Samstag, März 30, 2013

März-Nachlese

Nachdem sich der März entschlossen hat wirklich durchgehend mit Schnee und Kälte zu glänzen, musste ich nun leider meine Pläne zur Verschönerung und Begrünung der Dachterrasse erst einmal auf "Eis legen" (haha) und mir ein paar innerhäusige Aktivitäten überlegen, um diesen gefühlten "zweiten Januar" irgendwie rumzukriegen.
Daher fackelte ich nicht lange (und ließ vor allem meinen inneren Schweinehund, der mir gerade was von teuer, anstregend und überhaupt erzählen wollte, nicht zu Wort kommen) und sagte einfach kurz entschlossen ja, als eine Freundin fragte, ob wir nicht zusammen zur Leipziger Buchmesse fahren wollen.
Ein paar Wochen, einen gefühlt ewigen Kampf mit dem Online-Ticketshop der Buchmesse und eine sehr kurzweilige Bahnfahrt später, fand ich mich dann auch schon vor dem Fachbesucher Eingang an den Leipziger Messehallen wieder.

Noch schnell einen Hallenplan eingesammelt und dann ging es auch schon mitten rein in das Gewusel von Cosplayern, ernsthaften Fachbesucherung und einfach nur so interessierten Bibliophielen, die sich durch die Hallen schoben.  Ja, ich gestehe, des Öfteren fand ich die Kostüme der Besucher um einiges interessanter als die Aussteller mit ihren Ständen. Aber soweit ich sehen konnte, war ich da nicht die Einzige.   :-)
Von historisch über Manga-Cosplay bis hin zu seltsam-skurril war wirklich alles vertreten.
Sehr bewundert habe die Mädels, die tapfer in ihren 15 cm Plateau-High-Heels durch die Messerhallen stiefelten, weil jedes anderen Schuhwerk nun mal nicht zu ihrem Gothic Lolita Outfit gepasst hätte. Ich hätte das definitiv nicht durchgehalten, denn die jeweils vier Stunden am Samstag und Sonntag, die ich durch die Hallen geflitzt bin, waren schon mit meinen normalen Schuhen anstrengend genug. Aber egal - wen interessieren schon schmerzende Füße, wenn es so viel Spannendes zu sehen gibt? Neben Buch und Zeitschriftenverlagen, war vor allem viele Fernsehsender und auch Fachhochschulen mit eigenen Ständen vertreten. Und gerade letztere hatten teilweise wunderschöne handillustrierte und -gebundene Bücher als Ausstellungsstücke dabei, die man sich stundenlang anschauen konnte. Für alle Buchbegeisterten ist die Messe also wirklich ein Muss und ich ärgere mich nun, dass ich es die ganzen Jahre nie geschafft habe einmal dorthin (oder nach Frankfurt) zu fahren.

Auch meine nächsten beiden März-Wochenenden hatten etwas mit Büchern zu tun, allerdings nur im übertragenen Sinne. Denn aus den alten kiefernfarbigen Bücherregalen im Arbeitszimmer sollen schöne weiße Regale werden, und weil alles neu kaufen und austauschen nicht in Frage kommt, wurde in der ersten Phase Regal Nummer 1 kurzerhand ausgeräumt, weiß lackiert und dann gleich wieder aufgebaut und eingeräumt.
Regal Nummer 2 folgt dann bald...bzw. sobald die Motivation und Zeit wieder da sind, den Inhalt eines vollgepackten Regals in der ganzen Wohnung zu verteilen (und glaubt mir, in so ein Regal passt viieeel Kram rein!). Bis dahin bleibt das Arbeitszimmer kieferfarben-weiß-gemischt. Ich hoffe, meine Bücher werden es mir verzeihen.

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