Freitag, Dezember 30, 2011

Jahresrückblick

Eigentlich sollte hier jetzt der übliche Jahresrückblick stehen, wie ich ihn auch schon in den letzten Jahren (2010, 2009, 2008) eingestellt habe. Aber ich gestehe, dass ich mich in diesem Jahr ein wenig schwer damit tue eine fröhliche Zusammenfassung über Gewichtsschwankungen, tolle Bücher und gute Partys zu schreiben. Zu viel ist in diesem Jahr passiert und leider war nur wenig davon schön.
Alles überschattend war der Tod meiner Mutter, den ich auch jetzt immer noch nicht ganz fassen kann; vieles ist plötzlich anders und vieles von dem, was ich sonst immer gern gemacht habe, gelingt einfach gerade nicht mehr. Das Schreiben zum Beispiel, weil die Worte fehlen und auch das Nähen geht gerade nicht. Ich habe Bordenau im Herbst abgesagt (Obwohl Cay noch so lieb war und mich extra angerufen hat. Vielen Dank nochmal dafür!), ich habe viele Einladungen ausgeschlagen und mich auch sonst sehr eingeigelt, weil es mir zeitweise einfach sehr schwer gefallen ist unter Leute zu gehen.
Und auch sonst gabe es viele große und kleine schlechte Nachrichten in diesem Jahr: Noch mehr Krankheitsfälle, Autounfälle, ein gruseliger Hausmeister der im Frühjahr die Fäuste fliegen ließ (nicht gegen mich) und dann fast drei Monate lang mir herstalkte und mir das Leben schwer machte, eine Hausverwaltung, die 90 % ihrer Arbeitskraft für Beileidigtsein, Rumgezicke und Nichtstun benötigte und mich damit viel zu viel Zeit und Kraft gekostet hat, zwei kaputten Zähne, die mir neben wochenlangen Schmerzen auch gleich noch hohe Rechnungen eingebrockt haben und vieles mehr.
Natürlich war nicht alles schlecht in diesem Jahr; es gab auch schöne Augenblicke. Verwandte und Freunde, die mir viel Zeit und Kraft geschenkt haben, der wirklich großartige Paris-Urlaub Anfang Oktober, die Erkenntnis, dass ich trotz all der schlimmen Dinge die passiert sind noch aufrecht stehe, schöne Spielenachmittage, Filmabende, leckere Bratäpfel in netter Gesellschaft und das Fliederbeerenpflücken. Ohne diese Momente hätte ich das Jahr bestimmt nicht so gut überstanden.
Alles in allem bin ich froh, dass 2011 bald rum ist und hoffe sehr, dass 2012 einen Neuanfang bringt und wieder besser wird.

Und deswegen wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue und hoffentlich tolle, schöne, erfolgreiche und aufregende neue Jahr!

Samstag, Dezember 17, 2011

Engelsgeduld - mindestens, wenn nicht sogar

Bin gerade drei Stunden durch die Lüneburger Innenstadt gelaufen um Weihnachtsgeschenke zu suchen und habe trotz aller Widrigkeiten nicht einmal jemanden angebrüllt oder zurückgeschubst. Erwarte also jede Minute den Anruf, der mich über meine Heiligsprechung informiert.

(ich sag euch, da draussen regiert das Chaos)

Dienstag, Dezember 13, 2011

W wie Weihnachtszeit

Warteschlange, die:
Gruppe von Menschen, die auf dem Weihnachtsmarkt immer zwischen mir und meinen Schmalzkuchen steht. Empörend!

Weihnachtsgeschenke, die:
Nette Gaben für nette Menschen. Habe schon ein paar, aber leider noch nicht alle.

Weihnachtskekse, die:
Viel zu leckeres Gebäck, das gerne mit Rezepten daherkommt, die mit den schönen Worten „Nehmen Sie 200 gr. Schokolade“ anfangen.

Wham, Last Christmas:
Weihnachtslied, das in puncto Nervigkeit irgendwo bei blockflötespielenden Grundschülern mit minderer Begabung angesiedelt werden muss.

