest du das hier doch zufällig mal lesen: ich hab’ dich lieb!)

Samstag, Juli 18, 2009

Hurra wir haben Straßenfest

Wie viele Schlager hintereinander kann ein Mensch eigentlich ertragen, ohne verrückt zu werden? Und gibt es nicht irgendein Gesetz auf dieser Welt, das das öffentliche Abspielen des Biene-Maja-Liedes um 23.00 Uhr verbietet? Man, ich was für eine Gegend bin ich bloß gezogen!?

(jetzt läuft übrigens "Griechischer Wein" und alle schunkeln und singen mit)

Zuwachs zur Terrassen-Menagerie

Zu unseren Dickmaulrüsslern, Blattläusen und Mini-Springspinnen haben sich jetzt auch noch Würmer ... also genauer gesagt EIN Wurm gesellt. Zumindest knabbert er nicht an meinen Pflanzen.

Donnerstag, Juli 16, 2009

gekämpft und verloren

Ehrlich, ich habe wirklich alles gegeben! Aber gereicht hat es dann leider doch nicht. Schon nach der Hälfte war es eigentlich nur noch eine einzige Quälerei und nach zwei Dritteln dann das Aus: Ich konnte einfach nicht mehr. Als kleiner Trost bleibt mir immerhin die Gewissheit, dass ich nicht alleine gescheitert bin und die recht konkrete Vermutung,
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dass die große Tapas-Platte im Sin Nombre wohl einfach nicht zu schaffen ist.

(Man, so glücklich vollgefressen war ich das letzt mal in Bordenau. )

Freitag, Juli 10, 2009

Fliegende Flusen

Ich habe ja schon lange die Theorie, dass unsere Katzen irgendwie mutieren, sobald wir nicht hinsehen. Nachts zum Beispiel: wenn alles dunkel und still in der Wohnung ist hört man ab und an ganz komische Geräusche aus dem Wohnzimmer und dann das Getrampel von zwei Lebewesen, die mindestens 30-40 KG wiegen müssen und sehr schwere Stiefel tragen. Steht man dann erschrocken auf und macht das Licht an - dann sieht man nur zwei winzig kleine flauschige Katzen, die im Spielen innehalten und unschuldig kucken. Wie sie so einen Lärm mit ihren gerade mal 6-7 Pfund veranstalten können, bleibt nicht nur sprichwörtlich im Dunkeln.
Und was sie tagsüber machen, wenn wir bei der Arbeit sind, möchte ich gar nicht wissen. Wobei halt - eigentlich möchte ich es doch wissen. Denn ich habe vorhin beim Staubwischen festgestellt, dass die komplette Kuppel unseres Deckenfluters voller Katzenhaare war. Ja, die Kuppel des 1,80m hohen Deckenfluters, nebem dem weit und breit nichts steht, von wo aus man Pelzflusen in die Glaskuppel werfen könnte. Wie zum Geier haben die da ihre Haare reinbekommen? Mutieren sie tatsächlich zu wesentlich größeren Tieren, sobald wir nicht da sind und werfen dann immer mal bei Gelegenheit eine handvoll Fell da rein? Kriegen sie bei Bedarf Flügel und umkreisen das Ding regelmäßig und haaren die Kuppel dann von oben voll? Oder sitzen sie vielleicht einfach nur ab und an auf der 1 m tieferen Sofalehne, formen mit ihren Vorderpfötchen kleine Katzenhaarbälle und pusten die dann kunsvoll nach oben in die Lampe?
Vielleicht sollte ich einfach mal heimlich eine Webcam installieren...



Ok, Claudis Theorie zu den fliegenden Flusen hat auch was. ;-)

Samstag, Juni 27, 2009

Netzfund für Filmliebhaber: The Editing Room

Im Editing Room gibt es Filmzusammenfassungen der anderen Art. Ich gestehe, ich habe lange nicht mehr so gelacht.

Star Trek: The Abridged Script

....
Suddenly, a fight breaks out between CHRIS PINE, FOUR STARFLEET CADETS, and APPARENTLY THE CAMERA MAN. Once CHRIS finishes getting his ass kicked, BRUCE GREENWOOD talks to him.

BRUCE GREENWOOD
I looked up your file. Your aptitude test scores are off the charts.

CHRIS PINE
Off the charts? Your aptitude test scoring system has a serious design flaw.

BRUCE GREENWOOD
Enlist in Starfleet. Boldly go where no man has gone before! Meet new and interesting alien life forms that look exactly like humans except with one feature difference such as skin color, eye size, or ear shape!

CHRIS PINE
Look, I’m just not Starfleet material. The only thing I’m any good at is hanging off ledges.

BRUCE GREENWOOD
Just think about it. The ship for new recruits leaves tomorrow, and there’s apparently no other way for you to enlist other than boarding it.

CHRIS rides his bike some more and looks contemplatively at a STARSHIP being built.

CHRIS PINE
Wow. It’s so amazing. How the hell are they ever going to launch that thing off the surface of the planet?
.....
....
EXT. ICE PLANET HOTH

CHRIS wanders around the surface of the ice planet until he runs into a VAGINASAURUS REX. He stumbles down a hillside and into a CAVE, where he meets LEONARD NIMOY!

LEONARD NIMOY
Hello Chris. I am Leonard Nimoy, the future version of Zachary Quinto.

CHRIS PINE
Makes sense, I’ve got the entire surface of a planet to work with and I stumbled into your cave. Please, continue.
....

Dienstag, Juni 23, 2009

Die war dann sowas von tot

Heute Morgen im Metronom mitgehört:
„Und dann haben wir eine Biene auf der Fensterbank gefunden, die war schon voll tot und dann ist Florian gekommen und hat die noch toter gemacht.“

(der Kleine dürfte so ca. 5 gewesen sein)

Sonntag, Juni 21, 2009

Ein Herz für Stoffe, sollten alle haben....

