Mittwoch, Juli 29, 2009

Die Tochter meiner Mutter

Es gibt vermutlich keine einzige Frau auf diesem Planeten, die nicht irgendwann in ihrem Leben wie vom Blitz getroffen mit dem was sie gerade tut innehält und dann ein wenig in sich zusammensackt, weil ihr plötzlich dieser eine Gedanke kommt: Oh mein Gott, ich bin schon genauso wie meine Mutter!
Ich gestehe - um mich hier mal ganz öffentlich zu outen – dieser Gedanke trifft mich sehr sehr regelmäßig. Ehrlich! Zum Beispiel wenn mich urplötzlich die Panik befällt meine Gäste könnten nicht satt werden, oder wenn ich in letzter Minute noch Staub wische, weil Freunde zu Besuch kommen, von denen ich eigentlich ganz genau weiß, dass es ihnen so was von egal ist, ob irgendwo in den untersten Fächern meiner Bücherregale eine Fluse liegt. Aber so sehr ich mich auch wehre, ich kann einfach nicht anders.
Und auch heute Abend haben mich meine Gene wieder überlistet. Angefangen hat alles um Viertel vor Sieben, als ich hungrig und müde von der Arbeit heimkam. Ein Blick in die Obstschale im Vorbeigehen sagt mir – die Zitronen sahen schon mal besser aus. Ein weiterer viel ausgiebigerer Blick in den Kühlschrank zeigt mir 1. , dass da gerade nichts drin ist, was mich interessiert und 2., dass da noch ein Joghurt rumsteht, der dringend weg muss. Und wie ich da stehe und schaue, verbindet mein Gehirn auf einmal zielsicher die Gegenstände Joghurt und Zitrone und verkündet: Das muss weg, du musst Kuchen backen. (Die gleiche Schlussfolgerung zieht mein Gehirn übrigens auch bei zu vielen Eiern, zu vielen Äpfeln, oder zu viel Butter.) Verwendungsalternativen gibt es nicht mehr, die werden komplett ausgeblendet und wie ferngesteuert fange ich quietschvergnügt an Mehl, Zucker, Backpulver und was sonst noch alles dazugehört zusammenzurühren und einen Kuchenteig zu produzieren.
Am Ende, als ich dann glücklich den Teig in die Kuh-chenform umfülle, sehe ich plötzlich meine Mutter vor mir, die kurz in ihren Kühlschrank blickt, den Kopf schüttelt und dann fröhlich verkündet: die Eier müssen dringend weg, ich werde wohl einen Kuchen backen müssen. Und in diesem Moment trifft sie mich dann wieder, die eine immer wiederkehrende Erkenntnis: ich bin und bleibe die Tochter meiner Mutter.

(Mama, solltest du das hier doch zufällig mal lesen: ich hab’ dich lieb!)

Samstag, Juli 18, 2009

Hurra wir haben Straßenfest

Wie viele Schlager hintereinander kann ein Mensch eigentlich ertragen, ohne verrückt zu werden? Und gibt es nicht irgendein Gesetz auf dieser Welt, das das öffentliche Abspielen des Biene-Maja-Liedes um 23.00 Uhr verbietet? Man, ich was für eine Gegend bin ich bloß gezogen!?

(jetzt läuft übrigens "Griechischer Wein" und alle schunkeln und singen mit)

Zuwachs zur Terrassen-Menagerie

Zu unseren Dickmaulrüsslern, Blattläusen und Mini-Springspinnen haben sich jetzt auch noch Würmer ... also genauer gesagt EIN Wurm gesellt. Zumindest knabbert er nicht an meinen Pflanzen.

Donnerstag, Juli 16, 2009

gekämpft und verloren

Ehrlich, ich habe wirklich alles gegeben! Aber gereicht hat es dann leider doch nicht. Schon nach der Hälfte war es eigentlich nur noch eine einzige Quälerei und nach zwei Dritteln dann das Aus: Ich konnte einfach nicht mehr. Als kleiner Trost bleibt mir immerhin die Gewissheit, dass ich nicht alleine gescheitert bin und die recht konkrete Vermutung,
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dass die große Tapas-Platte im Sin Nombre wohl einfach nicht zu schaffen ist.

(Man, so glücklich vollgefressen war ich das letzt mal in Bordenau. )

Freitag, Juli 10, 2009

Fliegende Flusen

Ich habe ja schon lange die Theorie, dass unsere Katzen irgendwie mutieren, sobald wir nicht hinsehen. Nachts zum Beispiel: wenn alles dunkel und still in der Wohnung ist hört man ab und an ganz komische Geräusche aus dem Wohnzimmer und dann das Getrampel von zwei Lebewesen, die mindestens 30-40 KG wiegen müssen und sehr schwere Stiefel tragen. Steht man dann erschrocken auf und macht das Licht an - dann sieht man nur zwei winzig kleine flauschige Katzen, die im Spielen innehalten und unschuldig kucken. Wie sie so einen Lärm mit ihren gerade mal 6-7 Pfund veranstalten können, bleibt nicht nur sprichwörtlich im Dunkeln.
Und was sie tagsüber machen, wenn wir bei der Arbeit sind, möchte ich gar nicht wissen. Wobei halt - eigentlich möchte ich es doch wissen. Denn ich habe vorhin beim Staubwischen festgestellt, dass die komplette Kuppel unseres Deckenfluters voller Katzenhaare war. Ja, die Kuppel des 1,80m hohen Deckenfluters, nebem dem weit und breit nichts steht, von wo aus man Pelzflusen in die Glaskuppel werfen könnte. Wie zum Geier haben die da ihre Haare reinbekommen? Mutieren sie tatsächlich zu wesentlich größeren Tieren, sobald wir nicht da sind und werfen dann immer mal bei Gelegenheit eine handvoll Fell da rein? Kriegen sie bei Bedarf Flügel und umkreisen das Ding regelmäßig und haaren die Kuppel dann von oben voll? Oder sitzen sie vielleicht einfach nur ab und an auf der 1 m tieferen Sofalehne, formen mit ihren Vorderpfötchen kleine Katzenhaarbälle und pusten die dann kunsvoll nach oben in die Lampe?
Vielleicht sollte ich einfach mal heimlich eine Webcam installieren...



Ok, Claudis Theorie zu den fliegenden Flusen hat auch was. ;-)