Donnerstag, Dezember 30, 2010

Mach mal Sonne

Die Geschichte von Alwa und Momo kommt mir irgendwie bekannt vor; wobei die Diskussion hier bei uns allerdings ein bisschen anders verläuft…


Nichtsahnend betrete ich den Flur und sehe aus den Augenwinkeln, wie sich vor der Terrassentür ein kleines schwarzes Katzenmädchen materialisiert, das mir auch gleich zu verstehen gibt, dass es gerne raus möchte. Da liegen zwar derzeit gut 20 cm Schnee, aber wer bin ich denn, dass ich einer kleinen Katze einen Wunsch abschlage? Ich öffne also die Terrassentür – und bekomme einen amüsiert-huldvollen Blick zu geworfen.

Tabs: Aber nein! Wenn ich raus möchte musst du doch machen, dass die Sonne scheint und kein Schnee liegt. So erfrieren mir die Pfötchen. Mach die Tür wieder zu und versuch‘s nochmal. sie bleibt abwartend sitzen

Ich: schließe die Terrassentür Tabs, da draußen ist Winter, im Winter ist es nun mal kalt und wenn du raus willst, musst du mit dem Schnee leben.

Tab: Ich will raus, lass mich raus auf die Terrasse! Ich will in die Sonne! sie kuckt mich bittend an

Ich: öffne die Tür wieder Ok, bitte sehr!

Tabs: sieht den Schnee an, sieht mich an Nein nein nein, du musst erst machen, dass es draußen warm und schön ist, ehe du mir die Tür öffnest. Das habe ich dir doch gerade erklärt. sie kuckt mich geduldig an und gibt mir zu verstehen, dass ich wohl ein bisschen doof bin, sie mich aber trotzdem lieb hat

Ich: Tabs, ich mache das Wetter nicht. Wenn du im Winter raus willst, musst du mit dem Schnee leben. ich schließe die Terrassentür

Tabs: gar nicht mehr geduldig Nein, versuch es nochmal, ich will raus in die Sonne. Jetzt! bleibt abwartend sitzen

Ich: Katze, macht mich wahnsinnig. Es ist Winter!!!!!!!!! ich öffne wieder die Tür und zeige ihr den Schnee

Tabs: Du gibst dir gar keine Mühe mit dem Wetter, du hast mich nicht mehr lieb. sie rennt beleidigt ins Wohnzimmer

Ich: schließe die Terrassentür Gnaaaaahhhhhhhhhh.....


Ich befürchte, das wird ein sehr langer Winter für uns beide.

Mittwoch, Dezember 29, 2010

Jahresrückblick 2010

Auch 2010 rennt schon wieder mit schnellen Schritten seinem Ende entgegen und insofern ist es mal wieder Zeit für den obligatorischen Jahresrückblick.

1. Zugenommen oder abgenommen?
so ziemlich gleich geblieben

2. Haare länger oder kürzer?
zwischendrin mal wieder etwas kürzer (was aber niemand gesehen hat) und jetzt gerade wieder etwas länger

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
ich befürchte kurzsichtiger, habe es allerdings noch nicht zum Doc geschafft

4. Mehr Kohle oder weniger?
noch mehr, demnächst aber viel weniger *seufz*

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
weniger, weil ja demnächst wieder mehr ausgegeben werden muss

6. Mehr bewegt oder weniger?
an sich einiges bewegt, aber gefühlt immer noch viel zu wenig

7. Der hirnrissigste Plan?
zu glauben, dass sich bestimmte Personen mit Tatsachen, Logik und gesundem Menschenverstand überzeugen lassen

8. Die gefährlichste Unternehmung?
Nein-sagen

9. Die beste Party?
och, da gab es dieses Jahr so einiges nette Geburtstage.... :-)

10. Die teuerste Anschaffung?
darf ich hier den Griechenlandurlaub eintragen? in Wahrheit war es natürlich der neue große Tiefkühlschrank, aber das klingt so langweilig

11. Das leckerste Essen?
Also die Weihnachtsgans bei meinen Eltern war definitiv sehr weit vorne........und die Rehkeule im Piccanti; und Silvester kommt ja erst noch

12. Die besten Bücher?
Jenniffer Fallon: die Gezeitenstern-Saga
Jasper Fforde: Es ist was faul
Grant Naylor: roter Zwerg

13. Die besten Filme 2010?
Männer die auf Ziegen starren (herrlich schräg)
Duell der Magier
RED

14. Die beste CD?
Pink - Greatest Hits...So Far!

15. Das schönste Konzert?
Wäre vermutlich das Amy McDonald-Konzert geworden, wenn die Tontechniker nicht so viel Mist gebaut hätten

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?
Alles irgendwie auf die Reihe kriegen

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?
J, den Katzen, meinen Freunden (same procedure as every year)

18. Vorherrschendes Gefühl 2010?
Magenschmerzen und die Frage, was nun als nächstes kommen wird

19. 2010 zum ersten Mal getan?
Labskaus gekocht, einen Rechner komplett neu aufgesetzt, Bewerbungsgespräche von der anderen Seite des Tisches aus geführt (kam mir total dämlich dabei vor)

20. 2010 nach langer Zeit wieder getan?
Trampolin gesprungen, Bowlen gewesen, Papadopoulos-Kekse in Griechenland gegessen

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
jeden einzelnen Krankheitsfall im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, den massiven Ärger mit unserer Hausverwaltung, die beiden Brände auf der gegenüberliegenden Straßenseite (die Straße ist nämlich nicht so arg breit)

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
dass er/sie sich irrt

23. Das schönste Geschenke, das ich jemandem gemacht habe?
Hilfe

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Da waren so viele schöne....*grübel*

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Wir schaffen das.