Als hätte ich geahnt, dass mir ein unerwarteter Stoffsegen ins Haus flattert, habe ich letztes Wochenende auf dem Stoffmarkt recht unübliche Bescheidenheit geübt und lediglich 2,5 m schwarzen Futterstoff mit nach Hause genommen. Dies übrigens sehr zur Erheiterung und Empörung meiner Mitstoffjägerinnen, die mir daraufhin promt das nicht ganz passende Verhältnis zwischen der Länge des ankündigenden Blogeintrags und der Kürze meiner Ausbeute unter die Nase rieben.
Aber hey, manchmal wird Zurückhaltung belohnt. Und zwar in diesem Fall in Form von 2x 2,5m tiefblauem Baumwollsamt, der nach einem kurzen Leben als Vorhang einfach lieblos in den Müll entsorgt werden sollte. Ein trauriges Schicksal, dass mich tief betroffen gemacht und sofort zum Handeln genötig hat. Also habe ich, wirklich nur von reiner Selbstlosigkeit getrieben*, die armen verängstigten kleinen Vorhänge schnell an mich geriss....äh...genommen, sie zu mir nach Hause gebracht und vorsichtig in meiner Stofftruhe ausgesetzt, wo sie mittlerweile erste Kontakte zu den bisherigen Bewohnern schließen konnten und sich sehr wohl fühlen. Jetzt muss ich mir nur noch was Nettes für die beiden Überlegen.


* Es war keine Gier....ehrlich nicht *unschuldigkuck*!

Sonntag, Juni 14, 2009

Von Affen und Frauenzeitschriften

Letzten Freitag habe ich mich endlich mal aufgerafft um dem Frisör meines Vertrauens einen kleinen Besuch abzustatten. Da ich den Tag frei und dementsprechend lange geschlafen hatte, bin ich natürlich viel zu spät losgekommen und fand mich dann prompt auf der Wartebank inmitten eines Pulks älterer Damen wieder, die alle irgendwelche komlizierten Dinge mit Lockenwicklern, Färbepasten und Rundbürsten wünschten. Kurzgesagt - ich musste ewig warten. Und weil rumsitzen und in die Luft kucken öde ist, habe ich in meiner Verzweiflung angefangen eine der dort herumliegenden Frauenzeitschriften zu lesen. Wirklich faszinierend, was die Frau von heute anscheinend so interessiert; z.B. Artikel darüber, wie man sich beim ersten Date verhalten sollte, was Männer bei Frauen wichtig finden und die 7 wichtigsten Tipps des Jahres, wie man sein S-exleben vebessern kann. Im Grunde also fast genau die Themen, die auch schon vor fast 20 Jahren in der Bravo abgehandelt wurden.
Die 7 Tipps waren dann allerdings weniger Bravo-like, sondern eher....ähm.... befremdlich; also zumindest für mein Empfinden. Neben dem skurrilen Vorschlag "lassen Sie Ihren Partner doch mal Ihren Ischias stimulieren" (für alle, die jetzt an unanständige Dinge denken - der Ischias ist einfach nur größte Beinnerv und vor allem dafür bekannt, dass er höllische Schmerzen verursachen kann) kam auch der Tipp, beim S-ex einfach mal die Augen aufzumachen, da Frauen ja für optische Reize wie z.B. den Anblick von (Zitat) "k-opulierenden Affen" ganz extrem empfänglich seien. What the hell......??? Ich gestehe, dass ich mit diesem Ratschlag nun doch ein paar Probleme habe. Und zwar nicht nur, weil das durchschnittliche deutsche Schlafzimmer im allgemeinen doch (hoffentlich) einen eklataten Mangel an Affen und Bildern selbiger aufweist die man beim Öffnen der Augen sehen könnte, sondern auch, weil ich mir nun wirklich nur wenig Unerotischeres vorstellen kann und ich mir auch nicht ausmalen möchte, welche Auswirkungen es auf eine Partnerschaft hat, wenn Frau beim S-ex darauf besteht, derartige Bilder zu betrachten. Oder liege ich da falsch, macht man das heute so? Bin ich einfach nur spießig und habe einen Trend verpaßt. Und sollte ich vielleicht ganz schnell ein Abo dieses wunderbaren Journals abschliessen, damit ich in Zukunft über derartige Dinge besser Bescheid weiss und mitreden kann?
Nein!
Wenn ich ehrlich bin, gehört all das Gelesene definitiv in die Kategorie "Dinge, die ich gar nicht wissen will" und ich glaube, ich werde ab jetzt immer ein Buch mitnehmen. Nur so zur Sicherheit, meine ich.....für mich und mein Weltbild.

(an dieser Stelle wurde übrigens mit Absicht kein Bild eingefügt)

Mittwoch, Juni 10, 2009

Ich brauch Stoff

Ich brauch Stoff

ich war zwar gestern schon mal hier doch jetzt brauch ich mehr
ich brauch mehr von deinem Zeug und von dem Zubehör
komm her und frag mich was ich such du bist mein Mann
sprich mich an los sprich mich an

ich möchte bitte noch einmal all diese Farben sehen
mich wie auf Wolken in nem Meer ganz wilder Muster dreh´n
du weißt genau wonach ich giere denn du bist mein Mann
zieh mich an los zieh mich an!

du bist so wunderbar
was hast du heute da?
mach mir die tägliche Dosis klar
ich brauch ich brauch ich brauch
ich brauch Stoff!

du bist mein Push-up-Pusher gib mir dieses Hochgefühl
mach mich besoffen mit nem Schuß mondänem Stil
ich brauch´n Druck auf mein´ Gewebe Bruder hast du´n Tipp
mach mich hip los mach mich hip

deine Designerdrogen kontrollier´n mein krankes Hirn
ey Mann ich häng an deiner Nadel gib mir deinen Zwirn
ich bin beschaffungskriminell hier ist mein Geld
du bist mein Held du bist mein Held

du bist so wunderbar
was hast du heute da?
mach mir die tägliche Dosis klar
ich brauch ich brauch ich brauch
ich brauch Stoff!

