Samstag, Juli 17, 2010

Donnerstag, Juli 15, 2010

Home of the Melody abgebrannt

Jeder hat ja so seine eigene Geschichte wie er zum bloggen kam. Meine begann im Grunde genommen vor 10 Jahre, als ich bei einer Recherche auf das Web-Tagebuch (ja, damals hieß das so, denn den Begriff Blog gab es noch nicht) der Düsseldorferin Carola Heine stieß. Im Moving Target gewährte sie allen die es wollten Einblick in ihr Tagebuch, erzählte über ihren Freund, ihre Katzen, ihren Alltag und ließ damit einfach so die ganze Welt an ihrem Leben teilhaben. Eine nette Sache fand ich, war mit dieser Meinung in meinem Umfeld aber erst mal ziemlich allein; denn die meisten meinten, dass man doch das Tagebuch eines anderen nicht so einfach lesen dürfe, egal ob es nun frei im Netz stünde oder nicht.
Aber ich fand, dass man es halt doch darf und blieb dabei, las über die Jahre hinweg von Melodys (so ihr Nick-Name) Reisen, ihrer Hochzeit, den immer wieder kommenden, schweren Erkrankungen, der Renovierungsgeschichte ihres Altbaus und vor 3 ½ Jahren dann von der Geburt ihrer Tochter.
Kennengelernt haben wir uns übrigens nie, nicht einmal virtuell, aber trotzdem weiß ich fast mehr über sie und ihr Leben, als über einige Menschen, die mir regelmäßig in meinem Alltag über den Weg laufen.

Vor fünf Tagen musste ich nun leider etwas lesen, das mich zu diesem Post veranlasst. Denn die über die letzten Jahre hinweg mühe- und liebevoll sanierte Wohnung Melodys ist über Nacht ausgebrannt. Sie selbst, ihr Mann und ihre kleine Tochter sind zum Glück mehr oder minder unverletzt rausgekommen und auch die beiden Katzen haben es geschafft, aber der Sachschaden liegt bei über einer halben Million und der Großteil ihres persönlichen Hab und Guts, sowie ihre Freiberuflerarbeitsplätze haben sich im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgelöst.
Klar kann man jetzt sagen, dass alles Materielle völlig unwichtig ist und nur das Leben wirklich zählt, aber mit einem Kleinkind und zwei Katzen von einer Minute auf die nächste auf der Straße zu sitzen, die eigene Wohnung und Altersvorsorge in Schutt und Asche gelegt und einer sich querstellenden Versicherung im Nacken ist trotzdem eine schreckliche Sache.
Zum Glück gibt es aber auch Menschen die sich nicht querstellen, die helfen, die Platz zur Verfügung stellen und Spenden organisieren .
Wer vielleicht auch helfen mag, es aber gruselig finden völlig fremden Geld zu überweisen, kann ja vielleicht hier mal vorbeischauen: Die Autoren versprechen 4 € pro Tweet oder Artikel zu spenden.

Donnerstag, Juli 08, 2010

kleine Urlaubsschnipsel

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Die Wohnung ist komplett staubgesaugt, alle Fußböden sind gewischt und das kleine schwarze Katzenmädchen sitzt draußen und frisst Gras, als gäbe es kein morgen. Ich ahne Fürchterliches!

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Wenn du stolz erzählst, dass du an einem einzigen Nachmittag deine gesamte Kirschernte gepflückt, entsteint und zu Eis verarbeitet hast, erwähne die Worte „Dachterrasse“ und „Mini-Obstbaum“. Gartenbesitzer denken nämlich in anderen Relationen und haben sonst komische Vorstellungen.

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Fazit zum ersten selbstgemacht Eis: Geschmack ist himmlisch, aber die Konsistenz noch verbesserungswürdig; ich befürchte, ich werde das Ergebnis ganz schnell aufessen und dann einen neuen Versuchen starten müssen. Eine schwere Bürde, aber irgendjemand muss sie ja tragen.

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Petunien verhalten sich genau wie Mimosen, wenn man sie beim Umtopfen versehentlich auf den Kopf fallen lässt.

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Es ist bei diesem Wetter immer wieder faszinierend Pookah dabei zuzusehen, wie sie sich auf ungefähr 1 m² Fläche bei gefühlten 5 cm Höhe ausbreitet, um wirklich jeden Zipfel kühlen Fußbodens zu erwischen. Bin stark versucht es ihr nachzumachen.

Freitag, Juli 02, 2010

Friday Five für Schneiderlein

Diese Friday Five habe ich bei Louise gefunden und gleich mal mitgenommen. :-)

Was fällt Dir ein zu:

1. teurer Stoff
Lasse ich lieber die Finger von, wenn ich ehrlich bin. Mir geht beim Nähen einfach noch zuviel daneben, als dass ich mich überwinden könnte, mehr als 12 €/m auszugeben.

2. Knopfloch
Habe ich komischerweise jedesmal einen Riesenbammel vor. Glücklicherweise ist meine Nähmaschine aber in dieser Hinsicht ein Profi und beherrscht die Dinger sozusagen von allein und fast im Schlaf. Deswegen höre ich im allgemeinen spätestens beim Dritten wieder mit der Schnappatmung auf und nähe den Rest dann lockerzügig zu Ende (und tu dann so, als sei das alles kein Problem gewesen).

3. Heftgarn
Joa.....gibt es.....habe ich auch schon mal in der Hand gehabt. Aber da ich zum Vorheften viel zu faul bin, probiere ich lieber unfertige Teile, die mit geschätzen 40 Nadeln gespickt sind, an und lass mich pieken, als auch nur 10 cm Naht vorzuheften.

4. Stickmaschine
Habe ich nicht und wenn ich ganz ganz ehrlich zu mir selbst bin, brauche ich auch keine.

5. Handnähte
Handnähte hasse ich wie die Pest, weil sie einfach ewig brauchen und zumindest bei mir immer aussehen, als hätte ich beim Nähen so bummelig 1,5 Promille gehabt. Für kniffelige Stellen und unsichtbare Nähte aber nunmal ein absolutes "Muss".