Samstag, April 13, 2013

Bordenau und böse Bazillen

Letzte Woche war es wieder soweit: das Frühlingsbordenau stand an und ich war live dabei! Ein  wenig seltsam fühlte es sich schon an, nach zwei Jahren Pause wieder dorthin zu fahren, aber gottseidank war es schon zwei Minuten nach meiner Ankunft so, als wäre ich nie weggewesen.
O-Ton Cay: "Hiiii, schön, dass du endlich da bist. In der Küche ist Suppe, da vorne sind Brötchen und Kuchen und hier ist dein Nähplatz."   ;-)
 Also - alles war wie immer: lauter tolle Leute, viel zu viel leckere Essen (Mudcake *hingerissenseufz*), Riesenberge Stoff und Nähkram und viele tiefschürfende und....lehrreiche *hust* Gespräche, wie z.B. über die Schwierigkeiten bei der Herstellung der hochwertigen schottischen Hochlandwolle.

Nähpojekt war dieses mal der "Wintermantel der machen soll, dass endlich Frühling wird", den ich schon im Februar angefangen hatte. Doch als es dann plötzlich wärmer wurde und mir dann auch noch die grandios mißlungenen Paspeltaschen die Motivation raubten, beschloss ich, die Einzelteile einfach bis zum Herbst wegzulegen. Wer braucht schon einen Wintermantel, wenn es eh bald warm wird? Böser Fehler! Denn von Stund an kam der Winter zurück, es wurde kälter und kälter und statt Frühlingssonne und Blumen gab es Schnee, Schnee und noch ein bisschen Schnee. Daher meine Theorie: Da das Weglegen des Mantels zu Schnee geführt hat, müsste das Fertigstellen ja eigentlich den Frühling anlocken (Nein, ich bin nicht abergläubisch....gar nicht...nicht mal ein bisschen...das ist reine Wissenschaft). Also wanderten die Einzelteile schnell in meine Bordenaubox und in den Ess- und Quatschpausen habe ich dann auch fleißig daran herumgestichelt.

Dass das gute Stück nun immer noch nicht fertig ist (und ich hier dementsprechend keine Fotos präsentieren kann) liegt leider daran, dass ich mich in Bordenau nicht nur erneut mit dem allseits bekannten Nähvirus infiziert habe, sondern an irgendeiner blöden Bazille, die dafür gesorgt hat, dass ich schon bei der Rückfahrt - so knapp 50 m hinter dem Ortsausgang Bordenau - Halsschmerzen bekam, die sich dann rasend schnell zu einer dicken Erkältung entwickelten, die mich promt darniedergeworfen hat. Und so stand die letzten Tage statt Nähen und Sticheln, Schniefen, Röcheln und Hühnersuppe kochen auf dem Programm. Aber ich verspreche, dass ich ganz bald mit dem Mantel weitermache, damit die Jahreszeiten nicht noch weiter durcheinander geraten. Ehrenwort!

Kommentare:

Emily hat gesagt…

Ich wünsche Dir ganz schnell gute Besserung!

Zwischenzeitlich müsstest Du mit dem Mantel fertig sein - zumindest wenn man nach dem Wetter geht. Bei uns war es heute traumhaft!

LG
Emily

Birgit hat gesagt…

Nein, noch nicht ganz fertig; es hat sich ein kleines Problem mit den Taschen ergeben, dass ich erst mal lösen muss.
Aber ich gestehe, dass ich auch ein wenig Angst habe weiter zu machen. Wenn die bisherigen Fortschritte schon für dieses Wetter gesorgt haben - was kommt dann nach der Fertigstellung??? Eine lange Sonnenperiode mit Dürre? ;-P

Caythlin hat gesagt…

lass einfach irgendwo ein Stück Naht auf :).
Falls das nicht reicht, werden wir dich einfch bitte, noch mehr aufzutrennen...

Ich hoffe, dass es dir wieder besser geht!

Birgit hat gesagt…

Oh, wie es scheint habe ich zu viel Naht offen gelassen. Draussen ist es wieder arg schmupflig. :-/

Der Schnööf hat sich glücklicherweise inzwischen verzogen. War aber ein wirklich hartnäckiges (und leider auch ansteckendes) kleines Bürschlein.