(Anett Louisan)

Was ich mit diesem so nett passenden Liedtext eigentlich sagen will ist: Samstag isses wieder soweit - der Holländische Stoffmarkt ist in Hamburg.

Dienstag, Juni 09, 2009

Zahl des Tages: 7

Heute um 7 Uhr hatte ich eine kleine Geräteeinführung im neuen Fitnesstudio nebenan. Die Einführung bekam ich zusammen mit einer anderen Anfängerin, die genau 7 Jahre jünger, 7 cm größer und 7 Kilo leichter als ich war.
Fühlte mich spontan 7 mal so klein und unsportlich.

Montag, Juni 08, 2009

Strohwitwensonntag

Frühmorgens vom Geschnarche der kleinen Schwarzkatze aufgewacht, kurz danach gut eine Minute sinnierend auf eine Kanne mit frisch aufgegossenem heißen Wasser gestarrt, bis mir aufgegangen ist, dass kein Tee im Filter war und mich dann mittags vor dem Wahllokal wiedergefunden - in der Hand noch die Tüte mit dem gebrauchten Katzenstreu, die ich auf dem Weg dahin eigentlich bei den Mülltonnen entsorgt haben wollte.
Es gibt einfach so Tage, da finde ich mich selber seltsam.

Samstag, Juni 06, 2009

Don't judge a book by its cover


Auch wenn man ein Buch ja eigentlich nicht nach seinem Aussehen oder seinem Titel beurteilen soll, habe ich jetzt trotzdem mal beschlossen, dass das hier einfach gut sein muss und es stante pede in meinen Amazon-Einkaufskorb geschubst.
Die Idee ist einfach so wunderbar bescheuert *g*.

Montag, Mai 25, 2009

Top 10 der Ausreden

...warum bloggen im Moment leider grad nicht geht:

1. Das Wetter ist schön.
2. Ich habe einen neuen Rechner, der bepuschelt werden muss.....
3. ....und überhaupt, Zahnweh hab' ich auch.
4. Hier passiert grad nix...
5. und der Cat-Content verschläft den ganzen Tag.
6. Ich müßte ja eigentlich auch erst mal ganz viel wegnähen....
7. und noch ein paar Goo-Bällchen stapeln.
8. Meine Cola ist auch schon wieder alle.
9. Die Dickmaulrüssler sind weg.
10. Hatte ich schon das schöne Wetter und die Zahnschmerzen erwähnt?

Montag, Mai 11, 2009

Star Trek - The Beginning

Samstag war endlich mal wieder Kino angesagt; zusammen mit unserem Besuch aus Berlin ging es zu "Star Trek - The Beginning", ein Film, den ich sehr gespannt erwartet habe, da (jetzt oute ich mich mal) Kirk, Spock und McCoy zu den größten Helden meiner Kindheit gehörten und ich einfach sehen wollte, ob die Macher es wirklich geschafft haben diese 3 wieder auferstehen zu lassen. Und tatsächlich, es hat funktioniert. Auch wenn alles ein bisschen moderner und echter gewirkt hat, hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl des "ne, so war das aber nicht" und spätestens, als es gleich zu Anfang den "guy in the red Shirt" erwischte und Pille sein "Ich bin Arzt und kein Physiker, verdammt nochmal" raunzte, habe ich mich wieder viele viele Jahre zurückversetzt gefühlt und mit meinen einstigen Helden mitgefiebert.
Beeindruckt hat mich aber am meisten das Casting - jeder der Charaktere war problemlos wiederzuerkennen und bei dem ein oder anderen fand ich die Ähnlichkeit mit dem Original fast unheimlich. Auf jeden Fall war der Film in keiner Sekunde langweilig und ich kann ihn bedenkenlos jedem empfehlen, der mit Raumschiff Enterprise groß geworden ist.

Freitag, Mai 01, 2009

Hilfe, die Metzger kommen!

1. Mai, Tag der Arbeit. Gemütlich sitze ich morgens am Küchentisch und trinke den ersten Tee des Tages, als plötzlich draussen ein kleiner Tumult entsteht und irgendwas von Schlachtern und Metzgerinnen gerufen wird. Ein Massenmord in der Innenstadt? Oder die Ankündigung zu irgendeinem historischen Spektakel? Neugierig schleiche ich zum Fenster und kucke, was sich da tut.
Draussen auf der Straße steht stolz aufgereckt ein kleiner älterer Mann mit etwas wirrem Haarkranz und einem geringelten Hemd und verkündet „Ich hole die Metzger und Schlachter, die Metzgerinnen und die Schlachterinnen!“ Zufrieden bleibt er danach ein paar Sekunden stehen und geht dann zum nächsten Haus, wo sich die ganze Sache wiederholt: „Ich hole die Metzger und Schlachter, die Metzgerinnen und die Schlachterinnen!“ Das geht dann bis zum Ende der Straße so, wo er abbiegt und die nächsten Häuser mit seiner Nachricht beglückt. Irgendwann verschwindet seine Stimme in der Ferne.
Seitdem sitze ich hier und grüble; wer war der Mann und warum wollte er, dass wir wissen, dass er die Metzger und Schlachter und die Metzgerinnen und Schlachterinnen holt. Müssen wir auf sie warten? Und was wird passieren, wenn er sie geholt hat? Gibt es überhaupt weibliche Schlachter und Metzger hier in Lüneburg, oder wollte er nur politisch korrekt sein? Und überhaupt, ist Metzger und Schlachter nicht ein und dasselbe?
Wie auch immer, ich werde auf jeden Fall heute lieber drinnen bleiben und nur von Zeit zu Zeit kucken, ob Leute mit blutverschmierten Schürzen, Messern und Beilen durch die Innenstadt laufen.

