Montag, Juli 04, 2011

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"Nichts kann einen darauf vorbereiten einen Elternteil zu verlieren" hat eine Bekannte mir im letzten Jahr gesagt. Wie recht sie damit hatte, weiß ich nun.
Nicht die Diagnose Krebs, nicht das langsam weniger werden Woche für Woche und auch nicht der Anruf des Krankenhauses, dass wir alle noch mal kommen sollen. Nichts davon bereitet einen vor, denn irgendwie hört man trotzdem nie auf zu hoffen, dass alles nur ein schrecklicher Irrtum ist. Dass alles doch noch gut ausgeht.
16 Tage ist es nun her, dass meine Mutter gestorben ist und auch wenn ich es eigentlich gar nicht wahrhaben will, sickert doch jeden Tag ein bisschen mehr die Endgültigkeit dieses Ereignisses durch. Mal leise und vorsichtig und dann wieder wie ein heftiger Schlag mit der Keule, so dass es mich fast von den Beinen haut, auf die ich mich gerade mühsam wieder gestellt habe.
Nur 3 Monate, nachdem die Diagnose Krebs gestellt war, hat es gedauert. Ein Zeitraum, der mir gleichzeitig unendlich kurz und -lang vorgekommen ist. Ich bin dankbar für meine Freunde, die mich in dieser Zeit gestützt haben und für mich da waren. Die aber auch akzeptiert haben, dass ich manchmal nicht dabei sein konnte und die mich, obwohl sie mir gerne geholfen hätten, hin und wieder einfach mal in Ruhe gelassen haben. Weil sie wußten, dass bei mir gerade gar nichts geht; nicht mal Reden.
Allen, die zugehört, geholfen, Daumen gedrückt, mitgehofft und mitgebetet haben, vielen Dank!