Sonntag, Januar 27, 2013

Baustellenreport 9: 5 Jahre später



5 Jahre wohnen wir nun inzwischen in Lüneburg und der Baustellenreport ruht seit langem. Denn aus der Baustelle von damals ist inzwischen eine durchaus wohnliche Wohnung geworden und die Neuerungen, die hier in der Wohnung noch hin und wieder  passieren, sind Kleinigkeiten wie ein neuer Teppich im Schlafzimmer, eine schöne Lampe für das kleineGäste-WC oder ein Umrücken der Möbel.
Dafür ging es aber draussen ziemlich hoch her. Eine wirklich große Baustellenmaßnahme, die in 2012 (fast) ihren Abschluss gefunden hat, ist nämlich unsere Außenfassade. Diese wurde auseinandergefriemelt, mit neuen Hölzern und Steinen versehen, gesandstrahlt, gedämmt, verputzt, gestrichen, nochmal gestrichen und und und…und sieht nun endlich wieder schön und sauber und heil aus. Wer sich nun beim Lesen fragt, ob das DIE Fassadensanierung ist, von der ich seit Jahren erzähle: Jep, das ist sie! 2008 geplant, in 2009 bei der Hausverwaltung beauftragt, wurden die Arbeiten in 2012 zu immerhin fast 90 % fertiggestellt.
Das das ganze so lange gedauert hat liegt nicht etwa daran, dass unsere Fassade irgendwelche Probleme bereitet hätte, sondern schlicht an der Tatsache, dass sich der Mitarbeiterstab unserer Verwaltung aus lauter tolkien’schen Ents zusammensetzt. Und diese sind, wie wir ja im Herrn der Ringe gelernt haben, bei allem was sie tun sehr sehr langsam und bedächtig und haben so gar kein Verständnis für die Hast junger Hobbits (Bewohner). Wer die Szene aus den zwei Türmen vor Augen hat, kann sich sicher ungefähr denken, wie das bei uns lief. Wir, die jungen Hobbits, dachten nach ellenlangsam Zuhören, dass nun alles geregelt wäre und die Arbeiten bald anfangen könnten, während unsere Ents und Entinnen noch dabei waren den Handwerkern... unsere Namen zu nennen und mit ihren abzustimmen, dass wir keine Orks sind. Oder so ähnlich. Der Streit war auf jeden Fall vorprogrammiert.
Immerhin haben wir uns trotz der Probleme irgendwie zusammengerauft, die Arbeiten abgeschlossen und am Ende sogar alle ein wenig aus der Situation gelernt. Die Ents z.B. wissen nun, dass Hobbits sich schrecklich ärgern wenn monatelang nichts passiert und dann sehr böse werden, wenn man sie mit entischen Gemurmle abzuspeisen versucht. Und wir hastiges Volk haben gelernt, dass wir ab jetzt einfach alles früher - also viel früher -  planen müssen. Als erste Maßnahme haben wir deswegen die Verwaltungs-Ents jetzt schon mal beauftragt die Sanierung unseres Daches zu planen; auch wenn das Dach im Moment eigentlich noch ganz passabel ist. Aber bis unser direkter  Verwalter-Baumbart mit dem Denken, Adressen raussuchen, Handwerker kontaktieren und Gerüst aufstellen und so weiter durch sein wird, gibt es bestimmt genügend Schäden, die sich zu reparieren lohnen.

In diesem Sinne hoffentlich: End(t)e gut - alles gut.

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