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Sie können die Stelle haben!

27. 2010 war kurz gesagt…?
eins der schlechteren Jahre

2009
2008

Freitag, Dezember 24, 2010

frohe Weihnachten

So, nachdem jetzt auch mein üblicher jährlicher Weihnachtsschnupfen eingetrudelt ist, sind wir endlich vollständig und das Fest kann beginnen.

Frohe Weihnachten euch allen!

Freitag, Dezember 10, 2010

muss das so?

Also ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie sieht der Inhalt meines Topfes heute mehr nach "tragischem Chemieunfall" als nach Erbsensuppe aus. Werde das Rezept in "Happy-Hour im Alchimistenlabor" umbenennen....

Sonntag, November 28, 2010

in Begleitung

Es ist wieder Abend geworden. Müde trotte ich, wie viele andere auch, in den Zug und lasse mich auf meinen Sitz fallen. Er sitzt neben mir und telefoniert, geschäftlich, oder zumindest klingt es so. Von Zeit zu Zeit wirft er mir einen entschuldigenden Blick zu und zuckt mit den Schultern, wie um mir zu signalisieren, dass es leider gerade nicht anders geht, er aber gleich fertig ist. Ich lächle ihm beruhigend zu, denn von mir aus kann er so lange telefonieren wie er möchte, und krame schon mal mein Buch aus dem Rucksack.
Endlich legt er auf, lehnt sich seufzend in seinem Sitz zurück und erzählt, dass er einen anstrengenden Tag hinter sich hat. Dann sieht er mich an, und sagt:" Ich bin furchbar müde, ist es ok, wenn ich ein wenig schlafe?" Ich bin zuerst ein wenig verdattert, dass er mich überhaupt fragt, sage ihm aber nach einer kurzen Pause, dass es völlig in ordnung ist; ich habe ja mein Buch. Und im gleichen Moment komme ich mir etwas unhöflich vor, dass ich gleich nach dem Hinsetzen einfach so meinen Roman herausgekramt habe um zu Lesen und gar nicht dran gedacht habe, dass man eine Zufahrt ja auch mit netter Konversation verbringen können. Er scheint es aber nicht so schlimm zu finden, lehnt sich erschöpft zurück und schließt die Augen.
Ich hingegen sinniere noch ein wenig über meinen höflichen Begleiter......der mich doch gar nicht kennt (ich ihn übrigens auch nicht) und trotzdem Rücksicht auf mich nimmt. Ein wunderbarer Kontrast zu diesen Leuten.

Montag, November 22, 2010

Köksööööööö

So, die Nusskipfel sind schon mal fertig, die Zitronen-Kokos Kekse, sehr frei nach einem Rezept von Anke Groener , lungern im Ofen rum und der Heidesandteig kühlt noch im Kühlschrank aus. Jawohl, ich habe beschlossen die Backsainon zu beginnen und hey - es gibt doch wirklich schlechtere Dinge mit denen man seinen Montag rumbringen kann, nomnomnom *Kekstest*, oder?

Mittwoch, November 17, 2010

die Menschen sind alle schlecht

Dienstag Abend, ein ganz normaler Abend, mein Feierabend. Joggend erwische ich noch den 17.56 Uhr Metronom im Hauptbahnhof. Erfahrungsgemäß ist der Zug proppevoll, wie immer um diese Zeit, aber das kann mich glücklicherweise nicht schrecken, denn ich weiß ja wie ich an einen Platz komme. Und richtig, in einem der Wagen hat sich ein Ehepaar um die 60 Jahre zu zweit mit all seinen Taschen und Jacken auf einer Vierersitz breit gemacht; bisher waren anscheinend alle zu höflich sie anzusprechen. Ich wittere meine Chance!
Höflich lächelnd und als rundum nette und adrette Erscheinung, schließlich bin ich Bibliothekarin und komme gerade von der Arbeit, gehe ich auf die beiden zu und frage, ob sie mir einen der beiden Plätze freimachen könnten. Und bekomme von der Dame einen waidwunden Blick und ein "sind denn dahinten nicht auch noch irgendwo Plätze", begleitet von einer herablassenden wegwinkenden Handbewegung. Ihr Mann hält seinen Blick eisern aufs Sudoku gerichtet. Wie......ausgesprochen......nett! Mein Lächeln verkrampft sich ein wenig und ich bitte noch einmal etwas nachdringlicher darum einen der Plätze frei zu machen.
Mit einem Seufzer der Ergebenheit gibt sie sich geschlagen und nimmt eine Plastiktüte mit zwei Brettspielen auf den Sitz neben sich, während plötzlich Leben in den Mann kommt und er ihre Jacken in der Gepäckablage verstaut. Geht doch! Mit zusammengebissenen Zähnen bedanke ich mich artig und fange an unter dem missmutigen Blick den Dame mein Buch zu lesen. Und auch wenn ich des Gedankenlesens nicht mächtig bin, bin ich mir sehr sicher, dass sie im Geiste sehr lange und sehr anhaltend über die unverschämte Jugend von heute schimpft.
Eine Minute später bekommt ihre innerliches Geschimpfe auch gleich neue Nahrung, als nämlich der nächste Fahrgast ebenfalls sehr höflich bittet, sie möge die Spieletüte vom letzten freien Sitzplatz nehmen, damit er sich setzen kann.
Da ich nun sehe, dass ihr Urvertrauen in das Gute in den jungen Leuten von heute endgültig schwindet, versuche ich höflich zu sein und schlage ihr vor, sie könne die Tüte in die Gepäckablage zwischen den Sitzen neben mir zu stellen (in ihrer Sichtweite), damit sie sie nicht die ganze Zeit auf dem Schoß behalten muss. Panisch umklammert sie darafhin Tüte etwas fester."Nein, das mach ich nicht, dann verschwindet die doch sofort!" Höflich (man kann ich lange höflich sein) erkläre ich ihr, dass ich schon viele Male dort etwas abgestellt habe und dass noch nie etwas weggekommen ist. Dass vermutlich nicht mal jemand ihre Spiele haben wollen würde, wenn sie sie in den Gang stellte, sage ich natürlich nicht. Ich schlage also noch höflicher vor, dass ja sonst auch ihr Mann die Spiele neben seinem Sitz (etwas näher dran) verstauen könnte. Aber sie umklammert die Tüte nur noch etwas fester und panischer und sagt, dass sie auch dort bestimmt geklaut werden würden. Und dann beugt sie sich vor und zischt mir ins Gesicht "Die Menschen sind alle schlecht".
Den Rest der Fahrt presst sie dann ihre Spieletüte demonstrativ an sich und bedenkt mich mit Blicken, bei denen mir endgültig klar wird, dass ich zu den ganz schlechten Menschen dieser Welt gehören muss, da ich anscheinend nicht nur eine impertinente Sitzplatzergaunerin bin, sondern auch zu den miesen, fiesen Nepper-Schlepper-Bauernfängern gehöre, die in deutschen Pendlerzügen ältere Ehepaare um ihre hart erworbenen Brettspiele erleichtern will.
Jetzt doch ein wenig verschüchtert, drücke ich mich den Rest der Fahrt in meinen Sitz und lese, immer darauf wartend, dass mir irgendwann eine Spieletüte um die Ohren gehauen wird. Als ich dann in Lüneburg aufstehe, wirft sie mir noch einen letzten abfälligen Blick zu und stellt die Tüte dann demonstrativ-triumphierend wieder auf meinen Sitzplatz. Ihr Mann hat sein Sudoku endlich gelöst und sieht mir ein wenig überrascht hinterher.
Und ich? Ich verlasse den Zug und denke mir, dass nicht alle Menschen wirklich schlecht sind.....aber sehr viele verdammt seltsam.