Montag, April 27, 2009

UFO-Abbau WIP

Eigentlich wollte ich mich heute ja endlich an die Tournüren-Ärmel setzen, aber beim Herauskramen meiner Nähutensilien schob sich plötzlich ein kleines Stückchen Lila-Stoff dazwischen und piepste: "Ich war aber zuerst da. Ich will zuerst fertig werden."
Und ja, fairerweise muß ich zugeben, dass ich den lilanen Burda-Blazer tatsächlich zuerst angefangen habe; nämlich irgendwann Mitte letzten Jahres in einem Anfall von "versuch doch mal wieder was von Burda". Kein besonders langwieriger Anfall, denn nachdem ich die Kragen-Anleitung ein viertes mal gelesen und nicht verstanden habe und die Front nicht so recht passen wollte, sind die vielen Einzelteile erst mal in die Ecke geflogen und dort laaaange liegengeblieben.

Bis ich mich heute noch mal drangetraut und einfach Linekens Ratschlag, die Anleitung zu ignorieren und frei nach Schnauze loszunähen, beherzigt habe. Und siehe da, es ist immerhin blazerförmig geworden. Ok, professionell geht anders und die komische Beule, die er vorne an der Schulter wirft, ist nicht so der Hit, aber da die Titelmodelle genau das gleich Problem haben, scheint das am Schnitt und tatsächlich nicht an meinen Nähkünsten zu liegen. Ich hoffe auf jeden Fall, dass wenn er vernünftig in Form gebügelt ist, er in der Öffentlichkeit tragbar wird.

Samstag, April 25, 2009

Mehr Mitleid für Männer

Ich dachte ja bisher dies sei die ultimative Demütigung für die Herren der Schöpfung, aber heute beim Einkaufen habe ich gesehen - es geht noch schlimmer: Hello Kitty Unterhosen für Männer. An dieser Stelle eine kleine Schweigeminute für die armen Kerle, die sowas von ihrer Freundin geschenkt bekommen haben und nun tragen müssen. Jungs, ihr tut mir leid!

Freitag, April 24, 2009

Es lebe der Dickmaulrüssler

Du hast WAS getan?“ Völlig fassungslos schaut sie mich an.

Ähm, na ja…“ druckse ich ein bisschen verlegen herum. „Ich habe Insektenvernichter geholt. Immerhin haben die Viecher schon meine Stockrose gefressen und ich wollte zumindest meine Kamelie retten und…..“ Ihr Blick lässt mich verstummen und ich sinke ein bisschen zusammen.

Die armen kleinen Dickmaulrüssler, das ist total barbarisch! Die haben dir nichts getan! Wie kannst du nur so gemein sein?“

Aber meine Kamelie“ wimmere ich „die haben die ganzen Blätter angefressen.“

Na und, geschieht dir recht. Du hättest den kleinen Kerlchen ja auch einfach eine neue Stockrose kaufen können – die mögen sie sowieso viel lieber und dann hätten sie die Kamelie auch in Ruhe gelassen. Selbst Schuld!“ Triumphierend blickt sie mich an.

Baff über so viel geballte Logik gebe ich dann also auf und schließe mich dem allgemeinen Dickmaulrüssler-Fanclub an; wenn alle die kleinen Tierchen so lieben, muss ja irgendwas an ihnen dran sein. Und hey, wenn ich mir das Bild so ankucke - soooo hässlich sind sie tatsächlich nicht. Ob die wohl morgen auf dem Markt neue Stockrosen haben?


Ein Risendankeschön an Claudi, die bei Tag und Nacht und Wind und Wetter ausgeharrt hat, um ein gutes Bild von den Tierchen zu machen und mich so von ihrer Niedlichkeit überzeugt hat.

Diese Geschichte ist natürlich total frei erfunden und einfach nur als Antwort für alle gedacht, die „oh nein wie niedlich, so was will ich auch“ gequietscht haben haben, als ich ihnen von der Dickmaulrüsslerinvasion auf meiner Terrasse erzählt haben *g*.

Montag, April 20, 2009

Warum denn nicht einfach nur Blattläuse?

Anderer Leute Planzen haben sowas wie Blattläuse oder Schnecken - meine Blümchen hingegen werden von Trauermücken und Dickmaulrüsslern heimgesucht. Was mache ich eigentlich falsch?

Sonntag, April 19, 2009

1880er Tornüren-WIP


Irgendwie will mein Bürzelkleid gerade nicht so richtig werden. Der Überrock beharrt eigensinnig auf ein wenig Schlagseite und das Oberteil wirft hinten appeldwatschige Falten, von denen ich leider nicht weiß, ob sie nur bei meiner Schneiderpuppe auftauchen, oder auch an mir. Ich könnte das natürlich rausfinden, aber um das zu tun, müßte ich mich in mein Korsett werfen und das geht rippenbedingt gerade so gar nicht *seufz*. Na ja, so habe ich noch Zeit mir zu überlegen, ob ich das Oberteil kürzer machen sollte und ob die Ärmel Aufschläge bekommen oder lieber doch nicht.










Dienstag, März 31, 2009

Bye bye Bordenau


Dienstag Morgen, 9.30 Uhr:

Seit mehr als 36 Stunden habe ich keine warmen Pizzaschnecken mehr bekommen, nirgendwo rattert eine Nähmaschine und wenn ich "manna manna" in den Raum frage kommt keine Antwort. Bordenau ist also wirklich endgültig wieder vorbei.