Willensschwäche, die:
Zustand der mich letzte Woche im Schuhladen überfallen hat (ganz ehrlich, ihr hättet die Stiefel auch gekauft). Und vorhin auf dem Weihnachtsmarkt (siehe Warteschlange, die). Und eben vor der Keksdose. Und….

Wut, die:
Intensives, langanhaltendes Gefühl, das mich immer dann überkommt, wenn ich mit unserer Hausverwaltung kommunizieren muss. Und ich muss leider sehr sehr oft mit unserer Hausverwaltung kommunizieren, denn diese braucht grundsätzlich mehrere Monate und mehrere Mahnungen bis sie etwas tut.Vielleicht sollte ich einfach mal persönlich hingehen und einen Wutanfall, der hinlegen.

Montag, Oktober 31, 2011

Happy Halloween!

Fröhliches Halloween euch allen und viel Spaß beim Gruseln und so.

Montag, Oktober 24, 2011

tückische Herbst-Trends

Normalerweise gehöre ich ja nicht zu den Leuten, die jede Mode gleich mitmachen müssen, aber dieses Mal war ich echt neugierig. Ich meine – wenn jeder zweite den ich sehe es gerade hat, dann muss es doch toll sein, oder?

Was ich vor allem spannend finde ist, dass es durch alle Altersgruppen geht. Kinder, Erwachsene, ältere Leute, wirklich alle haben sich davon anstecken lassen. Selbst bei der Arbeit gab es schon welche, die deswegen extra früher gegangen sind.

Und ob morgens in der Bahn oder abends in der Fußgängerzone – überall sieht man Menschen die mitmachen.

Also habe ich mir überlegt: “Gib dir einen Ruck. Kannst ja nicht immer jeden Trend verpassen.“

“Irgendwas muss doch dran sein, wenn alle dabei sind.“

Und dann habe ich es gewagt - und mir auch so eine Erkältung, wie sie die anderen haben, geholt.

Aber ganz ehrlich, so richtig toll finde ich sie nicht. Sogar ganz im Gegenteil, eigentlich ist es so gar nicht meins.

Also werde ich das nächste mal gut überlegen, ehe ich dem allgemeinen Trend folge. Denn Dabeisein ist halt doch nicht immer alles.

Samstag, Oktober 15, 2011

Kommunikatives

Du weißt, dass du mit einem Rollenspieler redest, wenn du auf den Stoßseufzer "Uff, ich bin groggy" ein anerkennendes "Ja, das ist ein guter solider Zwergenname" zu hören bekommst.

Mittwoch, Oktober 05, 2011

Wohnen im dazwischen

Es klingelt an der Tür. Da ich jemanden erwarte, trabe ich zum Türöffner, krähe mein übliches "zweiter Stock" in den Hörer und gehe dann zur Haustür. Und dort warte ich...und warte...und rufe irgendwann ein leies "hierher" "hierbinich", damit der suchende Mensch mich finden kann.
"Sie wohnen ja gar nicht im zweiten Stock" schnauft der mir empört entgegen.
"Na ja doch....irgendwie schon" versuche ich einzuwenden.
"Nein nein" beharrt er "der Fahrstuhl hat im zweiten gehalten und nun muss ich doch noch eine Treppe hoch. Sie wohnen im dritten."
"Nein, das ist nicht richtig, der dritte ist nämlich da oben" ich deute vage die Treppe rauf. "Wenn man es genau nimmt, ist dieser Stock hier irgendwie dazwischen, also sozusagen die zweieinhalbte Etage."
"Na also" triumphiert er" also nicht die zweite."
"Ja, es ist nicht die zweite Etage"gebe ich nach "aber hätten Sie mir geglaubt, wenn ich zweieinhalbter Stock in die Spechanalge gerufen hätte?"
"Hmmm ne, vermutlich nicht, da hätte ich mich gleich veralbert gefühlt."
"Sehen Sie..."

Ja, das Wohnen in alten Häusern bringt so seine ganz eigenen Tücken mit sich.

Freitag, September 16, 2011

Traue keiner Statistik....

