Montag, Januar 26, 2009

Überlebensinstinkt reloaded

Nicht Böses ahnend überquere ich heute nach dem Einkaufen den Lüneburger Rathausmarkt, als plötzlich ein Fahradfahrer sehr zielsicher und vor allem verdammt schnell mit mir auf Kollisionskurs geht. Äh, hallo? Hatte ich sowas in der Art nicht gerade?

Neugierig, ob mein letzter Fast-Zusammenstoß mich irgendwas gelehrt hat, horche ich in mich hinein und immerhin - statt mir zu raten, einfach still stehen zu bleiben und das Beste zu hoffen, wartet mein Überlebensinstinkt mit der glorreichen Idee auf, ich solle still stehen bleiben, das Beste hoffen und den 2 Kg-Beutel Orangen in meiner rechten Hand nach dem Fahradfahrer werfen; eine ganz bestimmt sichere Methode ihn entweder zu stoppen oder zumindest zum Ausweichen zu bringen.



Zum Glück wirft sich meine Logik heldenhaft dazwischen und verhindert die Umsetzung dieses Plans. Und hält mir dann auch gleich einen kurzen (inneren) Votrag zum Thema - blöde Ideen und geistige Tiefpunkte.

Immerhin scheinen sich meine Gedankengänge irgendwie auf meinen Gesicht wiederzuspiegeln, denn der Fahradfahrer beäugt erst mich und dann den Orangenbeutel und zieht dann ganz plötzlich ziemlich hektisch sein Fahrrad nach rechts. Die Zusammenstoß-Gefahr ist also wieder mal von mir abgewendet.

Vielleicht sollte ich demnächst aber trotzdem nur noch in Begleitung das Haus verlassen; ich meine - ehe noch was passiert oder ich wirklich anfange Obst nach den Einheimischen zu werfen.


Das Bild stammt übrigens von Claudi, die ganz spontan angeboten hat hier ab und an eine kleine Skizze beizusteuern. (bzw. das, was sie halt eine "kleine, schnelle Skizze" nennt - ich nenn' das ein Bild)

Sonntag, Januar 18, 2009

sabotierte Vorsätze

Neben den üblichen verdächtigen habe ich zu Silvester noch den Vorsatz geschlossen, dieses Jahr endlich wieder mehr zu nähen und mal die Stoffberge abzubauen, die ich in den letzten Jahren in liebevoller Kleinarbeit angehäuft habe. Na ja, vielleicht nicht ganz abbauen; halt nur so viel, dass ich im März wieder ohne schlechtes Gewissen mit den Forenmädels über den Holländischen Stoffmarkt schlendern kann.
Damit ich diesen Vorsatz gar nicht erst lange vor mir herschiebe (bis März ist es ja auch nicht mehr so lange) habe ich gestern Abend also voller Tatendrang angefangen einen Tournürenrock zu basteln. Oder zumindest etwas, das aussieht wie eine Mischung aus Tournürenrock und gefälteltem Kartoffelsack mit Bündchen; ja, braun kann manchmal eine ziemlich undankbare Farbe sein.
Sabotiert wurde ich bei der ganzen Aktion recht massiv von unseren beiden Plüschnasen, die ihrerseits anscheinend auch Silvestervorsätze gefaßt haben. Nämlich: mehr mit ihren Menschen zu spielen und mehr mit ihren Menschen zu kuscheln und ihnen insgesamt viel Aufmerksamkeit zu widmen. Steht ja so auch in jedem Ratgeber.
Die erste Schicht hat Pookah übernommen; entschlossen stapft sie auf mich zu, setzt sich auf das Schnittmusterpapier und kuckt mich aus großen Augen erwartungsvoll an:
Und, was machen wir beide jetzt?
Vorsichtig setze ich sie beiseite und erkläre ihr, dass ICH jetzt ein Schnittmuster bastle.
Ach ja? Fein, da kann ich helfen.
Pookas Hilfe sieht dann so aus, dass sie erst mal ein kleines bisschen das Papier belauert, dann meinen Bleistift verfolgt und zum zum Schluß schnurrend neben mir herläuft und alle 10 Sekunden meinen Ellenbogen anstübert. Das Schnittmuster sieht also aus, als hätte man mir während des Zeichnens sporadisch kleine Stromschläge verpaßt. Aber zumindest war ich beschäftigt.
Zufrieden mit ihrem Werk trollt sich Pookah und überläßt Tabs das Feld, die für die körperliche Fitness zuständig ist. Und was braucht man für Fitnessübungen? Richtig, ein Band! In Emangelung eines Therabandes bringt sie einfach ihren Lieblingsschnürsenkel mit und stimmt sofort ein paar durchdringende Motivationsmaunzer an bis ich gottergeben alles liegen lassen und eine Runde Tüddelbandjagd durch das Wohnzimmer starte. Zwischendurch dann noch ein paar Attacken ihrerseits auf das Schnittmusterpapier und dann ist sie endlich der Ansicht mich ausreichend müde gespielt zu haben und trollt sich auf das Bücherregal.
Jetzt habe ich endlich wieder die Möglichkeit ein kleines bisschen weiter zu machen, kann alle Teile zuschneiden und sogar ein kleines bisschen nähen. Allerdings nur so lange, bis Pookah mitbekommt, dass Tabs mich alleine gelassen hat und mir sofort ihre geballte Aufmerksamkeit zukommen lässt. Denn was wäre ein guter Vorsatz, wenn man ihn nicht umsetzt?