Dienstag, November 09, 2010

Gimme Head with Hair...

Es gibt ja Frauen, die zum Friseur gehen, wenn sie sich mal was richtig Gutes tun wollen - eine für mich absolut lächerliche Vorstellung, da Friseurbesuche auf meiner Beliebtheitsskala irgendwo zwischen Zahnarzttermin und Akupunktur beim Orthopäden liegen. Denn meistens läuft das ganze so ab:

Ein wenig zögerlich betrete ich den Friseursalon, mir meine letzten Besuche in diesen heiligen Hallen in Erinnerung rufend; und auch meine Haare scheinen sich zu erinnern, denn statt fröhlich in alle Richtungen zu wuscheln, beschließen sie, sich auf der Stelle totzustellen und schlapp wie ein Bündel Wasserpflanzen von meinem Kopf zu hängen. Nicht schön - wie mir auch sofort der Blick sämtlicher im Raum befindlicher Friseurinnen bestätigt.
Irgendwann erbarmt sich dann eine der Damen und fragt mich nach meinen Wünschen (Ein Haus, ein Auto, tolle Haare wie Andie Mc Dowell sie hat.....). Auf mein entschlossenes "nur die Spitzen bitte, ich will sie gerade wachsen lassen" kommt er dann erst mal: Der Blick. "Der Blick" ist eine Mischung aus "war das ein Witz?", "warum kriege immer ich solche Kunden?" und "hat die denn keinen Spiegel?".
Und dann fängt der wirklich demütigende Teil an: mit spitzen Fingern beginnt die Dame an meinem Haar herumzuzupfen, wobei sie eine Reihe von mitleidig-erschütterten Seufzern von sich gibt, die vermutlich irgendwas zwischen "Tüte über den Kopf, dann sieht man das Elend nicht mehr" und "Langhaarschneider, 5 mm-Aufsatz" bedeuten. "Die sind aber ganz schön dünn"....*ziep*..... "und trocken".....*zupf zupf*....."und splissig sind die auch"......*zupf zuppel*........"benutzen Sie denn keine Kur?" Diese Frage ist übrigens eine Fangfrage und kann nicht richtig beantwortet werden. Denn erzähle ich pflichtschuldig, dass ich selbstverständlich regelmäßig derartige Pflegeprodukte zu mir nehme, heißt es sofort, das sei zu viel das Haar sei überpflegt; sage ich hingegen, ich würde nur hin und wieder mal zur Haarkur.....ja dann sei das ja alles kein Wunder, ich müsse mir ja nur regelmäßig dieses unheimlich tolle Produkt, das sie hier im Laden verkaufen, in die Haare schmieren und schon wären alle Probleme gelöst. Klappt nicht, weiß ich schon, habe ich ausprobiert. Aber das Argument, dass meine Haare immer so aussehen, egal was ich mache, zählt leider nicht.
Doch zurück auf den Frisierstuhl. Nachdem ich die Kurfrage grundsätzlich zur Unzufriedenheit der Friseurin beantwortet habe und der von mir am meisten gefüchtete Satz "da muss jetzt aber ganz viel ab" gefallen ist, beginnt das lustige Gefeilsche um die Länge dessen, was da fallen darf. Ich zeige 1,5 cm, die Friseurin ungefähr 12 cm; ich erhöhe auf 2, die Friseurin geht auf 10 cm runter; ich zeige 2,2 cm....... na ja, das ganze geht dann immer so weiter, bis sie mir zustimmt nur 3 cm abzuschneiden. Diese 3 cm-Spitzen haben dann in der Realität übrigens eine Länge von 6-7 cm, aber Längen sind ja eh etwas sehr relatives.
Nach dieser Prozedur sind meine Haare dann übrigens endgültig beleidigt und hängen noch ein bisschen schlaffer runter, so dass ich grundsätzlich beim Verlassen des Frisiersalons noch viel schlimmer aussehe als beim Betreten. Trinkgeld gebe ich natürlich trotzdem. Immer in der Hoffnung, dass es zu Hause dann alles wieder besser wird.