Inspiriert von Linekens Blogpost vom 1. September habe ich mir ebenfalls einmal angesehen, wie die Statistiken für mein Blog so aussehen und war ziemlich baff; denn der häufigste Suchbegriff, der zu meiner Seite führt, ist Schlachterinnen, gefolgt von Metzgerinnen bei der Arbeit und - ganz langweilig - Birgit bloggt. Interessanterweise ist der an diesen ersten beiden Treffern schuldige Beitrag Hilfe die Metzger kommen dann aber nur der am zweithäufigsten gelesene (Auf Platz 1 ist ungeschlagen der Ufo-Abbau WIP, den ich persönlich ja ziemlich langweilig finde).
Das ist merkwürdig und mir auch ein bisschen peinlich, denn leider kenne ich gar keine Metzgerin oder Schlachterin und kann dementsprechend auch keine Informationen zu Frauen geben, die diesen Beruf ergriffen haben. Auch die Metzgerin Kerstin, die als häufiger Suchbegriff in der Liste auftaucht, kenne ich nicht. Lieber Leser, falls du also wegen eines dieser Schlagwörter bei mir gelandet bist, dann tut es mir leid. Hier bist du definitiv falsch.
Doch nicht nur die in der Statistik angegebenen Suchbegriffe haben mich verwundert (hätte jetzt eher auf Näh- oder Korsettinteressenten getippt), sondern auch die weitere Verbreitung meiner Leserschaft. Mit Deutschland Österreich und der Schweiz habe ich ja gerechnet, aber dass es auch Zugriffe aus den Vereinigten Staaten, Frankreich und der russischen Förderation gibt, finde ich faszinierend. (Ähm ja...Hallo Welt!)
Bei den verweisenden Websites tun sich glücklicherweise keine Abgründe auf, auch wenn es mich ein wenig wundert wie meine Seite auf gothise.com landen konnte. Aber da landen wohl über kurz oder lang alle Blogs.
Da ich die Auswertung ingesamt recht erhellend fand werde ich jetzt wohl öfter mal in die Statistiken reinkucken. Vielleicht kommt dann ja irgendwann auch mal sowas Schräges wie Linekens Ingweröl in Kondom *Kopfschüttel* (etwas, das ich übrigens auch für eine ganz dumme Idee halte).

Freitag, September 09, 2011

Warum nur?

Der neue Nachbar feiert gerade seinen Einzug und so wie es klingt, ist er sowohl Schlager als auch House-Fan und hat eine Menge Freunde, die alle Ey-Dicker mit Vornamen heißen und nicht singen können.

Warum mussten die netten schwarztragenden Hardrock-Fans denn bloß ausziehen? Warum???

Dienstag, August 02, 2011

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein, es ist Superfrucht!

Heute mal ein Schönheitstipp:
Wenn man eine Haarkur einwirken lässt kann man ja so einiges machen: Kacheln zählen zum Beispiel, oder an die Badezimmerdecke starren und sich über die Beule ärgern, die man da reintapeziert hat. Oder man kann den Aufdruck auf der Schampoo-Flasche lesen und sich mit folgender Weisheit belohnen lassen:

"Superfrüchte sind besonders reich an Vitaminen und Antioxidatien."

Wenn man dann mehrere Minuten fassungslos darüber sinniert, wer sich so einen Schwachsinn ausdenkt - dann hat die Haarkur genügend Zeit um einzuziehen.

Nachtrag:
Ach herrje, habe gerade beim googlen lesen müssen, dass die in diesem Schampoo enthaltene Acai-Beere beim abnehmen helfen soll. Das heißt doch jetzt hoffentlich nicht, dass ich dünne Haare von dem Zeug kriegen werden.

