Dienstag, Februar 25, 2014

Darf es auch ein bisschen mehr sein?

Ich gestehe, meine Schulzeit ist schon lange vorbei. Dennoch möchte ich behaupten, dass durchaus das ein oder andere Gelernte von damals hängen geblieben ist und mir immer mal wieder durch den Alltag hilft. Der Dreisatz zum Beispiel ist eine total praktische Sache; oder auch die Flächenberechnung - die braucht mal immer wieder.
Leider musste ich aber letztes Wochenende feststellen, dass mir bei der Prozentrechnung irgendwas abhanden gekommen ist. Oder ich habs damals falsch verstanden....sowas kommt ja schließlich auch mal vor.
Schuld an meiner mathematischen Verwirrung ist mein Nähkoffer, denn diesen habe ich - in einem kurzen Anfall von Frühlingsputzwahn - endlich mal schön aufgeräumt. Wer meinen Nähkoffer kennt weiß, dass das Ding immer voll ist. Und zwar viel zu voll, so dass ich immer ein wenig kramen musste, ehe ich was finden konnte und zumachen ging nur noch, wenn ich von allen Seiten ordentlich gestopft habe. Diesen Zustand wollte ich ändern.
Daher habe ich meinen, wie ich zu diesem Zeitpunkt dachte, zu 100 % vollen Nähkoffer genommen und ihn komplett ausgeräumt. Alle Garnrollen habe ich dann ordentlich in eine neue Dose (ca. 25 % des Nähkoffervolumens) gepackt. Alle Borten und Bänder bekamen ebenfalls eine eigene Box (ca. 20 % des Nähkoffervolumens) wo sie nun ordentlich aufgewickelt auf ihre Verarbeitung warten. Garnrollendose und Bortenbox habe ich in den Schrank gestellt, alle übrigen Sachen wurden ordentlich zurück in den Nähkoffer geräumt. Und nun das Paradox:

- Die neue Garnrollenbox ist zu 100 % voll, also müsste der Nähkoffer 25 % weniger Inhalt haben.
- Die Bortenbox ist zu 100 % voll, also müsste der Nähkoffer weitere 20 % weniger Inhalt haben

Der neu eingeräumte Nähkoffer ist aber wieder zu 100 % voll, obwohl ich nichts Neues hineingetan habe, was mich zu dem Schluß bringt, dass sich vor meiner Aufräumaktion rein mathematisch gesehen 145 % Kram in meinem Nähkoffer befunden haben müssen.

Ich bin verwirrt.

Dienstag, Februar 11, 2014

träumende Stoffberge

Ein kurzer Blick in meine Stofflager verrät es: ich bin wesentlich effektiver beim Stoffekaufen als beim Nähen. Meter um Meter schöner bunter Stoffe liegen da in großen Truhen aneinandergekuschelt und warten darauf, zu etwas Schönem verarbeitet zu werden. Bis das passiert sind sie geduldig. Sie warten schweigend, schlafend, ohne jemals irgendwas zu fordern. Und weil sie so genügsam sind, vergesse ich manchmal, dass sie da sind und kaufe einfach neue Stoffe, die sich gemütlich und duldsam zu den anderen gesellen bis ich sie eines Tages vielleicht hervorhole und vernähe. Dann ist wieder Platz in meinen Truhen. Ein Teufelskreis.

Falls die ein oder andere Leserin aber ein wenig mehr Disziplin an den Tag legt und brav immer alles verarbeitet, kommen hier mal 2 Termintipps im Frühjahr für die Nachschubbeschaffung.

23. - 23.02.  Stoffmesse Hamburg

09.03.  Holländischer Stoffmarkt in Hamburg