Falls mir also noch mal jemand einreden will, Friseurbesuch seien etwas tolles und entspannendes: Nein, sind sie nicht!

Sonntag, Oktober 24, 2010

Bordenau-Blues

Im Flur stehen noch der Koffer mit den Stoffen, das Nähkästchen und die Nähmaschine, Schlafsack und Iso-Matte liegen achtlos im Wohnzimmer. Ich selbst hänge ein wenig schräg auf der Couch, lasse das tolle Nähwochenende Revue passieren und kann mich nicht durchringen irgendwas Produktives zu machen. Der Bordenau-Blues hat mich gepackt.
Nach einem kurzen Augenblick kommt Pookah angehüpft, wirft sich in meine Armbeuge und erklärt mir den speziell von ihr entwickelten Block-Kuschelplan für heute, mit dem ich die versäumten Tigertüpfelstreifenkrauleinheiten der letzten zwei Tage nachholen kann. Pausen sind da übrigens nicht vorgesehen, schließlich müssen wir ein straffes Pensum bewältigen (muss ja auch noch den ein oder anderen Grußkrauler ausrichten).

Ich hab dann also erstmal zu tun....

Montag, August 30, 2010

Hör mal wer da hämmert

Eigentlich hieß es, die Handwerker würden nur das Bad und die Küche in der Wohnung über mir ausbauen, aber den derzeitigen Geräuschen nach, wird sich mindestens einer der beiden in spätestens 10 Minuten durch den Fußboden direkt in unsere Wohnung gestemmt haben. Ob ich bis dahin vielleicht noch ein bisschen aufräumen sollte? Ich meine - ich will im Falle des Falles ja schließlich keinen schlechten und unordentlichen Eindruck machen.

(Die Katzen liegen übrigens glücklich und entspannt püselnd auf dem Sofa bzw. im Bücherregal - anscheinend ist ihr Urvertrauen in die Bausubstanz größer als meins.)

Montag, August 23, 2010

Wie weich in der Birne sind wir wirklich?

Man sagt ja im Allgemeinen, Lesen würde bilden. Und ich finde da ist auch was dran. Rezensionen schreiben bildet übrigens auch, denn da liest man ja nicht nur, sondern muss hinterher auch noch was Kluges über das Buch schreiben und hier und da ein wenig recherchieren. Dummerweise lernt man dabei aber manchmal Sachen, die man eigentlich nie wissen wollte. Wie zum Beispiel ich in dieser Woche.

Das Buch selbst gab sich ganz harmlos - Krimi, spätviktorianisches Setting, medizinisches Umfeld - und las sich zunächst auch recht schlüssig. Bis ich erst über die Aussage, gelöstes Hirn besäße die Konsistenz von Gelatine, und dann über diesen Satz hiergestolpert bin: „Trotzdem gelang es mir, das Gehirn zu entfernen, das – wie Turk so treffend bemerkt hatte – sich wie eine Pampe aus ungaren Eiern anfühlte, und legte es in ein großes Glasgefäß mit Formaldehydlösung, die als Fixiermittel diente.“

Hm, das klang für mich irgendwie falsch, auch wenn die Anzahl der frischen Hirne, die ich bisher in den Händen gehalten habe, bei Nullkommanullnichts liegt (was im Übrigen bitte auch so bleiben soll) und ich von Autopsien keine Ahnung habe. Aber zum Glück arbeite ich ja in einem medizinischen Fachbereich, wo eine Menge Leute rumlaufen, die in puncto Sektionen mehr Erfahrung haben und insofern Bescheid wissen. Mein Problem war nur: Wie fragt man kurz und knapp - Ärzte haben ja immer so wenig Zeit- nach der Konsistenz von frischem menschlichen Hirn, ohne gleich psychopathisch zu wirken?

Locker nebenbei in der Bibliothek: „So, ich habe ihre Bücher bis zum 15.09. verlängert. Können Sie mir vielleicht noch kurz erklären, wie sich ein frisches Gehirn so anfühlt?“

Oder vielleicht als Kantinensmalltalk: „Hallo Herr Dr. Meiermüllerschulz, wie ich sehe haben Sie sich für Wackelpudding entschieden. Stimmt es eigentlich, dass der die gleiche Konsistenz wie ein Gehirn hat?“

Oder ganz offen und direkt in die Runde: "‘Tschuldigung, wer von Ihnen hatte schon mal ein Gehirn in der Hand und würde mir in einem Vieraugengespräch mehr darüber erzählen, wie sich das anfühlt?“

Keine leichte Aufgabe, denn Gehirne sind, egal wie man es dreht und wendet, einfach kein besonders gutes Smalltalkthema. Zum Glück erlöste mich dann aber eine Freundin – ihrerseits frischgebackene Ärztin, aber mit viel Zeit für blöde Fragen – aus meiner Grübelei und klärte mich netterweise detailliert darüber auf, welche Konsistenz sowohl frische als auch kranke und alte Hirne haben (die Buchbeschreibung ist anscheinend nur bedingt korrekt... aber mehr möchte ich dazu jetzt gar nicht schreiben und ihr vermutlich auch nicht lesen).