Montag, Juli 04, 2011

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"Nichts kann einen darauf vorbereiten einen Elternteil zu verlieren" hat eine Bekannte mir im letzten Jahr gesagt. Wie recht sie damit hatte, weiß ich nun.
Nicht die Diagnose Krebs, nicht das langsam weniger werden Woche für Woche und auch nicht der Anruf des Krankenhauses, dass wir alle noch mal kommen sollen. Nichts davon bereitet einen vor, denn irgendwie hört man trotzdem nie auf zu hoffen, dass alles nur ein schrecklicher Irrtum ist. Dass alles doch noch gut ausgeht.
16 Tage ist es nun her, dass meine Mutter gestorben ist und auch wenn ich es eigentlich gar nicht wahrhaben will, sickert doch jeden Tag ein bisschen mehr die Endgültigkeit dieses Ereignisses durch. Mal leise und vorsichtig und dann wieder wie ein heftiger Schlag mit der Keule, so dass es mich fast von den Beinen haut, auf die ich mich gerade mühsam wieder gestellt habe.
Nur 3 Monate, nachdem die Diagnose Krebs gestellt war, hat es gedauert. Ein Zeitraum, der mir gleichzeitig unendlich kurz und -lang vorgekommen ist. Ich bin dankbar für meine Freunde, die mich in dieser Zeit gestützt haben und für mich da waren. Die aber auch akzeptiert haben, dass ich manchmal nicht dabei sein konnte und die mich, obwohl sie mir gerne geholfen hätten, hin und wieder einfach mal in Ruhe gelassen haben. Weil sie wußten, dass bei mir gerade gar nichts geht; nicht mal Reden.
Allen, die zugehört, geholfen, Daumen gedrückt, mitgehofft und mitgebetet haben, vielen Dank!

Sonntag, Juni 05, 2011

Artgerechte Haltung

Vor einiger Zeit, die Sonne schien und es war warm, da wurde mir eingeredet, ich solle doch mal meine Zimmerpalme nach draussen stellen. Schließlich wäre das Wetter schön und da müsse sich die Palme im Freien doch viel wohler fühlen: in ihrer ursprünglichen Heimat wäre es ja die ganze Zeit über sonnig. Mein zaghafter Einwand, die ursprüngliche Heimat dieser speziellen Pflanze sei eine Hamburger ALDI-Filiale, wo eher Neonlicht und Nieselregen an der Tagesordnung sind, wurde rigoros weggewischt und die Palme hinaus auf die Terrasse befördert. Und da stand sie dann.
Als ich am nächsten Morgen nachschaute was die Palme so macht, musste ich feststellen, dass sie bedröbbelt sämtliche Blätter hängen ließ und damit frappierend an einen Teenager der Generation Playstation erinnerte, den man zum Spielen rausgeschickt hat und der nun nichts mit sich und der Welt um ihn herum anzufangen weiss. Nicht gut! Also bekam sie einen Schwupps Wasser und ein paar aufmunternde Worte und wurde dann wieder mit sich und der Sonne alleingelassen.
Am Abend begannen die ersten Blätter weiß zu werden und ich begann das Konzept der artgerechten Palmenhaltung ein weiteres Mal anzuzweifeln. Doch mir wurde gesagt, das sei nur eine Phase und ich solle durchhalten; das Bäumchen müsse sich halt an seine neue Freiheit gewöhnen und ich würde schon bald mit einer wunderbar wuchernden Zimmerpflanze belohnt werden.
Doch Pustekuchen!
Je länger die Sonne schien, desto mehr Blätter wurden weiß, so dass die Palme am Ende so aussah, als wäre sie einem Zombie-Endzeit-Szenario entsprungen. Ein Eindruck, der sich noch dadurch verschärfte, dass bei Wind die gespenstisch weißen Blätter zaghaft an der Terrassentür kratzten, wie um sich einen Wag zu den Lebenden zu bahnen.
Da ich mir das Elend nicht mehr länger ansehen mochte, habe ich die Palme am Ende dann doch wieder reingeholt und siehe da, in ihrer kleinen halbschattigen Wohnzimmerecke geht es ihr wieder richtig gut. Sie hat auch die weißen Blätter verloren und sieht nun etwas gerupft aber viel weniger gruselig aus.
Noch einmal werde ich das Experiment wohl nicht wagen. Und wenn doch, dann werde ich ganz brav 15 °C und Nieselregen abwarten – der echten artgerechten Haltung wegen.