Ab und an kucken die kleine Nähmaschine und ich uns an, stoßen einen traurigen Seufzer aus und lassen unmotiviert den Kopf hängen. Alleine nähen macht nach einem so tollen Wochenende einfach keinen Spaß; und ein tolles Wochenende war es definitiv. 20 wilde mit Nähmaschinen und Nadelkissen bewehrte Weiber, bestimmt mehr als 150m Stoff, riesige Essensberge und vor allem eine Menge guter Laune haben dafür gesorgt, dass es nicht eine Minute langweilig war. Kam jemand nicht weiter, war immer sofort jemand anderes da und hat beim Abstecken geholfen, das Korsett geschnürt, das richtige Bild/Schnittmuster für die große Erleuchtung rübergereicht oder Nähmaschinenöl/farblich passendes Garn/Nadeln etc. ausgeliehen.

Um zu verhindern, dass wir bei all unseren wahnsinnig anstrengenden schweißtreibeneden Tätigkeiten vom Fleisch fallen, wurden wir von diversen Schneiderlein nebenbei mit so wichtigen nahrhaften Dingen wie Muffins, Mudcake, Pizzaschnecken, Gemüsesuppe, Nudelsalat, mehr Pizzaschnecken, Knöpfle mit Bohnen, einem Koreanischen Buffet und noch vielem mehr (sogar Salat war dabei) versorgt. Übrigens einer der Hauptgründe, warum Bordenau maximal alle halbe Jahr stattfinden darf; gäbe es mehr Termine, wären wir alle in spätestens 3 Jahren so kugelrund gefuttert, dass wir uns nicht mehr bewegen und schon gar nicht zur Nähmaschine vorbeugen könnten.

Ein weiterer Grund ist der doch ziemlich eklatante Schlafmangel, der sich meist schon am ersten Tag einstellt und diesmal dazu führte, dass mir am Samstag Morgen, als ich in den Nähsaal geschlurft bin, führsorglich mitgeteilt wurde, dass das Bad jetzt frei sei und ein bisschen kaltes Wasser sicher Wunder wirken würde. Leider war ich zu dem Zeitpunkt aber schon im Bad gewesen und dachte, dass mich das kalte Wasser und der Kamm bereits in ein ansatzweise menschlich wirkendendes Wesen verwandelt hätten. Aber ok, nachdem ich jetzt die Fotos des Tages gesehen habe weiß ich: die Statisten aus "Shaun of the Dead" wirken lebendiger als ich es zu dem Zeitpunkt tat.

Auf jeden Fall war es ein rundum tolles Wochenende und ich bin fest entschlossen, beim nächsten Termin im Oktober dann wieder dabei zu sein. In diesem Sinne:

Manna manna....?

(das Foto habe ich ganz frech bei Julchen geklaut)

Montag, März 30, 2009

Wenn der Postmann gar nicht klingelt

Ich habe letzten Sonntag, die Tatsache ausnutzend dass ich frei habe und daher auf den Lieferanten warten kann, im Internet zwei nette kleine Teppichbrücken bestellt. Natürlich bei einem namhaften Teppichhaus und natürlich nur solche, die definitiv als "auf Lager" gekennzeichnet waren - mein (Zeit-)Plan war also voll durchdacht und bis ins letzte Detail ausgetüftelt. Genützt hat diese Planung allerdings wenig, denn mein Bestellschein ist zwar in der Zentrale angekommen, wurde von dort dann aber erst mal ins große Teppichbestellnirvana gesandt; sprich: er ging verloren und wurde folglich nicht bearbeitet. Aber das würde selbstverständlich sofort nachgeholt werden, hat man mir versprochen.

I: Und wann bekomme ich meine Sachen?
T: Irgendwann diese Woche per UPS!
I: Und wann genau, gibt's da irgendeine Nummer, die ich nachverfolgen könnte? Ich muß ab Mittwoch wieder zur Arbeit.

Nein, eine Nummer gibt es nicht, also sitze ich jetzt hier und warte auf einen UPS-Mann, der irgendwann im Laufe dieser Woche zwischen 8 und 18 Uhr hier auftauchen soll, um mir eine kleine Teppichrolle im Austausche für Bargeld in die Hand zu drücken. Fantastisch, oder?

Donnerstag, März 26, 2009

Packen für Bordenau

Morgen geht es wieder los nach Bordenau, zum diesjährigen Frühjahrsnähtreff und ich gestehe, ich bin derzeit noch ein kleines bisschen planlos, was ich nun genau machen will. Bzw. habe ich viel zu viele Ideen und viel zu viele Stoffe und viel zu wenig Entscheidungswillen um jetzt was festzulegen. Vielleicht sollte ich einfach blind ein paar Stoffe aus meinem Vorrat ziehen und dann einfach vor Ort kucken, was sich daraus machen läßt? Oder alles mitnehmen? Oder zu meiner Ursprungsidee zurückkehren?
Waah, warum kann ich bloß nicht einer von diesen gradlinigen entscheidungsfreudigen Menschen sein???

Sonntag, März 22, 2009

Ich habe frei

Heute ist er endlich da, der erste Tag vom Rest meiner Leb....ähm Resturlaubs; meine Zeit im Archiv ist vorbei und damit endlich auch diese unchristlichen Aufstehzeiten von 4.30 Uhr oder 5.30 Uhr. Ab nächstem Monat arbeite ich erst mal auch nur 80 % und kann somit jede Arbeitswoche mit dem wunderbaren Gefühl des "uff, zumindest der Montag ist ja schon mal geschafft" beginnen. Klingt nett, oder? Ich denke auf jeden Fall, dass es die richtige Entscheidung war und werde mir jetzt erst mal einen Tee kochen, um meinen freien Montag ganz in Ruhe anzugehen.