Ganz ehrlich? Ich bin jetzt zwar ein Stückchen schlauer als zuvor, aber wenn ich so darüber nachdenke - eigentlich hätte ich diese Bildungslücke doch lieber offen gelassen.

Samstag, Juli 17, 2010

Donnerstag, Juli 15, 2010

Home of the Melody abgebrannt

Jeder hat ja so seine eigene Geschichte wie er zum bloggen kam. Meine begann im Grunde genommen vor 10 Jahre, als ich bei einer Recherche auf das Web-Tagebuch (ja, damals hieß das so, denn den Begriff Blog gab es noch nicht) der Düsseldorferin Carola Heine stieß. Im Moving Target gewährte sie allen die es wollten Einblick in ihr Tagebuch, erzählte über ihren Freund, ihre Katzen, ihren Alltag und ließ damit einfach so die ganze Welt an ihrem Leben teilhaben. Eine nette Sache fand ich, war mit dieser Meinung in meinem Umfeld aber erst mal ziemlich allein; denn die meisten meinten, dass man doch das Tagebuch eines anderen nicht so einfach lesen dürfe, egal ob es nun frei im Netz stünde oder nicht.
Aber ich fand, dass man es halt doch darf und blieb dabei, las über die Jahre hinweg von Melodys (so ihr Nick-Name) Reisen, ihrer Hochzeit, den immer wieder kommenden, schweren Erkrankungen, der Renovierungsgeschichte ihres Altbaus und vor 3 ½ Jahren dann von der Geburt ihrer Tochter.
Kennengelernt haben wir uns übrigens nie, nicht einmal virtuell, aber trotzdem weiß ich fast mehr über sie und ihr Leben, als über einige Menschen, die mir regelmäßig in meinem Alltag über den Weg laufen.

Vor fünf Tagen musste ich nun leider etwas lesen, das mich zu diesem Post veranlasst. Denn die über die letzten Jahre hinweg mühe- und liebevoll sanierte Wohnung Melodys ist über Nacht ausgebrannt. Sie selbst, ihr Mann und ihre kleine Tochter sind zum Glück mehr oder minder unverletzt rausgekommen und auch die beiden Katzen haben es geschafft, aber der Sachschaden liegt bei über einer halben Million und der Großteil ihres persönlichen Hab und Guts, sowie ihre Freiberuflerarbeitsplätze haben sich im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgelöst.
Klar kann man jetzt sagen, dass alles Materielle völlig unwichtig ist und nur das Leben wirklich zählt, aber mit einem Kleinkind und zwei Katzen von einer Minute auf die nächste auf der Straße zu sitzen, die eigene Wohnung und Altersvorsorge in Schutt und Asche gelegt und einer sich querstellenden Versicherung im Nacken ist trotzdem eine schreckliche Sache.
Zum Glück gibt es aber auch Menschen die sich nicht querstellen, die helfen, die Platz zur Verfügung stellen und Spenden organisieren .
Wer vielleicht auch helfen mag, es aber gruselig finden völlig fremden Geld zu überweisen, kann ja vielleicht hier mal vorbeischauen: Die Autoren versprechen 4 € pro Tweet oder Artikel zu spenden.

Donnerstag, Juli 08, 2010

kleine Urlaubsschnipsel

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Die Wohnung ist komplett staubgesaugt, alle Fußböden sind gewischt und das kleine schwarze Katzenmädchen sitzt draußen und frisst Gras, als gäbe es kein morgen. Ich ahne Fürchterliches!

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Wenn du stolz erzählst, dass du an einem einzigen Nachmittag deine gesamte Kirschernte gepflückt, entsteint und zu Eis verarbeitet hast, erwähne die Worte „Dachterrasse“ und „Mini-Obstbaum“. Gartenbesitzer denken nämlich in anderen Relationen und haben sonst komische Vorstellungen.

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Fazit zum ersten selbstgemacht Eis: Geschmack ist himmlisch, aber die Konsistenz noch verbesserungswürdig; ich befürchte, ich werde das Ergebnis ganz schnell aufessen und dann einen neuen Versuchen starten müssen. Eine schwere Bürde, aber irgendjemand muss sie ja tragen.

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Petunien verhalten sich genau wie Mimosen, wenn man sie beim Umtopfen versehentlich auf den Kopf fallen lässt.

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Es ist bei diesem Wetter immer wieder faszinierend Pookah dabei zuzusehen, wie sie sich auf ungefähr 1 m² Fläche bei gefühlten 5 cm Höhe ausbreitet, um wirklich jeden Zipfel kühlen Fußbodens zu erwischen. Bin stark versucht es ihr nachzumachen.

Freitag, Juli 02, 2010

Friday Five für Schneiderlein

Diese Friday Five habe ich bei Louise gefunden und gleich mal mitgenommen. :-)

Was fällt Dir ein zu:

1. teurer Stoff
Lasse ich lieber die Finger von, wenn ich ehrlich bin. Mir geht beim Nähen einfach noch zuviel daneben, als dass ich mich überwinden könnte, mehr als 12 €/m auszugeben.