Dienstag, Mai 17, 2011

Dummer Donnerstagsunfall

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt; die blödsinnigsten davon passieren grundsätzlich mir. Und weil das so ist, durfte ich in den letzten 5 Tagen ungefähr 12 mal exakt dieses Gespräch führen.
(ok, die Tatsache, dass ich mit Ärzten und Medizinstudenten arbeite, tut vermutlich ihr übriges)

m.G. (mein Gegenüber): Oh mein Gott, was ist denn das? auf mein Dekolletee zeig

ich: Das ist eine Brandblase!

m.G.: Ja stimmt...zweiten Grades.....aber wie um alles in der Welt bekommt man an dieser Stelle eine Brandblase???

ich: mich verlegen winde Mit einer Wärmflasche.

m.G.: sehr skeptisch Aha.....also mit einer Wärmflasche? sehr ungläubig Und wie das....?

ich: Na ja, ich habe mir die volle Flasche vor den Bauch gehalten und vorsichtig versucht die Luft herauszupressen...

m.G.: Ok......

ich: ....und dann ist ein bisschen Wasser ausgelaufen und vor Schreck habe ich dann die Wärmflasche reflexartig zusammengedrückt. Den Rest kann man sich denken, oder?

m.G.: immer noch skeptisch Autsch... das war aber ziemlich blö....äh ungesch......ähm, ich meine, da muss ziemlich schmerzhaft gewesen sein?

ich: Jep, das war es und ist es auch immer noch.

m.G.: kopfschütteld Tja, dann mal gute Besserung! murmelt beim Weggehen noch was von Frauen und Wärmflaschen und seltsamen Geschichten

Ganz ehrlich? Ich glaube, dem nächsten erzähle ich lieber, dass ich diese fiese Verletzung erlitten habe, als ich im Rahmen meiner geheimen Superheldenidentität auf Verbrecherjagd war. Das glaubt mir vermutlich auch keiner, aber zumindest klingt es cooler als die Sache mit der Wärmflasche.

Donnerstag, Mai 12, 2011

Wunder gibt es immer wieder

Habe es heute Abend tatsächlich geschafft eine nette, kompetente Friseurin zu finden.
Nun fühle ich mich mächtig genug die Lottozahlen vorauzusagen und das sagenumwobene Bernsteinzimmer zu entdecken. ;-)

Donnerstag, April 21, 2011

bebrillte Bibliothekarinnen

Da mein Augenarzt mir letztens verkündete, dass ich eine weitere Stufe auf dem Treppchen zum perfekten Maulwurf erklommen habe, war es mal wieder Zeit nach einer neuen Brille zu suchen. Keine leichte Aufgabe, denn dummerweise weiß ich erst dann ob eine Brille zu mir passt, wenn endlich Gläser in meiner Stärke drin sind. Bis dahin ist das Ganze ein einziges großes Ratespiel mit manchmal schrecklichem Ausgang (wer mein Führerscheinfoto kennt, weiß wovon ich rede).
Aber „wat mutt, dat mutt“, also rein in den Laden, Brillen raussuchen, Nase am Spiegel plattdrücken um was zu erkennen und dann nach langem Rumgerate ein Gestell auswählen. Ein netter Optiker ist dann auch nach kurzer Wartezeit für mich da, der mir dann auch noch freundlicherweise einen kleinen Handspiegel gibt, damit ich die beiden letzten Gestellkandidaten noch mal in Ruhe betrachten kann. Das tue ich auch ausgiebig und unterhalte mich währenddessen mit ihm.

Ich: „Und, wie finden Sie die hier. Steht die mir?“
Optiker sehr höflich: „Doch ja, die passt sehr gut zu Ihnen!“
Ich zweifelnd: „Meinen Sie wirklich? Ich bin wegen der Form ja doch ein wenig unsicher – schwarze eckige Brillen sehen immer leicht nach Bibliothekarin oder Lehrerin aus.“
Optiker etwas gezwungen: „Ach das finde ich eigentlich nicht.“
Ich fröhlich weiterredend: „Na ja schon ein bisschen. Meistens wirkt es ja doch ziemlich streng. Und da ich Bibliothekarin und Dozentin bin, will ich natürlich nicht dass man mir das gleich ansieht.“
Optiker noch ein bisschen gezwungener: „Eigentlich finde ich die Form sehr schick und modern und gar nicht bibliothekarsmäßig.“
Ich irritiert: „Meinen sie?“ setze meine alte Brille wieder auf….und sehe, dass er – natürlich - eine schwarze eckige Brille auf der Nase hat
Optiker: „Ja, meine ich
Ich knallrotwerdend: „Öh…äh….ja….. dann nehm ich die doch mal….“

Und die Moral vor der Geschicht: erst kucken, dann reden.