Donnerstag, März 19, 2009

Ich bin schon groß

Es gibt sie ja immer und überall, diese Menschen, die genau zu wissen meinen, was wir am besten tun und lassen sollten. Und die ohne zu fragen auch immer gleich loslegen und anfangen unser Leben und unsere Entscheidungen umzuorganisieren; selbstverständlich alles zu unserem Besten, sie meinen es ja schließlich gut mit uns.
Ich spreche hier übrigens nicht von Müttern – die machen so etwas zwar auch ständig, allerdings sind sie, auch wenn man mittlerweile schon Anfang 30 ist, quasi biologisch dazu verpflichtet und können gar nicht anders. (und außerdem machen sie meistens gute Vorschläge, aber das ist eine ganz andere Geschichte, oder Lineken? ;-) ) Nein, ich spreche von diesen allzeit bereiten Menschen um uns herum, die erst nett und freundlich um die Ecke kommen, um sich dann mal eben darüber auszulassen, was wir alles falsch machen, wie schrecklich es uns doch damit gehen muss und was wir zusammen daran in den nächsten Wochen ändern werden.
Äh hallo, geht’s noch?
Es mag sein, dass ich nicht immer die optimale Entscheidung treffe, aber ich bin weder zu dämlich, noch zu kindisch oder unwissend, um in einer Sache das Pro und Kontra abzuwägen und mich dann für einen Weg zu entscheiden. Ich nehme gerne Ratschläge an, keine Frage, aber was in meinem Leben definitiv nicht fehlt ist ein Mensch, der mich mal eben entmündigt und mir sagt, dass das, was ich für gut befunden habe, völliger Mist ist und was ich in Zukunft zu tun habe, damit alles besser läuft. Ich will keine Menschen die mir meine Entscheidungen mies machen – vor allem nicht, wenn sie weder eine Grundlage noch irgendwelche Argumente außer einem „also ich finde ja...“ haben. Ich kann für mich selbst entscheiden, ich bin schon groß!

(Um Missverständnissen vorzubeugen – es geht hier um niemanden der mein Blog kennt oder mitliest und soweit ich weiß, kennt auch keiner der hier Mitlesenden diese Person.)

Samstag, März 14, 2009

Morgens halb acht in Deutschland

Gestern war ja Freitag der 13., normalerweise ein Datum auf das ich nicht all zu viel gebe. Dass ich trotzdem mit leichten Bauchschmerzen aufgestanden bin lag eher daran, dass ich meine dritte Vorlesung halten musste – eine Tätigkeit die für mich, die ich das Reden vor Gruppen hasse, ein absoluter Horror ist.
Aber egal, ich habe versprochen den Kurs zu machen und habe mich somit, ganz pflichtbewusst, am Donnerstag Abend wiedereinmal hingesetzt und mit Pookah als Zuhörerin meinen Vortrag geübt. Eine ehrlich gesagt ziemlich demoralisierende Angelegenheit, denn mehr als ein gelangweiltes Mau gab es diesmal leider nicht als Feedback. Und wenn nicht mal Pookah, die sonst jegliche Form von Aufmerksamkeit großartig findet, es interessant findet...... *schluck*
So bin ich also Freitag Morgen mit dem Motto „It’s do or die“ zur Arbeit aufgebrochen, natürlich nicht ohne mich vorher zu vergewissern, ob ich auch wirklich alle Notizen, Bücher und den USB-Stick eingepackt habe. Habe ich, es kann also nichts mehr schief gehen. Und es läuft auch alles gut: ich habe sämtliche Sachen dabei, bin rechtzeitig am Lüneburger Bahnhof und der Zug schafft es tatsächlich ohne Verspätung zum Hamburger Hauptbahnhof, wo ich dann fast ein bisschen leicht und beschwingt die Treppen hochlaufe um zur U-Bahn zu gelangen.
Und ich laufe und laufe, bis mich plötzlich eine unschöne Erkenntnis überkommt: ich sollte gar nicht so leicht und beschwingt durch den Hauptbahnhof laufen können, denn in meiner rechten Hand müsste sich eine schwere Buch-und-Notizentasche mit bremsender Wirkung befinden. Müsste sie, tut sie aber nicht. Ich habe mir ausgerechnet diesen Tag dazu ausgesucht, um das erste mal in meinem Leben etwas in einem Zug zu vergessen. Großer Mist! Große Panik! Ogottogottogottt!
Ich also schnellstmöglich zum Zug zurückgejoggt und meine Tasche gesucht. Nix! Zugbegleiterin gefragt. Nix. Zum Servicepoint gejoggt: Nix. Zug noch mal durchsucht. Nix. Alle bereits eingestiegenen Reisenden nach meiner Tasche gefragt. Auch nix. Mir in letzter Verzweiflung einen DB-Mitarbeiter geschnappt, der netterweise alle in Frage kommenden Kollegen und Servicepoints abtelefoniert hat und dann zusammen mit mir noch mal durch den Zug gestiefelt ist. Nix.....halt doch? Auf einem der Sitze ist sie tatsächlich: MEINE Tasche. Ich also hingestürzt und die Tasche geknuddelt; und mich bei dem netten Helfer bedankt, der vorsorglich schon mal 3 Schritte zurückgewichen ist (vermutlich vor Angst, ich könnte ihn genauso stürmisch an mich reißen wie die Tasche).
Die Vorlesung hat dann glücklicherweise irgendwie geklappt. Ob die Studis sie besser fanden als Pookah weiß ich allerdigs nicht genau; zumindest kann ich aber sagen, dass keiner von ihnen gelangweilt Mau gemacht hat. Und das ist doch schon was, oder?

Freitag, März 06, 2009

Sonntag, Februar 22, 2009

Stöckchen gefunden

Über dieses Stöckchen hier bin ich bei Ari gestolpert.