2. Knopfloch
Habe ich komischerweise jedesmal einen Riesenbammel vor. Glücklicherweise ist meine Nähmaschine aber in dieser Hinsicht ein Profi und beherrscht die Dinger sozusagen von allein und fast im Schlaf. Deswegen höre ich im allgemeinen spätestens beim Dritten wieder mit der Schnappatmung auf und nähe den Rest dann lockerzügig zu Ende (und tu dann so, als sei das alles kein Problem gewesen).

3. Heftgarn
Joa.....gibt es.....habe ich auch schon mal in der Hand gehabt. Aber da ich zum Vorheften viel zu faul bin, probiere ich lieber unfertige Teile, die mit geschätzen 40 Nadeln gespickt sind, an und lass mich pieken, als auch nur 10 cm Naht vorzuheften.

4. Stickmaschine
Habe ich nicht und wenn ich ganz ganz ehrlich zu mir selbst bin, brauche ich auch keine.

5. Handnähte
Handnähte hasse ich wie die Pest, weil sie einfach ewig brauchen und zumindest bei mir immer aussehen, als hätte ich beim Nähen so bummelig 1,5 Promille gehabt. Für kniffelige Stellen und unsichtbare Nähte aber nunmal ein absolutes "Muss".

Montag, Juni 28, 2010

Projekt 12-12, mein Fazit

Nachdem ich letztens gefragt wurde, was denn jetzt eigentlich aus Projekt 12-12 geworden ist und was ich dafür genäht hätte, muss ich leider auch hier noch einmal gestehen, dass ich es nicht geschafft habe. Zu Vieles kam immer wieder dazwischen und dann hatte meine kleine Nähmaschine zwischendurch auch noch einen ziemlichen Hänger und war nicht zu gebrauchen. Also ein weiterer guter Vorsatz, der jetzt den Weg zur Hölle mitpflastern darf.
Immerhin - mittlerweile tut es die Maschine wieder und insofern konnte ich zumindest zwei neue Projekte fertigstellen. Zum einen habe ich mir einen neuen Kurzmantel für die Übergangszeit genäht, inklusive Futter, Innentasche und dem ganzen Zipp und Zapp. Im Moment ist er, Dank 25 ° und Sonnenschein, natürlich so überflüssig wie ein Kropf, aber irgendwann wird es wieder kälter und dann ist seine große Stunde gekommen.
Der Schnitt ist übrigens selbgezeichnet, daher auch der verkorkste Kragen (ich brauche dringend mal einen Kagennähen-und-Zeichnen-für-Dummies-Kurs), aber da der Mantel ansonsten gut sitzt, werde ich mich damit bestimmt auch in die Öffentlichkeit trauen.

Die vielen Falten bitte ich übrigens zu entschuldigen - ich habe das Bügeleisen zwar schon zwei mal am Mantel vorbeigetragen, konnte mich aber noch nicht so recht dazu aufraffen, das gute Stück damit mal endgültig in Form zu bringen. Das spare ich mir auch für kältere Tage auf.

Projekt Nummer 2 ist ganz langweilig eine Weste aus Nadelstreifenstoff für die Arbeit. Der Schnitt basiert auf einem Burda-Blazer-Schnitt und ist gleich nach der Verarbeitung in die Mülltonne gewandert. Burdaschnitte gehen bei mir einfach gar nicht und ich muss schon arg in Verzweiflung geraten, ehe ich mir das noch mal antue.

Sonntag, Juni 27, 2010

Lass die Finger von der Vuvuzuela

Liebe Fußballfans,

bitte übt mit euren Vuvzelas erst einmal zu Hause, ehe ihr sie mit zum Public Viewing nehmt. Denn die von euch produzierten Töne, die zwischen "veschämt pupsendem Elefantenkind" und "Fünftklässler der das erste mal eine Trompete in der Hand hat" schwanken, sind peinlich.

Ihr müsst übrigens nicht noch mal wild kreischen und applaudieren, wenn ein zweites Tor direkt nach dem ersten gezeigt wird - das ist nämlich nur die Zeitlupenwiederholung.

Und Mädels, wenn ihr schon eure Freunde begleiten müsst und euch dafür die Deutschlandflagge ins Gesicht pinselt: schwarz gehört nach oben.

Alles in allem finde ich diese ganze Public Viewing-Sache übrigens ziemlich drollig-skurril. Für die Mädels scheint es hauptsächlich deswegen toll zu sein, weil sie sich dafür ein neues Outfit zulegen können (girlie-Fußballtrikot und dazu wahlweise weiße Pumps oder Ballerinas) und die Männer finde es sowieso großartig, weil sie endlich mal wieder ohne jede Rechtfertigung schon nachmittags mit einem Bier vor der Glotze hängen und Sport kucken dürfen.
Wirkliche Kommunikation unter den Fans habe ich bisher hier in den Cafes auf jeden Fall noch nicht beobachten können. Sie kommen, setzen sich immer schön auf Abstand zu den fremden Mitkuckern auf ihren Stuhl, jubeln dann alle zusammen und gehen hinterher wieder ihrer Wege. Aber warum? Ist der Fernseher zu Hause zu klein oder das Bier zu warm? Oder kündigen ihnen die Nachbarn die Freundschaft und der Vermieter den Mietvertrag, wenn sie ihre Vuvuzelas rausholen?
Also was ist dran am öffentlichen Torjubel? (und was spricht dagegen einfach zu Hause mit seinen Freunden zu kucken?)