Immerhin, da ich meine eigenen Vorurteile nun so trefflich bestätigt habe, kann ich ab sofort wenigstens ehrlich behaupten, dass schwarze eckige Brillen voll nach Bibliothekarin oder Dozentin aussehen. ;-)


Donnerstag, März 24, 2011

Im Tre(e)(h)t(t)boot in Seenot

Heute Abend frisch in der U-Bahn belauscht, die beiden Jungs dürften so 16-18 Jahre jung gewesen sein. ;-)

Typ 1: Ja ne, nicht mit doppel-T.
Typ 2: Ja doch, das wird so geschrieben.
Typ 1: Ja ne, bist du doof? Das wäre ja dann ein Trettboot.
Typ 2: Doch, ey Mann, ich bin mir da voll sicher. Mit doppel-T.
Typ 1: Ey, das wird T-R-E-T-B-O-O-T geschrieben.
Typ 2: Ne, das passt doch nicht. Wenn dann mit doppel-E und doppel-T. T-R-E-E-T-T-B-O-O-T
Typ 1: Ne, also wenn dann höchsten mit H dazwischen. Aber das kommt doch von treten, oder? Das wird doch auch nicht mit H geschrieben. Oder?
Typ 2: Doppel-T, da bin ich mir ganz sicher. Ich kuck das zu Hause nach und dann zeig ich dir das.
Typ 1: Aber dann wär das ein Trettboot; aber vielleicht doch mit H *zweifelnd*.
Typ 2: Ey, ich kuck das gleich zu Hause nach...

Leider kam dann meiner Haltestelle und ich musste raus und insofern werde ich nun nie erfahren, für welche der Tre(eht)tbootvarianten sie sich am Ende entschieden haben. Ist aber auch nicht wichtig, denn viel mehr würde mich interessieren, wie die zwei überhaupt auf das Thema gekommen sind, denn so wie sie aussahen, hätte ich nicht gedacht, dass sie überhaupt wissen, dass so etwas wie ein Tretboot existiert.

Donnerstag, März 17, 2011

ungebetene Gäste

Liebe Gastritis,
die du so schön durch jahrelange Abwesenheit geglänzt hast. Du hättest nicht wiederkommen müssen, ehrlich nicht! Denn auch, wenn du es nicht glauben magst: niemand hier hat dich vermisst.

Mittwoch, März 09, 2011

Leben am Limit

Esse gerade trotz provisorischer Aufbauzahnfüllung einen Knäckebrot-Doppeldecker und fühle mich sehr verwegen. Und da sag noch mal einer Bibliothekarinnen seien fade und hätten keinen Schneid.

(nein, ich bin heute nicht blödsinnig drauf....... ;-)

Sonntag, März 06, 2011

außergewöhnliches Talent

Vor einiger Zeit meinte ein Freundin, dass es definitiv einige Sache gäbe, die nur mir passieren könnten und die auch nur ich fertig bringen würde. Dass sie damit sehr recht hat, habe ich heute Abend mal wieder feststellen dürfen, als ich mir an einer gekochten Nudel mit Spinatsauce einen Zahn zerbrochen habe. (Nein, die Gabel war nicht schuld, es war wirklich die Nudel)
Tja, ich schätze, das mach mir so leicht keiner nach...*seufz*