Wenn ich nicht ich wäre, sondern……

ein Monat: September
ein Wochentag: Samstag
eine Tageszeit: früher Abend
ein Planet: der Mond (ok, ist kein richtiger Planet, aber wir sind ja großzügig))
ein Meerestier: das kleine Meerestier, dass irgendwann aus der Ursuppe gekrochen ist, weil es beschlossen hat, dass Wasser irgendwie doch nicht so ganz sein Element ist

eine Richtung: immer der Nase nach
eine Zahl: 7
ein Kleidungsstück: Jeansmantel mit Puschelfellborte
ein Schmuckstück: schlichte Silberkette mit Pentagramm
eine Kosmetik: wäre ich nicht
eine Blume oder eine Pflanze: Pusteblume
eine Flüssigkeit: Schokoladensauce
ein Baum: Korkenzieher-Hasel
ein Vogel: Möwe
ein Möbelstück: Apothekerschränkchen
ein Wetter: die Ruhe vor dem Sturm
ein mythisches Wesen: Drache
ein Tier: Katze
eine Farbe: erdbeerfarbenes Ockergrün ;-)
ein Element: Silber
ein Auto: ein alter VW-Käfer
ein Lied: ich bin ich - Rosenstolz
ein Film: Dogma
eine Filmfigur: Evelyn Carnahan (die Bibliothekarin aus die Mumie)
eine Stimmung: öhm....zynisch-pragmatische Euphorie oder so
ein Körperteil: Kopf
ein Gesichtsausdruck: diesess spöttisch fragende Gesicht mit der hochgezogenen Augenbraue, as Mr. Spock immer macht…

ein Schulfach: Freistunde
ein Gegenstand: ein Satz Tarot-Karten
ein Wort: strange
ein Körpergefühl: gemütlich
ein Knabbergebäck: Mini-Butterkeks
eine Sportart: Freeclimbing
eine Droge: Opium
ein Getränk: Kiba
eine Eissorte: Himbeer-Sorbet
ein Märchen: der standhafte Zinnsoldat
Spielzeug: ein Kaleidoskop
ein Land: Malta

So, wer mag darf das Stöckchen aufheben und mitnehmen.

Freitag, Februar 20, 2009

I rule you

"Ganz recht, ihr habt richtig gelesen. Niederträchtige Bibliothekare kontrollieren die Welt. Sie halten alle in Unwissenheit, sie lehren Lügen statt Geschichte, Geografie und Politik. Für sie ist das ganze so eine Art Witz."

Brandon Sanderson: Alcatraz und das Pergament des Todes

Sonntag, Februar 15, 2009

Hilfe, ich habe Stoff

Nachdem mich Linekens Stofflager-Beitrag und die Frage, was und wieviel ich eigentlich selbst so in meinem kleinen Sammelsurium beherberge, die letzten Tage nicht losgelassen hat, habe ich heute dann auch mal zu Maßband und Excel-Tabelle gegriffen und eine kleine Aufstellung meiner Bestände gemacht.

Und was soll ich sagen - auch ich habe den dreistelligen Meterbereich geknackt, was statistisch gesehen bedeutet, dass ich, wenn ich mein jetziges Nähtempo und meinen jetzigen jährlichen Stoffverbrauch beibehalte, für die nächsten 10 Jahre gut versorgt bin. Hmmmmmm......
Heißt das jetzt, dass ich

a. ein gutes Händchen für Voratshaltung habe?
b. viel zu langsam nähe?
oder
c. dass ich ein kleiner kranker Hamster bin, der sich von Stoffmärkten fernhalten sollte?

Ich glaube, ich geh mal lieber was wegnähen.

Dienstag, Februar 03, 2009

Faszinierend

Ist es nicht immer wieder grenzenlos erstaunlich und erschreckend zugleich, welch unendlich tiefe und unversöhnliche Hassgefühle ein lahmender zickiger Computer in uns wecken kann?

(Gut, dass ich keine Axt besitze!)

Montag, Januar 26, 2009

Überlebensinstinkt reloaded

Nicht Böses ahnend überquere ich heute nach dem Einkaufen den Lüneburger Rathausmarkt, als plötzlich ein Fahradfahrer sehr zielsicher und vor allem verdammt schnell mit mir auf Kollisionskurs geht. Äh, hallo? Hatte ich sowas in der Art nicht gerade?

Neugierig, ob mein letzter Fast-Zusammenstoß mich irgendwas gelehrt hat, horche ich in mich hinein und immerhin - statt mir zu raten, einfach still stehen zu bleiben und das Beste zu hoffen, wartet mein Überlebensinstinkt mit der glorreichen Idee auf, ich solle still stehen bleiben, das Beste hoffen und den 2 Kg-Beutel Orangen in meiner rechten Hand nach dem Fahradfahrer werfen; eine ganz bestimmt sichere Methode ihn entweder zu stoppen oder zumindest zum Ausweichen zu bringen.



Zum Glück wirft sich meine Logik heldenhaft dazwischen und verhindert die Umsetzung dieses Plans. Und hält mir dann auch gleich einen kurzen (inneren) Votrag zum Thema - blöde Ideen und geistige Tiefpunkte.

Immerhin scheinen sich meine Gedankengänge irgendwie auf meinen Gesicht wiederzuspiegeln, denn der Fahradfahrer beäugt erst mich und dann den Orangenbeutel und zieht dann ganz plötzlich ziemlich hektisch sein Fahrrad nach rechts. Die Zusammenstoß-Gefahr ist also wieder mal von mir abgewendet.

Vielleicht sollte ich demnächst aber trotzdem nur noch in Begleitung das Haus verlassen; ich meine - ehe noch was passiert oder ich wirklich anfange Obst nach den Einheimischen zu werfen.