Montag, Juni 07, 2010

Trendsetterin

„Was ist das denn?“ Neugierig beäugt sie die kleine Flasche in meiner Hand. „Das ist laktosefreie Milch“ antworte ich höflich „Ich habe sie nur in eine kleine Flasche umgefüllt, weil sie sich dann leichter mitnehmen lässt.“
„Ah, ja“ sie nickt wissend „das ist ja heutzutage sehr in Mode.“ Ich bin etwas verwirrt. „Die laktosefreie Milch? Die ist nicht in Mode, die gibt es schon länger!“ Sie schüttelt den Kopf. „Nein, nicht die Milch, das mit der Laktoseintoleranz meine ich. Das haben doch jetzt ganz viele.“

Super, immerhin eine Sache von mir, die ganz modern ist.

(Falls sich übrigens jemand über meine Abwesenheit gewundert hat – ich hatte da ein paar Probleme mit einem Trojaner und einen twockenden CD-Laufwerk)

Montag, Mai 10, 2010

der Lauscher an der Wand

Um es vorweg zu sagen: selbstverständlich haben meine Eltern sich bemüht mich zu erziehen und mir auch beigebracht, dass man nicht lauschen soll. Da wir aber mittlerweile in einer Welt leben, in der alle alles öffentlich besprechen und erzählen, schaffe ich es leider nicht so ganz, das mir Anerzogene auch umzusetzen (ich will hier jetzt kein "Pah, du bist einfach nur neugierig" hören"!). So wurde ich bei Edeka vorhin total unfreiwillig Zeugin dieses Dialogs eines jungen Pärchens im Gang hinter mir.

sie: "Schatz, was machen wir denn heute Abend?"
er (in voller Lautstärke): "Du, wir könn'n Film kucken, ich habe mir da gesten einen total guten aus'm Netz gesaugt."

Wow, denke ich, schön, dass du das so öffentlich rumtröten magst und unterdrücke mühsam das Bild, wie er zu Hause im Arbeitszimmer steht, im Mund ein Netzwerkkabel an dem er dann mit hochroten Kopf saugt und saugt um den Film zu bekommen.

sie:"Echt, welchen denn?"
er: "So nen etwas neueren Science Fiction Film. Der soll richtig gut sein!"

Jetzt werde ich etwas neugieriger und shoppe mich unauffällig an die beiden ran. Gute, neue Science Fiction Filme interessieren mich schließlich.

er: "Da sind so Typen auf 'nem Raumschiff und die fliegen durch das Weltall und erleben dabei ganz viele Abenteuer. Sehr spannend gemacht."
sie: " Ja cool," (nein, kein Sarkasmus, sondern tatsächlich Begeisterung) "dann lass uns den sehen. Willst du noch Bier mitnehmen?"

Ich habe dann noch ein bisschen gewartet, aber mehr kam einfach nicht, denn die beiden haben sich einfach wieder ihrem Einkauf gewidmet und mich mit meiner Alibi-Bierflasche in der Hand stehen gelassen. Dabei wüßte ich jetzt doch zu gerne, um welchen Film es ging.
Also, falls hier jemand den neuen, total spannend gemachten Science Fiction Film mit den Leuten im Raumschiff, die so durchs All fliegen und Abenteuer erleben, kennt, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen.

Donnerstag, April 15, 2010

An Tagen wie diesen

Es gibt ja so Tage, da würde man am liebsten den ein oder anderen Mitmenschen einfach kommentarlos auf einer Eisscholle aussetzen und mit der Strömung davontreiben lassen. Nur wo sind die Eisschollen, wenn man sie braucht....?

Donnerstag, April 08, 2010

Been there, done that!

Eben im Kino gewesen und mit Popcorn in der Hand und behämmert aussehender 3D-Brille auf der Nase Kampf der Titanen gekuckt. Kann man machen, muss man aber nicht; also 3D meine ich, wobei das auf den Film selbst aber auch irgendwie zutrifft.
Die Story wurde durch das Technik-Schnickeldi auf jeden Fall nicht besser und dreidimensionale Adler, Männer und Bäume kann ich mir fürs gleiche Geld noch realistischer im Wildpark ankucken. Ich glaube, ich bleibe noch ein bisschen weiter beim zweidimensionalen Film und versuche es erst wieder, wenn die Technik weiter ist und nicht nur irgendwelche unwichtigen Details hervorgehoben werden.

Donnerstag, April 01, 2010

Die Sonne bringt es an den Tag

Gerade eine Dreiviertelstunde Fenster geputzt und hinterher festgestellt, dass die Dinger fast schlimmer als vorher aussehen.

Hoffentlich regnet es bald wieder.

Freitag, März 19, 2010

Hurra, der Sommer ist da

Freitag Morgen, ich packe meinen Koffer für Bordenau, als mir plötzlich auffällt, dass ich meine Hausschuhe zuletzt zum Tapatenabreißen bei C anhatte und die Dinger dementsprechend versifft aussehen. Nicht schön, aber zum Glück kein Problem, denn des Teufels Schneiderlein kommt ja erst in einer Stunde und der kleine Schnick-Schnack-Laden um die Ecke hatte doch letztens noch einen Riesenberg davon.
Also flitze ich schnell los raus in den Nieselregen um ein paar Schlappen zu erwerben. Doch wo ist der große Ständer, der letztens noch direkt im Eingangsbereich stand? Ich suche und suche, laufe zwei mal auf uns ab und schnappe mir schließlich eine der betont gestresst kuckenden Verkäuferinnen. Höflich erkläre ich ihr, dass ich nur schnell ein paar dieser einfachen fellgefütterten Lederschlappen suche und dann auch gleich wieder weg bin....und ernet einen genervten Blick.
"Das ist Winterware" erklärt sie. "Ja.....und?" frage ich ganz naiv. "Ja wie und? Wir haben Sommer" stellt sie fest und kuckt mich an, als sei ich schwachsinnig. "Sommer?" Ein Blick raus zeigt mir, dass wir immer noch März, 10 °C, dichte Wolken und Nieselregen haben und ich nicht in einer plötzlichen Zeitverschiebung gelandet bin. "Ähm,'Tschuldigung, das hatte ich noch nicht bemerkt". "Letzte Woche hatten wir noch welche, aber jetzt zum Sommer werden die eingelagert". Sagt sich noch abschließend und wendet sich dann wieder ihren Kartons zu.
"Ja ok, dann bin ich wohl zu spät" murmle ich noch dümmlich und gehe wieder hinaus in den (anscheinend sommerlichen) Nieselregen.