Decisions have to be made

Nachdem ein kleiner Schicksalsgott beschlossen hat mir als Ausgleich für die wirklich mistigen letzten 4 Wochen doch noch einen Nachrückerplatz in Bordenau zu bescheren (Juhuuuuu *hüpf*), stehe ich nun vor einen kleinen Problem: Was soll ich nähen?
Ich meine, es ist ja nicht so, dass es mir irgendwie an Stoffen, Schnitten oder Wünschen mangeln würde. Das Problem ist eher meine allgemeine Unentschlossenheit, die sich, gepaart mit der Reizüberflutung durch schier endlose Möglichkeiten, zu völliger Untätigkeit auswächst.
Erstmal brav den bereits zugeschnittenen Blazer fertig machen? Oder ein Unterbrustkorsett anfangen? Oder einen historisierenden Rüscherlplüschelrock, falls es wirklich mal was mit den Steampunk-Cons wird? Oder eine Weste? Oder endlich mal den Hosenschnitt ausprobieren, den ich vor ein paar Jahren gekauft habe? Oder das Sommerkleid? Oder den Mantel? Oder ein Lich? Oder....... Ich meine - ich kann doch nicht nur zum Essen und Quatschen nach Bordenau fahren *verzweifeltkuck*.
Vielleicht sollte ich kleine Ideen-Zettel machen und dann einfach ein Projekt auslosen. Oder blind in den Stoffschrank greifen und dann das verwursten, was mir als ersten in die Finger fällt. Oder blind ein Schnittmuster ziehen. Oder....

Aaargh, überall zu viele Möglichkeiten!

Mittwoch, Februar 16, 2011

note to myself

wichtig: Setze bei heftigem Schneetreiben die schöne große kuschelig warme Kapuze des Mantels auf.

wichtiger: Setze gleich zu Beginn eines heftigen Schneetreibens die schöne große kuschelig warme Kapuze des Mantels auf.

am allerwichtigsten: Wenn du erst nach 5 Minuten heftigen Schneetreibens auf die Idee kommst die schöne große kuschelig warme Kapuze des Mantels aufzusetzen, dann schüttel sie um Himmels Willen vorher aus.

Ich muss jetzt nicht schreiben, welche der drei Punkte ich außer Acht gelassen habe, oder?

Sonntag, Februar 13, 2011

kreative Leseratten


Hier mal ein kleiner Tipp für die kreativen Leseratten unter euch. Zur 100. Ausgabe des Rattus Libri, für den ich seit über einem Jahr immer mal wieder die ein oder andere Rezension beisteuere, gibt es ein sehr schönes und interessantes Special mit Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es, passend zum Buchnewsletter, natürlich Bücher, der Gewinnbeitrag wird im Rattus Libri Special 2 zur 111. Ausgabe veröffentlicht.

Die genauen Bedingungen sowie die Einsendeadresse findet ihr hier im Rattus Libri Sepcial auf Seite 50-51. Einsendeschluss ist der 01.04.2011

Viel Spaß beim Mitmachen!

Montag, Januar 31, 2011

falsches Timing

Seit ungefähr drei Tagen haben meine übriggebliebenen Lebkuchen und Zimtsterne den absolut perfekten Geschmack und genau die richtige Konsistenz. Also theoretisch könnte Weihnachten jetzt kommen...

Samstag, Januar 29, 2011

Bastard Hairdresser from Hell

Getreu dem schönen Motto "dem Mutigen gehört die Welt" habe ich letzte Woche noch einmal alle meine schlechten Erfahrungen mit der schneidenden Zunft ignoriert und beschlossenen, euren Kommentaren Glauben zu schenken und einer weiteren, neuen Friseurin eine Chance zu geben. Und zumindest zu Beginn lief die ganze Sache auch ziemlich gut. Die Dame hat mir freundlich und ruhig zugehört, in eigenen Worten meine Wünsche wiederholt so dass ich sicher sein konnte, dass sie mich verstanden hat und mir dann eine total tolle Kopfmassage bei der Haarwäsche verpasst. Ich fing also an, mich in Sicherheit zu wiegen und zu entspannen ... Ein böser Fehler!
Denn kaum nahm die Dame ihre Schere in die Hand, wurde ich Zeuge einer Verwandlung, wie man sie seit Jekyll und Hyde nicht mehr erlebt hat. Aus der netten einsichtigen Zuhörerin wurde eine wild vor sich hinschnippelnde Furie, die mir dreimal deutlich erklärte, was ich am Ende zahlen müsste und mir, als ich höflich und beherrscht darauf hinwies, dass sie vielleicht doch ein bisschen mehr abgeschnitten hätte als vereinbart, an den Kopf knallte "na ja, ankleben kann ich es jetzt nicht wieder!"
Dann bat sie mich, meine Brille wieder aufzusetzen, zeigte auf meine abgeschnittenen Spitzen und kommentierte: "Na sehen sie doch mal Ihre paar dünnen Strähnchen an - da lohnt ja nicht mal das Auffegen" und führte mich dann zum Fön; natürlich nicht ohne den Hinweis, dass der für meine trockenen stumpfen Haare gar nicht gut sei. Ganz ehrlich - wäre meine Erziehung etwas schlechter gewesen und das Fönkabel etwas länger, hätte ich ihr das Ding vermutlich auf den Kopf gehauen. So habe ich lediglich auf die Gabe von Trinkgeld verzichtet und dann schnell die heiligen Hallen der Haarschneidekunst verlassen.