Das Bild stammt übrigens von Claudi, die ganz spontan angeboten hat hier ab und an eine kleine Skizze beizusteuern. (bzw. das, was sie halt eine "kleine, schnelle Skizze" nennt - ich nenn' das ein Bild)

Sonntag, Januar 18, 2009

sabotierte Vorsätze

Neben den üblichen verdächtigen habe ich zu Silvester noch den Vorsatz geschlossen, dieses Jahr endlich wieder mehr zu nähen und mal die Stoffberge abzubauen, die ich in den letzten Jahren in liebevoller Kleinarbeit angehäuft habe. Na ja, vielleicht nicht ganz abbauen; halt nur so viel, dass ich im März wieder ohne schlechtes Gewissen mit den Forenmädels über den Holländischen Stoffmarkt schlendern kann.
Damit ich diesen Vorsatz gar nicht erst lange vor mir herschiebe (bis März ist es ja auch nicht mehr so lange) habe ich gestern Abend also voller Tatendrang angefangen einen Tournürenrock zu basteln. Oder zumindest etwas, das aussieht wie eine Mischung aus Tournürenrock und gefälteltem Kartoffelsack mit Bündchen; ja, braun kann manchmal eine ziemlich undankbare Farbe sein.
Sabotiert wurde ich bei der ganzen Aktion recht massiv von unseren beiden Plüschnasen, die ihrerseits anscheinend auch Silvestervorsätze gefaßt haben. Nämlich: mehr mit ihren Menschen zu spielen und mehr mit ihren Menschen zu kuscheln und ihnen insgesamt viel Aufmerksamkeit zu widmen. Steht ja so auch in jedem Ratgeber.
Die erste Schicht hat Pookah übernommen; entschlossen stapft sie auf mich zu, setzt sich auf das Schnittmusterpapier und kuckt mich aus großen Augen erwartungsvoll an:
Und, was machen wir beide jetzt?
Vorsichtig setze ich sie beiseite und erkläre ihr, dass ICH jetzt ein Schnittmuster bastle.
Ach ja? Fein, da kann ich helfen.
Pookas Hilfe sieht dann so aus, dass sie erst mal ein kleines bisschen das Papier belauert, dann meinen Bleistift verfolgt und zum zum Schluß schnurrend neben mir herläuft und alle 10 Sekunden meinen Ellenbogen anstübert. Das Schnittmuster sieht also aus, als hätte man mir während des Zeichnens sporadisch kleine Stromschläge verpaßt. Aber zumindest war ich beschäftigt.
Zufrieden mit ihrem Werk trollt sich Pookah und überläßt Tabs das Feld, die für die körperliche Fitness zuständig ist. Und was braucht man für Fitnessübungen? Richtig, ein Band! In Emangelung eines Therabandes bringt sie einfach ihren Lieblingsschnürsenkel mit und stimmt sofort ein paar durchdringende Motivationsmaunzer an bis ich gottergeben alles liegen lassen und eine Runde Tüddelbandjagd durch das Wohnzimmer starte. Zwischendurch dann noch ein paar Attacken ihrerseits auf das Schnittmusterpapier und dann ist sie endlich der Ansicht mich ausreichend müde gespielt zu haben und trollt sich auf das Bücherregal.
Jetzt habe ich endlich wieder die Möglichkeit ein kleines bisschen weiter zu machen, kann alle Teile zuschneiden und sogar ein kleines bisschen nähen. Allerdings nur so lange, bis Pookah mitbekommt, dass Tabs mich alleine gelassen hat und mir sofort ihre geballte Aufmerksamkeit zukommen lässt. Denn was wäre ein guter Vorsatz, wenn man ihn nicht umsetzt?

Hoffentlich sind die beiden bald auch so schlusig wie ich mit meinen guten Vorsätzen, denn ich gestehe, ich fange schon wieder an zu schwächeln. Mein Beschluss mich gesünder zu ernähren endete heute morgen in einem Apfel zum Frühstück..........der in einer Menge Pfannkuchenteig eingebacken war. Und ich schätze, das zählt nicht mal unter den Großzügigsten als Obst, oder?

Sonntag, Januar 11, 2009

Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch

Also irgendwie hat michTintenherz als Film nicht so richtig überzeugt; alles war ein bisschen zu wirr und zu gestückelt. Schade um die schöne Buchvorlage.

Samstag, Januar 10, 2009

Back to life, back to reality...

Das neue Jahr ist da, der Urlaub ist vorbei und der (Arbeits-)Alltag hat mich wieder. Silvester war sehr schön und sehr witzig und alle Gäste waren so höflich in allen Schälchen was übrig zu lassen und zu behaupten sie wären pappsatt. ;-)

Da das letzte Jahr zumindest für mich irgendwie nicht so richtig gut gelaufen ist, habe ich, wenn ich ehrlich bin, in den Jahreswechsel große Erwartungen gesetzt. Im Sinne des Positive Thinkings: Es ist ein neues Jahr, alles wird besser, alles ist jetzt anders - nicht mehr zurückblicken, sondern nur noch nach vorne. An sich ein ziemlich guter Vorsatz, der aber leider schon in den ersten 10 Tagen des Jahres 2009 ganz massiv von meinen Mitmenschen sabotiert wurde. Denn die sind derzeit alle noch dabei, ohne Rücksicht auf ihr Umfeld, ganz schnell das zu erledigen, was sie 2008 nicht mehr geschafft haben und die abzukanzeln, die sie 2008 nicht mehr erwischt haben. Sprich: außer mir ist noch niemand im neuen Jahr angekommen.
Ob es wohl auffiele, wenn ich mich die nächsten paar Wochen irgendwo auf eine kleine einsame Insel verkrümeln würde? Nur bis die ollen 2008er-Reste endlich vom Tisch sind? Denn ehrlich gesagt ist derzeit meine Bereitschaft, die Fehler und Macken anderer (weiter) auszubaden, nicht so richtig groß.