Hoffentlich sind die beiden bald auch so schlusig wie ich mit meinen guten Vorsätzen, denn ich gestehe, ich fange schon wieder an zu schwächeln. Mein Beschluss mich gesünder zu ernähren endete heute morgen in einem Apfel zum Frühstück..........der in einer Menge Pfannkuchenteig eingebacken war. Und ich schätze, das zählt nicht mal unter den Großzügigsten als Obst, oder?

Sonntag, Januar 11, 2009

Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch

Also irgendwie hat michTintenherz als Film nicht so richtig überzeugt; alles war ein bisschen zu wirr und zu gestückelt. Schade um die schöne Buchvorlage.

Samstag, Januar 10, 2009

Back to life, back to reality...

Das neue Jahr ist da, der Urlaub ist vorbei und der (Arbeits-)Alltag hat mich wieder. Silvester war sehr schön und sehr witzig und alle Gäste waren so höflich in allen Schälchen was übrig zu lassen und zu behaupten sie wären pappsatt. ;-)

Da das letzte Jahr zumindest für mich irgendwie nicht so richtig gut gelaufen ist, habe ich, wenn ich ehrlich bin, in den Jahreswechsel große Erwartungen gesetzt. Im Sinne des Positive Thinkings: Es ist ein neues Jahr, alles wird besser, alles ist jetzt anders - nicht mehr zurückblicken, sondern nur noch nach vorne. An sich ein ziemlich guter Vorsatz, der aber leider schon in den ersten 10 Tagen des Jahres 2009 ganz massiv von meinen Mitmenschen sabotiert wurde. Denn die sind derzeit alle noch dabei, ohne Rücksicht auf ihr Umfeld, ganz schnell das zu erledigen, was sie 2008 nicht mehr geschafft haben und die abzukanzeln, die sie 2008 nicht mehr erwischt haben. Sprich: außer mir ist noch niemand im neuen Jahr angekommen.
Ob es wohl auffiele, wenn ich mich die nächsten paar Wochen irgendwo auf eine kleine einsame Insel verkrümeln würde? Nur bis die ollen 2008er-Reste endlich vom Tisch sind? Denn ehrlich gesagt ist derzeit meine Bereitschaft, die Fehler und Macken anderer (weiter) auszubaden, nicht so richtig groß.