Kann mir also noch mal jemand den Trick verraten? Muss man im Voraus auf mitgebrachtesGeld hinweisen; oder besser auf eine vorhandene Rechtschutzversicherung? Oder bespritzt man die Friseurin gleich zu Beginn mit ein wenig Weihwasser um ihre Gesinnung herauszufinden und verlässt panikartig den Raum, wenn sie anfängt Brandblasen zu werfen und zu kreischen? Vorschläge werden gerne entgegengenommen.

(und bis dahin träume ich von guten alten Kindertagen, in denen mein Vater für das Schneiden meiner Haare zuständig war und ich sowas nicht mitmachen musste)

Sonntag, Januar 23, 2011

Stoffmarkttermine 2011

Hurra, die neuen Stoffmarkttermine für das Frühhjahr 2011 sind endlich raus.

Hamburg, Alsterdorfer Markt:

Sa. 26.03.2011
Sa. 04.06.2011

Donnerstag, Januar 20, 2011

arme Schweine

Vorhin beim Schlachter stand eine Mutter mit ihrer ca 5-6 (?) jährigen Tochter hinter mir...

Tochter: "Das da sollst du kaufen!" zeigt auf ein Stück Kalbsbraten
Mutter: "Nein, das ist Kalb, das kaufen wir nicht!"
Tochter: "Warum denn nicht?"
Mutter: "Weil Kälber kleine Kühe sind, die direkt nach der Geburt geschlachtet werden. Die essen wir nicht!"
Tochter: große Augen mach Waaaaaas.....? Unterlippe beginnt zu zittern
Mutter: "Wir nehmen lieber das da, das ist nur Schwein!"
Verkäuferin und ich: sprachlos starr

Ich habe es dann mal der Verkäuferin überlassen, die Mutter darüber aufzuklären, dass sie gerade irgendwie Mist erzählt.

Sonntag, Januar 16, 2011

Fussliges

Hrumpf. Sollten es Katzenhaarflusen auf Wohnzimmerböden jemals auf die Liste der natürlichen Rohstoffe dieser Erde schaffen, werden sie sofort Bambus als den am schnellsten nachwachsenden überholen und ohne Umwege den 1. Platz besetzen.

Ich geh dann mal den Staubsauger holen......

Samstag, Januar 15, 2011

Liebster Blog Award

Ui, ich wurde für den Liebster-Blog-Award nominiert und das gleich von Caythlin und von Lineken. Vielen Dank euch beiden *rotwerd*.
Dazu gibt es noch diesen kleinen Text:

Dir wurde der Award verliehen und du möchtest ihn gerne weitergeben?

Poste das Liebster-Blog-Bild und die Anleitung (der Text den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat & sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst & ihr den Link deines Award Posts da lassen. Danach überlegst du dir 3- 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar – Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.

Liebe Blogger/innen: Das Ziel, dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs an’s Licht bringen, deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.

Weitergeben möchte ich dieses Preis natürlich gerne und zwar an:

Britta van den Booom, die einfach ganz wunderbar schreiben und erzählen kann

Baby Yos Papa, der die Geschichten der kleinen Maus immer so wunderbar trocken und haargenau auf den Punkt rüberbringt

und

Alwa Petroni, deren Werke so absolut einzigartig-fantastisch-perfekt sind