Ganz ehrlich.....so habe ich mir den Sommer 2010 nicht vorgestellt.

Mittwoch, März 17, 2010

nur noch zwei mal schlafen

.....und dann ist Bordenau *hibbel*.

.....

Wollte ich nur mal erwähnt haben.

....

Ist ja schließlich wichtig.

......

:-)

Montag, März 01, 2010

12 - 2: die traurige Wahrheit

oder auch:
Setzen, 6! Klassenziel nicht erreicht!

Ihr ahnt es schon, ich bin mit meinem zweiten Näh-Projekt leider nicht fertig geworden, weil zu viel anderes noch getan werden wollte oder musste und nun liegt das halbfertige Korsett traurig und unvollendet auf dem Küchentisch und schreit nach Stäbchen, Schrägband und viel Aufmerksamkeit.


Immerhin hat es sich gnädig bereiterklärt, an einem kleinen Zwischenstands-Shooting mit Kopfkissen teilzunehmen, damit es nicht so aussieht als hätte ich gar nichts getan.

Mittwoch, Februar 24, 2010

die Schuldfrage

Ok *strafend in die Runde Blick*…..

…wer von euch war das?

Wer hat den ganzen neuen Schnee bestellt?

Und dann auch noch so fluffiges Zeug, das nicht mal für Schneemänner was taugt *Kopfschüttel*?

Also ehrlich.......

Mittwoch, Februar 17, 2010

7 Wochen ohne

Auch wenn ich nicht katholisch bin, mache ich doch jedes Jahr die berüchtigten "7 Wochen ohne" mit. Nachdem ich im letzten Jahr neben Schokolade auch auf meine heißgeliebte Cola light verzichtet habe (und dabei fast zur Axtmörderin mutiert bin), habe ich in diesem Jahr beschlossen, der Sozialverträglichkeit wegen, lieber wieder nur den Schnökerkram wegzulassen. Gute Vorsätze sind also da.

Wenn jetzt bloß nicht gerade in diesem Moment diese halbe Tafel Zotter Feinbitterschokolade gefüllt mit Vanille-Kirschen vor mir auf dem Schreibtisch liegen würde.....*fiep*

Freitag, Februar 05, 2010

The Big Read

Nach dem Vorbild der BBC, die die 100 beliebtesten Bücher der Briten erfaßt hat, hat auch das ZDF eine Liste zusammengestellt. Ganz ehrlich, meine Top 100 hätte anders ausgesehen (habe trotzdem mal alles markiert, was ich davon komplett gelesen habe).

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
2. Die Bibel
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
4. Das Parfum, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

6. Buddenbrooks, Thomas Mann
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross
11. Tintenherz, Cornelia Funke
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams

40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigal stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irvingg
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult

72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt'n Blaubär, Walter Moers (13 1/2 Leute, 13 1/2)
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy

87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Von der BBC-Liste kenne ich mehr Titel, interessant.

Montag, Februar 01, 2010

Projekt 12 - 12

Dat Lineken hat letzten Monat eine sehr schöne Näh-Motivations-Idee aufgebracht, das Projekt 12-12 oder auch 12 Monate - 12 Nähprojekte. Die Idee dahinter: jeden Monat soll mindestens ein größeres oder kleineres Nähprojekt fertig werden, so dass man am Ende des Jahres 12 tolle neue Sachen und ganz viel Platz für neue Stoffe hat. Eine prima Idee, finde ich, vor allem das mit dem wieder Platz für Stoffe haben, und schließe mich deswegen einfach mal an.

Leider war mein Januar mit vielen nicht so schönen und vor allem zeitintensiven Dingen angefüllt, deswegen habe ich klein angefangen und als erstes Nähprojekt einfach nur sämtliche Knöpfe, die mir in den letzten 3 Monaten irgendwo abgefallen sind, wieder an ihren Platz gebracht. (ja, ich lasse mir selbst auch Reparatur und Änder-Projekte durchgehen und nein, das war nicht geschummelt, es waren nämlich viele Knöpfe)

Da Projekt Nummer 1 langweilig und unfotogen ist, gibt's jetzt quasi als Ersatz einfach ein Bild von meinem kuschligen Dezemberblazer, den ich aus meiner letzten Stoffmarkt-Beute zusammengebastelt hatte. Leider ist die Farbe irgendwie nicht mit der Kamera einzufangen, in wirklichkeit ist der Cord-Stoff wunderschön tief moosgrün und nicht merkwürdig schimmlig-braun.

Mittwoch, Januar 13, 2010

Wieder was gelernt

Das sind also Dachlawinen....
(ich glaube, ich gehe ab jetzt lieber nur noch in der Mitte der Straße)

Freitag, Januar 08, 2010

Happy New Year?

Ähm, könnte vielleicht mal kurz jemand den Resetknopf für 2010 betätigen? Irgendwie läuft es gerade so gar nicht und ich würde ganz gerne noch mal von vorn anfangen.